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Frauen sind friedfertiger

12.04.2017

Ich gäbe mein letztes Hemd dafür, wenn es so wäre.

Schon klar: Die geopolitische Lage ist bis zum Anschlag angespannt und es gäbe genügend Gründe, sich mit den aktuellen politischen Geschehnissen ausführlich zu beschäftigen. Dass z.B. ein amerikanischer Präsident schon wieder (und trotz aller schwülstigen Beteuerungen vor seinem Amtsantritt) einen völkerrechtswidrigen Angriff anzettelt, ist selbstredend brandgefährlich und verdient höchste politische Aufmerksamkeit. Aber entgehen meiner ursprünglichen Intention kam mir plötzlich der Genderaspekt dabei in die Quere.

Dass insbesondere unsere angeblich so friedfertigen Frauen an der Spitze des Staates – namentlich Merkel und von den Laien – beim jüngsten Angriff der USA auf einen syrischen Flugplatz ohne zu zucken in Schießpulver-Euphorie verfallen, macht die ganze Angelegenheit nur noch unerträglicher. Von »höherer sozialer Empathie« (relativ zu Männern) oder einer angeblich »größeren Friedfertigkeit der Frauen« ist in diesem speziellen Fall nicht nur nichts zu merken. Vielmehr hat es diese angebliche höhere kulturelle Eignung der Frauen zu keinem Zeitpunkt gegeben – insbesondere, wenn man zu diesem Aspekt noch die vielfältigen Stellvertreterkriege zugunsten von »Frauen und Kindern«, auf die sich sogar die übelsten weiblichen Kotzbrocken berufen, hinzu rechnet. Die Disponibilität der Männer bzw. deren Instrumentalisierung ist interessanterweise kultur- und epochenübergreifend und deutet auf ein biologisch angelegtes Programm hin.

Es geht hier gar nicht um Schuldzuweisungen gegen die Frauen insgesamt, doch Gewalt, Kriege, Unterdrückung – all diese höchst kritischen bis existenzbedrohenden Szenarien – können ohne Reflexion und ohne dass der medial einseitige feministische Diskurs vom Kopf auf die Füße gestellt wird, niemals verstanden werden.

Man muss sich klarmachen, dass Merkel und ihre Flintenuschi keinerlei Probleme damit haben, für einen (irgendeinen) Kriegseinsatz zu werben und militärische Konflikte anzuheizen. Sie wissen nämlich genau, dass sie persönlich nicht nur durch elitäre Ressourcen (den Staatsapparat) vor Gewalt geschützt sind, sondern ebenso aufgrund ihrer Rolle als Frauen. Die Hemmschwelle gegenüber gewaltsamen Auseinandersetzungen ist für solche Figuren besonders niedrig, weil sie jederzeit das Ausüben von Gewalt an Männer delegieren können. Und ihr persönlicher Intellekt reicht bei weitem nicht aus, um sich dieser Wirkmechanismen überhaupt bewusst zu werden. Ja, das darf man durchaus auf die meisten Frauen interpolieren. »Ladies, you can be an asshole too« – Frank Zappa.

Plastisch gesprochen: Wann immer ein Mann eine Frau bedroht, stehen ihr gefühlt zehn selbstlose Männer zu ihrer Verteidigung zur Seite. Dieser Effekt beschränkt sich beileibe nicht nur auf Gewaltaspekte. Vielmehr ist er ein durchgängiges Prinzip im Geschlechterverhältnis und manifestiert sich z.B. in der bekannten milliardenschweren Helfer- und Bevorzugungsindustrie. Außerdem ist es ein fester Bestandteil der feministischen Forderungsmentalität, denn es ist ein offenes Geheimnis, dass gerade dieses Klientel zwar die Gleichstellung gegenüber den Männern penetrant einfordert, aber um spezifisch männliche Benachteiligungen, wie z.B. eine 100-%-Quote bei den toten deutschen Soldaten in Afghanistan, einen großen Bogen macht. Das ist menschlich verständlich, aber keineswegs empathisch und schon gar nicht emanzipiert. Die Empörung gegen diesen speziellen Kriegseinsatz bleibt auffälligerweise von feministischer Seite aus; vielmehr stehen Frauen oft in vorderster Front bei den Kriegsbefürwortern (Göring-Eckhardt, von den Laien, Merkel u.a). Es waren z.B. die feministischen Grünen, die seinerzeit den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien mit angezettelt haben – übrigens auf Weisung »alter weißer heterosexueller Männer« aus der US-Administration und deren Vordenker aus den diversen patriarchalischen Thinktanks. Ätschibätschi, wieder verarscht!

Noch einmal: Es geht überhaupt nicht darum, das eine Geschlecht gegen das andere aufzurechnen. Wer solche Rechnungen aufstellt, hat das perfide System nicht verstanden, das damit verbunden ist. Denn natürlich passt die künstlich herbei geführte Feindschaft zwischen Männern und Frauen den Kartellen und ihren Stiefelleckern aus Politik und (Kartell-)Medien nur zu gut ins Konzept. Die lassen ja auch nicht nur Männer und Frauen gegeneinander antreten, sondern auch Alte gegen Junge, Lohnsklaven gegen Erwerbslose, Reiche gegen Arme, Muslime gegen Christen, Shiiten gegen Sunniten usw. Es ist einigermaßen ermüdend, auf solche Binsenweisheiten hinzuweisen, aber anscheinend durchschauen die wenigsten diesen Masterplan hinter der Globalisierung.

Der Eifer, mit dem sich bestimmte Leute auch noch diesem lähmenden Zeitgeist andienen, ist teilweise spektakulär und wird oft aggressiv vorgetragen. Durch Zufall stieß ich auf einen neuen Shootingstar am feministischen Firmament, nämlich die »Male Feminists«. Man merkt der Seite übrigens an, dass sie urdeutsch-belehrend ist, aber sie gibt sich durch den ausschließlichen Gebrauch der englischen Sprache einen pseudo-internationalen Anstrich. Falls diese ritterlichen Kollegen tatsächlich meinen, sie müssten allen Männern schleunigst erklären, warum die Kerle nun endlich mal feministisch denken sollen, kommen sie leider etwas spät. Das böse Patriarchat – als Gesamtmasse aller unbelehrbarer Männer gemeint – hat sich nämlich schon längst weiterentwickelt. Viele von ihnen haben die »gottgegebene« (also biologistische) Solidarität mit den »leider immer noch vielfältig benachteiligten« Powerfrauen westlicher Prägung längst hinter sich gelassen.

Dazu beispielhaft ein Artikel auf dem Spiegel-Ableger »Bento«: Ab wann bin ich eigentlich zu lange Single? Solche Lebensbeichten tauchen (gefühlt, nicht belegbar) in letzter Zeit häufiger auf. Ich weiß auch von etlichen Frauen, die mit dieser typischen Cinderella-Positur kreuzunglücklich vor sich hin lamentieren und initiativlos auf einen imaginären Princeling warten. Doch ihr Glück will sich einfach nicht von alleine einstellen. Eine Selbstreflexion sucht man bei solchen Maskara-Geschöpfen allerdings vergeblich. Die Männer, die sich von diesem optischen Kindchenschema und den damit verbundenen subtilen Frauenwünschen genervt abwenden, werden unaufhaltsam mehr. Das Phänomen des Mannes als Garant und Erfüllungs-Drohne für das weibliche Glücksbedürfnis löst sich gerade in Wohlgefallen auf.

Ich sag euch mal was, ihr klugscheißenden Frauenversteher: Die Unterdrückung der Frauen hierzulande ist so real wie Einhörner unterm Regenbogen. Und nur, weil in Indien immer noch (muslimische) Männer ihren Töchtern das Fußballspielen verbieten (Sport für Frauen ist angeblich nicht halalalall; neulich bei Phoenix gezeigt), sagt das nichts bis gar nix über den bedauernswerten Gemütszustand westlicher Maskara-Girlies aus. Aber ihr werdet sowieso noch schmerzlich lernen, dass ihr mit eurem feministischen Gesabbel für Jahre und Jahrzehnte nicht mal in die Nähe einer Bettkante kommt. Die Masche »allerbestester Frauenfreund« riechen die Weiber zehn Kilometer gegen den Wind. Vollkommen unspannend. Grow some balls instead!

Ach ja, und dann ist da noch diese böse Gesellschaft. Die will ja angeblich die offensichtlich extrem leicht manipulierbaren Frauen immer mit falschen Idealbildern unterdrücken. Zumindest ist das das x-fach wiedergekäute Thema eines Films namens »Embrace«. Kernpunkt ist, dass eine dreifache Mutter sich endlos abquälte, um ihren molligen Körperbau wieder zeitschriften-kompatibel zu machen. Nachdem sie ihr Ziel im Schweiße ihrer Achselhöhlen dann endlich erreicht hatte, schien ihr der hippe Lifestyle, wie er ständig in der Modefotografie gezeigt wird, allerdings nicht mehr erstrebenswert. Also veröffentliche sie bei Fakebook ein »Vorher-Bild« mit ihrem trainierten Astralkörper neben einem »Nachher-Bild«, wo sie eben wieder füllig und vor allem nackt posierte. Das Ganze ging viral. Viral! Etwas Wichtigeres gibt es ja heutzutage anscheinend nicht. Immerhin reichte die Euphorie über ihre bahnbrechenden Erkenntnisse eines positiven Körperempfindens aus, um daraus einen kompletten viralen Aufklärungsfilm über die böse, böse Gesellchaft und ihre wirren Ansprüche an das Aussehen der Frauen zu drehen. Wie viele virale Erleuchtungen dieser Bauart braucht eine Menschin eigentlich, bis mal der Groschen fällt? So'm Schmonzes hatten wir doch vor dreißig Jahren schon; eine Endlosschleife bzw. ein typisch feministisches Perpetuum Mobile.

Und wer ist denn nun eigentlich diese ominöse Gesellschaft, die den Frauen solche modischen Flausen in den gefönten Schädel schraubt? Kleiner Tipp: Es sind (überwiegend) nicht die Männer, es sind hauptsächlich andere Frauen. Es hakt ja schon gedanklich, wenn sich Frauen ständig als außerhalb der Gesellschaft – also als wehrloses Opfer der Medienindustrie – begreifen. Es mag viele einsame Frauen wundern, aber sie sind tatsächlich ein aktiver Teil genau der Gesellschaft, von der sie sich dauernd an die unvirale Außenlinie gedrängt fühlen.

Von allen Lebenselexieren, die ich bisher kennenlernen durfte, gehörte das gute Aussehen »meiner« Frauen zu den flüchtigsten Elementen im gesamten Kosmos. Und da waren ein paar richtige Schnitten dabei, wenn ich das mal so sagen darf. Mein persönliches Fazit: Leidenschaft ist Schönheit. Aussehen hat damit so gut wie nichts zu tun; höchstens bezüglich der Frage der allgemeinen Körperpflege und -hygiene. Vorher duschen ist also schon mal keine schlechte Idee.

So, Schluss für heute. Ich muss mir nämlich noch dringend die Augenbrauen zupfen. Späßchen!


Kategorie: Male, Female

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