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Popcorn!

17.08.2017

Bei Telepolis fliegen gerade die Fetzen wegen eines Artikels über James Damore.

Warum sich die Telepolis solche unverbesserlichen feministischen Fanatiker wie diese Frau Gärtner hält, kann wohl nur die Anzeigenabteilung bei denen beantworten (Clickbaits).

Quälende fünf Webseiten lang fährt die besagte Telepolis-Autorin nochmal allen Nonsense auf, der traditionell in den Medien als Standardrepertoire aus dem feministischen Lala-Land vorrätig gehalten wird. Anlass war einmal mehr die Affäre um James Damore, den Google neulich wegen eines angeblich frauenfeindlichen Textes gefeuert hatte. Weder hat Frau G. Damores Text gelesen, noch hat sie eine Ahnung von längst widerlegten Falschbehauptungen wie etwa »Gender Pay Gap« oder »Systematische Unterdrückung der Frauen bei der Vergabe von Vorstandsposten«.

Wollte man tatsächlich der Nichteignung von Frauen für bestimmte Tätigkeiten das Wort reden, der Artikel Gärtners wäre ein Paradebeispiel dafür. Denn sie beherrscht ihr Metier nur bauchgefühlt und muss im Seminar »akurate Recherche« völlig gepennt haben. Aber Vorsicht: Das Beurteilungskritierium in ihrem Fall lautet nicht etwa »Frau« sondern »Feministin« – dazwischen gibt es teils erstaunliche Unterschiede, wiewohl der Feminismus von zahlreichen Triggern im Hinblick auf wohlbekannte patriarchalische Beschützerinstinkte gegenüber allen Frauen profitiert. Nicht zuletzt glauben die meisten Durchschnitts-Männer immer noch, dass Frauen stets »besonders betroffen« sind und bieten sich kritiklos als freiwillige Krücken für fast jede weibliche Dissonanz an. Aber letztendlich ist das auch nur »virtuelles Pussygrabbing«. Wir haben euch längst durchschaut, ihr weißen Ritter und lila Pudel! Ach, und noch was: Sogar Frauen riechen es 10 Kilometer gegen den Wind, dass die »weibliche Seite« in eurer Selbstdarstellung übersetzt eben doch nur »Ficken?« bedeutet. So dumm und hilflos sind Frauen nämlich ganz und gar nicht, wie ihr immer suggeriert.

Die Foristen unterm Artikel sind natürlich hellauf begeistert von soviel Ignoranz und all den Steilvorlagen, die Gärtner da aufeinander stapelt: »Ich hab sooo'n Hals!« schreibt einer. Das ist erfreulich und erspart mir persönlich eine Menge Arbeit. Überhaupt zieht sich die Schlinge um die Deutungshoheit der medienübergreifenden feministischen Indoktrination immer weiter zu, wenn man den vielen aufgeregten Leserkommentaren bei diesen Themen glauben darf (man darf). Das wurde an der einen oder anderen Stelle auch schon tränenreich als »maskulistischer Backslash« beweint.

Allerdings bedeutet die gerade expandierende Protesthaltung gegen die übelsten feministischen Lügen nicht das, was sich die derart Angegriffenen darunter meist vorstellen, nämlich eine Rückkehr in die Geschlechterverhältnisse längst vergangener Epochen. Aus unerfindlichen Gründen werden hier ständig die 1950er zitiert, die, wenn man mal tatsächlich nachfasst, reell auch nicht besonders gut als Beweis für Frauenunterdrückung taugen. Wer sich näher damit beschäftigt, weiß, dass zum Thema »Arbeitsverbot für Frauen durch die Ehemänner« parallel auch das Thema »Versorgungspflicht der Männer gegenüber ihren Frauen« existierte. Ähnlich verhält es sich beim Thema »Bankkonto nicht für Frauen«: Zu den Zeiten, in denen solche Bestimmungen Usus waren, gab es für die allermeisten Männer auch kein Bankkonto, sondern die berühmte Lohntüte. Wenn man noch weiter gräbt, weiß man irgendwann auch, dass diese altmodischen Gewohnheiten irgendwann durch das männlich dominierte BRD-Palaverment aus der Welt geschafft wurden – und zwar lange bevor Alice Schwarzgeld »Feminismus« fehlerfrei schreiben konnte. Warum sollten die patriarchalischen Unterdrücker das wohl getan haben? Aus Frauenhass? Jesses. Wie blöd kann man sein?

Und auf diesem Niveau gibt es eine schier endlose Liste von Falschbehauptungen, Geschichtsverdrehungen und platten Lügen. Ihr Umfang ist inzwischen derart gewaltig, dass man als normal fühlender Mensch inzwischen nur noch mit einem »Njet« antworten kann. Falls es eine rote Linie des Ertragbaren gibt, dann ist sie längst überschritten. Genau das ist auch die Essenz, die man immer öfter in den Kommentarspalten zwischen den Zeilen lesen kann.

An die Reinkarnation der 1950er-Geschlechterverhältnisse glaube ich nicht für fünf Sekunden. Nein, es wird viel schlimmer werden. Das, was heutzutage so gerne küchenpsychologisch als »Verunsicherung der Männer gegenüber starken, emanzipierten Frauen« hochgehalten wird, bedeutet vielmehr zu einem erheblichen Teil ein grundsätzliches Misstrauen, gepaart mit kaum zu überwindenden Selbstschutz-Maßnahmen. Irgendwer in der Familie ist nämlich immer geschieden und die desaströsen Folgen, die sich bekanntermaßen mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent (Scheidungen) einstellen, haben ihren Nimbus des »Einzelschicksals« längst verloren. Doch dort, wo ein grundsätzliches Misstrauen (aus den genannten Gründen) auf umfangreiche und oftmals befriedigendere Ersatzhandlungen trifft, ist ein Backslash hin zu ehemaligen Pettycoat-Epochen völlig undenkbar. Die merkwürdige Deutung »Rückkehr in die 1950er« spiegelt also eher den intellektuellen Horizont bzw. die Geschichtsklitterung ihrer Apologetinnen wider, nicht mehr. Das ist gleichermaßen dumm wie fantasielos.

 

Paul Elam says

Auf »A Voice For Men« (AVfM) bringt Paul Elam die mögliche Statur künftiger Geschlechterverhältnisse auf folgende knackige Kernaussage:

Um echte Liebe aufkommen zu lassen, muss die romantische Liebe sterben.


Sein Artikel gliedert sich in mehrere Teile (ggf. bitte bei AVfM weiterlesen). Die Ausgangsfrage war die Mail eines »Redpillers« an Elam, in der dieser beschrieb, wie seine derzeitige Haltung und seine kritische Distanz gegenüber der üblichen weiblichen Romantikfolklore sich mehr und mehr in Zynismus verwandelt. So betrachtet, ist die angebliche »Verunsicherung der Männer« in Liebes- und Beziehungsfragen von einem ganz anderen Kaliber, als es normal indoktrinierte Weiber aus der feministischen Ecke so gerne hätten. Aber diese Desillusionierung steht ihnen noch bevor und sie wird mindestens so schmerzlich sein wie die Einsicht der »Redpiller« oder MGTOWs, dass die Frauen eben kein Monopol auf so wichtige zwischenmenschliche Dinge wie Geborgenheit, Vertrauen oder Intimität besitzen. Die vielfach angedichtete »höhere emotionale Kompetenz der Frauen« (ein Lieblingsmantra des Feminismus) hat keine Substanz, weder auf der individuellen noch auf einer gesellschaftlichen Ebene. Auch die von Gärtner behauptete Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität mittels der Injektion von angeblich weiblichen Prinzipien in alle gesellschaftlichen Bereiche (z.B. auch in der Arbeitswelt) ist so ein faktenfreies Hirngespinst. Überhaupt unterschlägt sie wie viele ihrer Gesinnungsgenossinnen den weiblichen Anteil an all den Lebenswidrigkeiten, von denen man sich eine substanzielle Verbesserung erhoffen möchte. Merke: Auch Männer sterben äußerst ungern aus Karrieregründen!

Frauen müssen sich klarwerden, dass die künstlich herbei geredete Geschlechterseparation einen überwiegend kommerziellen Ursprung hat. Nichts wird sich durch das feministische Dogma als Leitprinzip (übrigens eine diktatorische, palavermentsfreie Top-Down-Maßnahme) zugunsten von Frauen ändern. Das war niemals vorgesehen. Allerhöchstens bedeutet diese Maßnahme eine leichte Umverteilung bei den gesellschaftlichen Positionen, die bisher durch einen korrupten Geldadel per selektiver Vererbung weitergereicht wurden. Das sollte allein schon durch das impertinente Gekreische nach Frauenquoten in Vorständen deutlich werden. Die Mehrzahl der normalen Männer und Frauen kommt ihr Leben lang nicht mal in die Nähe dieser Gehaltsstufen und Powerpoint-Plapperbuden.

 


Kategorie: Male, Female, Politik, Gesellschaft

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