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Die Regierung ist das Sicherheitsproblem

28.06.2017

Derzeit überbieten sich die Parteien geradezu im konzentrierten Schwachsinn.

Unser werter Herr Innenminister mag es also nicht gar nicht leiden, wenn der Staat nicht alle Lebensbereiche seines Fußvolks ausschnüffeln kann:

„Es kann nicht sein“, sagte der Bundesinnenminister am vergangenen Wochenende, „dass es Bereiche gibt, auf die der Staat gar keine Zugriffsmöglichkeiten hat.“


Das Zitat stammt von der Website Civis.de und diese gibt als Quelle wiederum ein Interview von De Maizière mit dem »Handelsblatt« an. Aber auf der Seite von Civis sind noch einige andere überwachungssstaatliche Schweinereien aufgelistet, die belegen, dass wir von einem demokratisch angepinselten Totalitarismus nicht nur »nicht mehr weit weg«, sondern bereits mittendrin sind. De Maizière war es auch, der seinerzeit das Volk dazu anhielt, Terroranschläge als etwas Alltägliches zu begreifen. Inzwischen will er sogar eine flächendeckende Gesichtserkennung einführen; mindestens träumt er von einer umfassendenden CCTV-Überwachung, wie sie z.B. auf den kritischen Inseln schon lange gang und gäbe ist. Bekanntermaßen feiern die Engländer ja einen Erfolg nach dem anderen bei der Terrorismusbekämpfung, gelle. Nein, ich bin nicht zynisch. De Maizière ist es – und mit ihm das gesamte Pack seiner Regierungskollegen.

Bevor jezz wieder einer vor lauter »Hate Speech« ins staatsbürgerliche Koma fällt: Dieses durch Siechmar Gabriel seinerzeit öffentlich geadelte Diskussionsniveau à la »Pack« gegenüber allen, die nicht seiner Meinung sind, ist nachweislich nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich wollte es nur mal festgehalten haben.

Und wieso »kann es nicht sein«, dass der Staat eben nicht überall seine Griffel drin hat? Hat da jemand den Sinn einer Demokratie nicht verstanden, wie ihn uns der geliebte Staat einst in unserer (westlichen) Schulausbildung so blümerant beigebracht hat? Da De Maizière schon nicht gewillt ist, die Sicherheit der gewöhnlichen Bürger zu schützen (aka sein fantastisches Konzept der »Terrorismusgewöhnung«), bleibt die Frage, wen der offensichtlich immer noch im Stasi-Duktus verhaftete Innenminister denn wohl sonst mit seinen überbordenden Forderungen schützen möchte. Ach ja, es sind natürlich vor allem die Seinesgleichen – wie man es u.a. an den episch teuren Abriegelungsmaßnahmen für den G20-Gipfel in Hamburg unschwer erkennen kann. Ein wahrhaft gruseliges Bild: Die Vortänzer der angeblich freiesten, demokratischsten und liberalsten Staaten der Welt (so stellen sie sich ja permanent dar) können sich nicht ohne einen veritablen Ausnahmezustand mitten unter den eigenen Bürgerleins einfach so zum Plausch versammeln. Gemessen an dem Tohuwabohu, das die Staatsmacht in sicherheitstechnischer Hinsicht derzeit auffährt (nicht nur in HH), muss ihre Angst vor der Meinung des Fußvolks geradezu gigantisch ausfallen. Na ja, wenn sie so weitermachen, haben sie wahrscheinlich auch allen Grund dazu. Ob sie in der mittelbaren Zukunft von einem linken oder von einem rechten Mob in die Pfanne gehauen werden, kann einem dann auch relativ egal sein.

Als wäre dies nicht genug, peitscht diese Regierung auch noch ihr ominöses »Netzdurchlöcherungsgesetz« im Bundle mit ansonsten relativ unverdächtigen Gesetzesmaßnahmen durch, damit der totalitäre Charakter ihrer Zensurmaßnahmen möglichst nicht öffentlich diskutiert wird. Wenn es einen Beleg dafür bräuchte, der die Niedertracht der schnüffelbegeisterten Herrschenden offenbart, dann diese verheimlichte Vorgehensweise, mit der das eh schon völlig sinnfreie Zensurgesetz von der Plapperbude im Reichstag verabschiedet wurde. »Schutzlücke« Maas kann sich also nicht damit herausreden, dass er sich des stasihaften Grundtons seiner Begehrlichkeiten nicht vollumfänglich bewusst ist. Er weiß sehr genau, was er da abzieht! Ein schwacher Trost ist lediglich die Berechenbarkeit solcher Figuren, die es natürlich in der Historie immer wieder gab. Erfahrungsgemäß folgt als nächster Schritt ziemlich sicher der staatliche Aufruf zur allumfassenden Denunziation. Wir hatten das alles schon.

 

Schnuller für alle

Die Biegsamkeit, mit der die Gesalbten an der Macht ihre zweitrangigen Pöstchen ausstaffieren, ist geradezu atemberaubend. Insbesondere Merkel lebt dabei regelmäßig erstaunliche Kehrtwendungen vor. Nach ihrem Ausstieg aus der Atomkraft (und ähnlichen Winkelzügen mehr) hat sie nun mit dem Thema »Ehe für alle« ein neues, kostenloses Thema gefunden, mit dem sie ihre Prinzipienlosigkeit überzeugend in Szene setzen kann. Obwohl die ursprünglichen Meister dieses Faches eigentlich die Grünen sind, die trotz immer mieserer Umfrage- und Wahlergebnisse noch die Nonchalance aufbringen, die ehemalige »Homo-Ehe« plötzlich zur Koalitionsbedingung zu machen. Ich kannte mal Grüne – sie waren damals in der Mehrzahl – die empfanden die vom Staat beglaubigte »bourgeoise« Mama-Papa-Kind-Ehe als eine Vorstufe für aufkommenden Faschismus! Die pädophilen Tendenzen innerhalb der frühen Grünen waren exakt das Resultat dieser Auffassung. Man wollte nämlich jene »Keimzelle des faschistischen Staates« namens Familie zugunsten »freier Beziehungen« aufbrechen. Und natürlich erkannte man in der Sexualität eines der Haupt-Unterdrückungsinstrumente, mit dem diese latent »faschistische« Gesellschaft die Menschen zu domestizieren versucht. Those were the days.

Nun wollen sich also diese ehemals Geächteten ihr schwules/lesbisches Lebensglück vom geliebten Staat, den sie einst so hassten, amtlich zertifizieren lassen. Mir ist das im Prinzip völlig egal. Auch vor dem eigentlichen Motiv, nämlich Adoptionen zukünftig für Schwule und Lesben zu legitimieren, habe ich keine besonderen Ängste. Da ich das amtliche Theater, das die Behörden bei einer »stinknormalen« Adoption à la »Vater-Mutter-Kind« aufführen, in meinem näheren Bekanntenkreis mitverfolgen konnte, weiß ich, dass die Anforderungen und die mehrfachen Überprüfungen der Familienfähigkeit oftmals episch sind. Eine Steuerprüfung ist dagegen wie ein Kindergeburtstag! Manchmal möchte man sich eine derart umfassende Durchleuchtung der familiären Eignung auch für »normale« Hetero-Ehen wünschen – etwa die, aus der ich mit zarten 16 Jahren und nicht ohne Grund ausgerissen bin. Es ist realistischerweise also nicht zwingend zu erwarten, dass für die Homos und Lesben nun plötzlich das Adoptionsparadies in Deutschland ausbricht. Ein Volker Beck, der von einem (oder für einen; weiß nicht mehr) Stricher Speed kauft, wird wohl auch zukünftig eher nicht in die engere Auswahl kommen. Nun gut, er könnte sich dann höchstens seinerseits von einem vorbildlichen Pärchen mit einem besserem Leumund adoptieren lassen; denkbar.

Was in diesem Zusammenhang aber überhaupt nicht geht, ist die Aushöhlung des verfassungsmäßig verbrieften, besonderen Schutzes der klassischen Hetero-Familie. Darüber redet leider schon lange niemand mehr. Es geht mir mitnichten um eine moralische Wertung der Ehe, sondern es geht mir um die erneute Aushöhlung des Grundgesetzes. Halten wir uns nun alle an Gesetze und die bekannten Verfahrensweisen (also Verfassungsänderung) oder nicht? Man braucht nicht viel Fantasie, um diese gesetzgeberische Willkür auf kommende »Meinungsfindungen via Straßenkämpfen« zu interpolieren. Auch das hatten wir schon alles. Denn der liebe böse Staat gibt sich große Mühe, mit seinen Gesetzen nach Lust und Laune die staatsbürgerliche Geduld seiner Untertanen zu strapazieren. Aber: Entscheidungen sind die Eltern der Konsequenzen. Und so lässt sich die Auseinandersetzung mit neuralgischen und systemischen Problemen lediglich aufschieben, aber nicht aufhalten. Die feministische Top-Down-Doktrin mit all ihren schmuddeligen Nebeneffekten wie z.B. die bräsige »sexuelle Vielfalt« ist so ein systemisches Problem.

Jedenfalls sind die grünen Drohgebärden bzgl. (wenn auch nur theoretischer) Koalitionsbedingungen geradezu lächerlich. Die Grünen haben weder die geistige Reife noch das gebührende Wählerpotenzial, um überhaupt etwas Substanzielles fordern zu können. Sie dienen höchstens als Mehrheitsbeschaffer und dafür tauschen sie nur zu gerne ihre Meinung gegen üppige Gehaltsschecks ein. Aber selbst die SPD möchte sich urplötzlich diese angebliche »Offenheit und Diversität« auf die Regenbogenfahne schreiben. Das hat mit Politik nichts, mit vorsätzlichem Spießertum aber alles zu tun. Denn da beißt die Maus keinen Faden ab: Das Thema »Schwulenehe« ist von all den Themen, vor denen die Welt momentan steht, nach wie vor das Problem einer Minderheit. Doch so ist eben unsere Mediendemokratie: Stimmen bringt, was mediale Aufregung bringt. Obwohl: Ich bin mir nicht immer so ganz sicher, dass die Wahlen bei uns tatsächlich »frei und geheim« sind. Eines kann ich aber mit absoluter Sicherheit sagen: Die Russen sind an unseren Wahlergebnissen schuld. Ganz bestimmt. Immer. Schließlich ist Deutschland das wichtigste Land auf der Welt.

 

Here comes the easy teenie-wheeny part

Ich wollte aber auch noch ein paar interessante Links loswerden, die in meinem Postfach mittlerweile schon Staub angesetzt haben. Bleiben wir zunächst mal bei einem klassischen Problem, das für ernstzunehmende Politiker durchaus das Potenzial hätte, sich kompetent in Szene zu setzen: Die Verteilung der Arbeit im Hinblick auf das Thema »Industrie 4.0« (also die vollständige Digitalisierung der Arbeitswelt und der Wegfall großer Arbeitskontingente). Der Youtube-Kanal »kurzgesagt« brachte neulich eine sehr informative Zusammenfassung zu diesem Themenkomplex. Denn obwohl es schon viele drastische Umwälzungen in der Produktion gegeben hat, haben wir es bei der Digitalisierung mit einer Änderung zu tun, die weitaus größere Folgen haben wird als alle bisherigen Umwälzungen. Sehr gut und überzeugend gemacht – mir gefällt vor allem die optische Aufbereitung, die ich übrigens auch schon öfter mal beim Youtube-Kanal von Fernsehprofessor Lechz (oder wie der heißt) gesehen habe. Englisch mit deutschen Untertiteln.

Mein Lieblings-Comedian Bill Burr kann nicht nur überzeugend und mit der nötigen Schärfe gegen Feministinnen oder Social Justice Snowflakes ätzen, sondern sich – wie sich das für einen Mann gehört, hehe – auch für besondere Autos begeistern. In diesem Video hat er ein wirklich abgefahrenes amerikanisches Modell aus den 1940ern ausgegraben. Englisch mit ohne Untertiteln.

Ebenfalls auf Englisch ist der Beitrag von TJ Kirk (ehemals The Amazing Atheist) zum Thema Islam und Islamismus. Ich habe persönlich schon lange keine Lust mehr, diesen unbelehrbaren Relativierern, die islamistische Terrorattacken zugunsten eines völlig bigotten »Diversity«-Geschwalles kleinreden, wachzurütteln. TJ macht das hier sowieso viel besser; ich würde mich nur unnötig aufregen.

In Frankreich haben einige anscheinend die empfindsame Nase voll von exhibitionistischen Femen-Aktivistinnen. Angeblich wurden ein paar dieser aufdringlichen Krawallschwestern nun wegen ungebührlichem Exhibitionismus verklagt. Ihnen droht damit sogar ein Verbot, mit Kindern zusammenzuarbeiten. Das kann in Deutschland natürlich nicht passieren, denn der Exhibitionismusparagraf gilt m.W. ausschließlich für Männer. Französisch mit Untertitten, äh deutschen Untertiteln meine ich natürlich. Herrje, die machen einen aber auch ganz wuschig – wenn sie nur nicht so grottendoof wären.

Wer sich noch für Kleinbritannien und die jüngsten Wahlen interessiert, bei denen Theresa May so herrlich abgeschmiert ist, dem dürfte das folgende Video von Jon Oliver gefallen. Was hierzulande kaum einer weiß, ist, dass für die Verkündung der Wahlergebnisse alle teilnehmenden Kandidaten auf einer Bühne versammelt werden. Und siehe da, es gibt noch echten britischen Humor: Einer der Kandidaten, gegen den May antreten musste, heißt nämlich »Lord Buckethead« und genauso sieht er auch aus. Er hat später in Olivers Sendung »Last Week Tonight« sogar noch einen prominenten Auftritt. Ein Brüller. Nur in Englisch.

Hier noch ein tragischer Bericht zum Thema »Männer und gefährliche Arbeitsunfälle«. Da sach ich jezz mal nix zu.

Wer einmal etwas über Nordkorea erfahren möchte, sollte sich den Zweiteiler »Die glücklichsten Menschen der Erde« bei Russia Today ansehen. Teil 1 gibt es hier und Teil 2 dort. Der Bericht verzichtet völlig auf einen begleitenden Kommentar und lässt nur die (ausgesuchten) Nordkoreaner sprechen. Bizarr. Koreanisch mit deutschen Untertiteln.

Nicht minder schräg ist ein japanisches Video namens »Time For Sushi«. Für eine umfassende künstlerische Analüse bin ich leider viel zu sehr Kulturbanause, aber irgendwie hat mich das Filmchen bis zum Ende fasziniert. Wahrscheinlich war's der Sound (Jazz).

Tja, Online-Dating-Portale haben so ihre Tücken. Dieser Mann hier versemmelt es ziemlich, in einer sehr kurzen Zeit. Anfänger halt.

Hier noch ein Lehrstück darüber, wie guter Journalismus gehen könnte (hatten wir auch mal in grauer Vorzeit). Der selbsterklärte linke Talkshow-Host Bill Maher hat sich nämlich den Chefredakteur der berüchtigten Breitbart-Newsseite zur Diskussion eingeladen. Der politische Kontrast könnte nicht größer sein. Alex Marlow von Breitbart schlägt sich ziemlich gut – trotzdem gehen die beiden nicht mit Eisenstangen aufeinander los, so wie seinerzeit die ähnlich kontrovers gesinnten Demonstranten bei den Protesten in Berkley. Geht doch.

Und zum Schluss klärt Lutz van der Horst mit bundesdeutschen Politikern, was eine MILF ist:

 


Kategorie: Politik, Gesellschaft

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