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Die Sexroboter kommen

10.05.2017

Frauen mal wieder besonders besoffen, äh betroffen meine ich.

Hatte ich es nicht gesagt: Immer dann, wenn das schöne Wort mit den drei berühmten Buchstaben zaghaft aus seiner Schmuddelecke guckt, drehen die Femis vollkommen vorhersehbar am Rad. Die Vloggerin ShoeOnHead hat sich in ihrer sehr amüsanten Weise mal wieder mit den Tobsuchtsanfällen sogenannter TERFs auseinandergesetzt.

»Sexroboter verkörpern das Patriarchat und bieten Männern eine Lösung gegen die Bedrohung durch die weibliche Unabhängigkeit«, zitiert Shoe eine »Trans Exlusionary Radical Feminist (TERF)« namens Meghan Murphy. Für alle, die diese neue frauenzentrierte Haarspalterei noch nicht kennen: TERFs hassen rundum alles, was mit Männern zu tun hat (aber echt jezz), wie zum Beispiel Transfrauen. Denn Transen tun ja nur so, als seien sie Frauen, meinen die TERFs. Umgekehrt gilt der Hass allerdings auch, denn auch Transmänner (Frauen, die sich in einer männlichen Rolle wohler fühlen), sind nach TERFscher Auffassung Verräterinnen am weiblichen Geschlecht. Und weil man bei den Transmenschen oft nicht aufgrund ihrer äußerlichen Erscheinung auf das angeborene Geschlecht schließen kann, muss Frau Murphy wirklich jedes verdammte Mal erst in die Unterhosen ihrer Mitmenschen gucken, bevor sie sich entschließt, einen freundlichen Gedanken an sie zu verschwenden. Wehe, sie findet einen Penis!

Nun kam Frau Murphy zu Ohren, dass das ewig böse Patriarchat nicht nur Waschmaschinen und Tampons einfach so ungefragt für die Frauen erfindet (natürlich nur, um sie letztendlich mal wieder zum Sex zu verführen), sondern dass in den sinistren Labors der weißen, alten Männer inzwischen sogar ziemlich realistische Sexpuppen gezüchtet werden. ShoeOnHead zitiert in ihrer wunderbar süffisanten Art Frau Murphy mit deren Worten:

Die Menschen lieben es, so zu tun, als ob alles von der Prostitution bis zur Pornografie bis zu den Sexpuppen eine Lösung nicht nur für die vermeintliche Einsamkeit der Männer und die ungeübten sexuellen "Bedürfnisse" ist, sondern für ihre gewalttätigen, perversen Wünsche. Es ist die Zukunft und alle "Sex-Roboter" sind der natürliche nächste Schritt. Ähnlich haben Männer behauptet, Sexroboter sind die perfekte Lösung für ihre offensichtliche Unfähigkeit, die Vergewaltigung und den Missbrauch von Frauen zu stoppen, sowie für ihre Unfähigkeit, mit Frauen zu sozialisieren, so als wären sie wirkliche Menschen. Man könnte fragen, wie die Schaffung von "realistischen", nicht-menschlichen Puppen, auf die Männer ihre Wünsche projizieren und mit denen sie tun können, was sie wollen, den Blick von Frauen und Männern auf die Frauen beeinflussen wird, aber das kapitalistische Patriarchat stellt keine Fragen, solange es ein Produkt zu verkaufen gibt und eine Erektion zu befriedigen ist.


Das stimmt: Ich habe nämlich noch einen Gutschein vom Familienministerium für die Dienstleistungen eines frei wählbaren Escort-Services, damit ich ja nicht plötzlich in einem Parkhaus auf die Idee komme, auf den berühmten »Frauenparkplätzen« (also da, wo gemeinhin die Frauen geparkt werden) zum sexuellen Terroristen zu werden. Hoffentlich isser noch gültig (der Gutschein), sonst kann ich als Tüp für nix garantieren!

Auch TJ Kirk (formerly known as The Amazing Atheist) hat sich in seiner typisch robusten Art und Weise mit dem Artikel beschäftigt, insbesondere mit den sogenannten männlichen »Bedürfnissen« und der »vermeintlichen Einsamkeit der Männer«. Natürlich ist er angepisst (was sonst). Denn den Männern elementare Emotionen wie z.B. Einsamkeit oder das Bedürfnis nach Intimität abzusprechen, grenzt nicht nur an gruppenbezogener Hetze, es ist nazistisches Denken in Reinkultur.

Eigentlich müsste es selbst der letzten Deppin (ohne Binnen-I) inzwischen auffallen: Die Femis, die ja oft weder optisch noch mental ins allgemeine Beuteschema der Männer passen, werden immer dann höchst aggressiv, wenn ihnen der – in ihren Augen – selbstverständliche Zugriff auf männliche Ressourcen streitig gemacht werden soll. Denn innig geliebte Sexpuppen bedeuten für die holde Feministin natürlich einen groben Mangel an allgemeiner Aufmerksamkeit ihnen gegenüber. Der Neid auf alle, denen die Tüpen lieber ihre Aufmerksamkeit widmen, ist übrigens episch. So war es in Millionen Diskussionen und Beiträgen der Femis zur Prostitution, aber auch dann, wenn Männer sich mittels Pornografie reihenweise den üblichen Begehrlichkeiten der gefönten Welt entziehen.

Begehrlichkeiten wie etwa diese: »Fahr mich sofort zum Fitnessstudio, kauf mir doch mal Blumen, führe mich anständig aus« usw. – die gängigen »Liebesbeweise« halt, die Frau oft als Selbstverständlichkeit und beileibe nicht nur von ihren direkten Partnern erwartet. Auch der ansonsten völlig uninteressante Nerd und sein Helfersyndrom sind nämlich z.B. bei Umzügen oder Transporten heiß umworbene, extrem kostengünstige »Freunde«, solange man sie mit Süßholzgeraspel bezahlen kann.

Wenn der »notgeile« Tüp allerdings dieser libidonösen Verwertungsmaschinerie Good-Bye sagt, ist er mindestens frauenfeindlich und wahrscheinlich sogar ein rückständiger Nazi. Derlei Beschämungs- und Beleidigungstaktiken sind zwar simpel, passen aber wie Arsch auf Eimer in die simplifizierte Gut-Böse-Welt der TREFs, RadFems und wie diese Pullertruden alle heißen mögen. Politiker und Medien dürfen sich in diesem speziellen Fall durchaus mitgemeint fühlen.

Die These »Männer immer notgeil« taucht als umfassende Grundlagenforschung für solche Dissonanzen nicht wirklich. Dabei gäbe es durchaus gedankliche Alternativen: Die Femis könnten sich ja mal überlegen, was sie selber dafür tun könnten, um sich trotz all dieser vermeintlich notgeilen Männer wohlzufühlen, statt die Tüpen mit universalen Verbotswünschen und diktatorischen Sexvorstellungen zu traktieren. Die modern-emanzipierte, feminine Performance in Liebesangelegenheiten und diese merkwürdige Gouvernanten-Attitüde sind jedenfalls eine kulturelle Sackgasse (ohne Wendemöglichkeit). Wenn man aber die empathische Ahnungslosigkeit, die fehlende Herzlichkeit und die penetrante Kontrollsucht bestimmter Frauen zu thematisieren versucht, begeht man ja heutzutage gleich ein geschlechterpolitisches Sakrileg. Für die ganz doofen unter den Femis: Mit »Sakrileg« ist diesmal nicht Tom Hanks gemeint.

Ganz so trivial ist die Angelegenheit auf gesellschaftlicher Ebene allerdings auch wieder nicht. Tatsächlich sind die traditionellen Rituale wie Heirat, Familie und der ganze Käse durch feministische Umtriebe inzwischen so entwertet worden, dass der solidarische Zusammenhalt in einer Partnerschaft, den man vor allem bei der schier unendlich langen Aufzucht von Kindern aufbringen muss, oft nur noch rein merkantile Eigenschaften aufweist. Die Folgen wie z.B. die Versingelung durch hohe Scheidungsraten hat u.a. beim Thema Wohnraum zu drastischen Engpässen geführt – und das Ende ist nicht absehbar. Das heißt, die Gemeinschaft muss ständig größere Ressourcen in Bewegung setzen, um ihre pseudo-moderne »Geschlechtergerechtigkeit« durchzusetzen. Schließlich muss die Frau an und für sich vom Manne unabhängig werden! Was kostet die Welt? Egal! Im Notfall lässt Vater Staat eben was springen!

Pünktlich zum Thema Robotersex kam dann diese Woche auch noch Spülgel-Online mit einem Traktat über Sexsucht um die Ecke. Nun will ich gar nicht abstreiten, dass diese Sucht für manche Menschen sujektiv eine schwere Belastung darstellt. Das ist mit allen exzessiven Missbräuchen so. Und wie bei den meisten Missbräuchen dieser Art sind i.d.R. nur relativ wenige Menschen betroffen. Die ständige feministische Propaganda (gerade bei SpOn) deutet ein solches Extremverhalten allerdings nur zu gerne verallgemeinernd und auf alle Männer bezogen. Wir kennen ja unsere Pappenheimer in den Medien. Ich sage nur Margarine Koslowski, ihre feministische Spiegel-Kolumne und ihr Schwachsinns-Pamphlet über »toxische Männlichkeit« (diese Triene wird hier nicht mehr verlinkt; also bitte selber suchen).

ShoeOnHead hat völlig Recht: Will man realistische Sexpuppen verbieten, weil sie angeblich irgendwie die Würde der Frau tangieren, dann muss man auch Dildos verbieten, denn die symbolisieren ein abgetrenntes Glied und reduzieren Männer ausschließlich auf ihr Geschlechtsteil. Zu drastische Betrachtungsweise? Hey, we didn't start the fire. Männer denken sich so einen Scheiß nicht aus.


Kategorie: Male, Female

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