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Erst Twitta macht den Menschen

19.10.2017

Zur Affäre des Sex-Maniacs Weinstein und ihren Folgen.

Ich sag mal so: Der US-Army, als einem der Hauptfinanziers von flachen Hollywood-Schinken, wird die jüngste Affäre um den Medienmogul Weinstein gar nicht in den Kram passen. Und das obwohl die Affäre W. genug melodramatische Elemente zusammenrührt, um daraus ein umfangreiches Drehbuch zu destillieren. Aber der dramaturgische Kniff, bei dem am Filmende die heldenhafte Army in Kompaniestärke das Büro des Harvey Weinstein stürmt, um all die belästigten und (angeblich) vergewaltigten Stars und Sternchen zu befreien, wäre »far over the top«. Nichts für Regisseur Michael Bay (Transformers) jedenfalls.

Bestimmte Fragen darf man in dieser Angelegenheit schon mal grundsätzlich nicht stellen. Sonst käme man vielleicht darüber ins Grübeln, wie so ein Arschloch über Jahre und Jahrzehnte ungebeten an Schauspielerinnen rumfummeln konnte, ohne dafür auf die Finger zu kriegen. Man munkelt, dass sich einige Schauspielerinnen der Weinsteinschen Überzeugungsstrategie à la »Mach du dich nackisch, ich mach dich Filmstar« bereitwillig hingaben. Andere einigten sich bei seinen schmierigen Annäherungsversuchen nachträglich auf großzügige Schweigegelder, wird erzählt. Wie nennt man so ein Verhalten noch gleich? Ach ja: Prostitution; eine überbezahlte Variante vielleicht, aber im Kern eben Prostitution. So völlig unschuldig und herzensrein, wie es uns die anschließenden Hashtags weismachen wollen, sind die involvierten Actricen also auch nicht. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass die Beendigung der Weinsteinschen Schmuddelära falsch gewesen ist, im Gegenteil: Das war ein guter Tag für MGTOW! Dazu komme ich noch.

Wie immer in den letzten Jahren, soll nun mit allerlei tränenreichen Twitta-Hashtags diesem offensichtlichen Sexismus der Garaus gemacht werden. Heute las ich (schon wieder) in »Der Westen« eine typische Zusammenfassung der edlen feministischen Absichten, diesmal in Form eines Interviews mit der Schauspielerin Maren Kroymann. Es gab derlei Genöle natürlich auch in etwa gleichlautend in fast jeder anderen Mainstream-Postille. Für Kroymann (wie für die meisten anderen Schreibtisch-Revolutionäre) ist die Twitta-Kampagne »#meetoo« auf seltsame Weise »wahnsinnig mutig«. Aha. Verglichen mit einer Strafanzeige wegen eines sexuellen Übergriffs ist so ein Internetgedöns allerdings eine ziemlich lasche Nummer. Doch darum geht es ihr auch gar nicht. Twitta soll lediglich die Skandalisierung eines solchen Vorfalls als permanentes Alltagsphänomen ins Astronomische überhöhen, so wie das auch schon bei früheren Kampagnen der Fall war.

Doch wie das manchmal mit der Öffentlichkeitsarbeit so ist, läuft auch bei diesen #-Kampagnen nicht immer alles rund. Zwischenzeitlich gab es nämlich ein paar gegenteilig gelagerte Fälle wie etwa die »Gina-Gina-Affäre« hierzulande, bei der sogar die damalige Frauenministerin (Name absichtlich vergessen) heldinnenhaft der Falschbeschuldigerin Gina Lisa Lohfink zur Seite stand. Blöderweise (für die Ministerin) hatte das Gericht, das sich mit Lohfinks Fall befasste, eine ganz andere Meinung zur angeblichen »Vergewaltigung« des abgehalfterten Starlets.

Ähnliche grauenvolle Lügengeschichten, die den Falschbeschuldigten die Existenz gekostet haben, gab und gibt es auch in den USA – etwa die Matratzen-Tusse Emma Sulkowicz. Überhaupt halte ich das schiere Zahlenverhältnis von tatsächlichen Übergriffen durch Männer versus erfundene Übergriffe durch aufmerksamkeitssüchtige Schlampen mindestens für diskutabel. Komisch, dass es darüber noch keine »Studie« gibt, wo doch sonst für jeden Furz aufgeregte Umfragen durchgeführt werden.

Kroymann empfiehlt übrigens die Einrichtung einer zentralen Beschwerdestelle für angeblich sexistisch behandelte Frauen. Ob's außer schön eingerichteten Arbeitsplätzen für Bürokratinnen etwas bringt – das weiß keiner. Aber sie fordert noch viel mehr, nämlich »Frauen in Führungspositionen«! Moment mal, geht es nun um das kriminelle Verhalten von Sexterroristen oder geht es um die leistungslose Beförderung von Quotenfrauen? Es hat einen etwas zweifelhaften Beigeschmack, wenn man das unerträgliche Schicksal einer Vergewaltigten mit unablässigen Geldforderungen aus dem allgemeinen Wunschkatalog des Femi-Medien-Kartells verrührt.

Wohl ahnend, dass die feministische Fraktion möglicherweise in moralischer Hinsicht mit einigen Widersprüchen im Fahrwasser solcher Skandale (bzw. mit dem Makel der Falschbeschuldigungen) zu kämpfen hat, versucht sich die sensationslüsterne Twitta-Gemeinde nun in der Rekrutierung männlicher Alliierter: Der Hashtag #HowIWillChange ward geboren! Darunter dürfen sich ab sofort alle Männer zu einem devoten, frauengerechten Verhalten bekennen. Immerhin, so suggeriert es die Blut-und-Busen-Presse, müssen sich selbstverständlich alle Männer beim sexistischen Verhalten eines einzelnen Medienmoguls mitgemeint fühlen. Darunter machen es die Femis nicht! Was mich betrifft, so können mir Leute mit derlei faschistoiden Sippenhaft-Attitüden allerdings mal gepflegt den Buckel runterrutschen.

Womit wir auch beim Thema MGTOW wären: Die permanente sexistische Bedrohung, wie sie momentan in den Medien mal wieder abgefeiert wird, hat einen ähnlichen Glaubwürdigkeitsfaktor wie so viele andere feministische Übertreibungen, etwa der »Gender Pay Gap«, die »höhere emotionale Intelligenz« oder die »Multitaskingfähigkeit« der Frauen – alles dummdreiste urbane Legenden; letztlich um Staatsknete abzugreifen (z.B. Schutz- und Förderprogramme, wie sie Kroymann fordert).

Obendrauf kommen dann auch noch die bekannt gewordenen Lügen solcher Dumpfbratzen wie Gina Gina Lohfink, die am hochglanzpolierten Bild der armen, unschuldigen Frau einige beachtliche Kratzer hinterlassen. Wie immer empfehle ich (was sexuelle Verbrechen betrifft) einmal den Besuch eines gewöhnlichen Männerknastes. Vergewaltiger haben dort einen extrem schlechten Stand – unter den Männern wohlgemerkt. Auch eine Suche bei Youtube liefert ähnliche Ergebnisse: Öffentliche Gewalt gegen Frauen provoziert in der Regel sofort den Beschützerinstinkt anderer Mitmenschen; vor allem der Männer. Männer in einer umgekehrten Situation werden jedoch öffentlich ignoriert bis ausgelacht.

Derartige grundlegende kognitive Dissonanzen lassen sich dauerhaft nicht ignorieren. Das feministische Narrativ (»Männer = böse, Frauen = unschuldig) ist eine der Hauptursachen für den miserablen Ruf der Feministinnen – zu Recht. Wenn man nun aber mal kein Vergewaltiger ist – nicht mal ein »potenzieller«, andererseits aber ständig mit einem Bein im Knast steht (»Nein heißt nein«-Gesetz), sobald sich die bekannten libidonösen Hormonschübe bemerkbar machen, dann bleibt als Konsequenz und im Sinne des Selbstschutzes vor der sozialen Degradierung fast nur der vollständige Rückzug von diesem erotischen Minenfeld. Wie denn auch sonst? Heutzutage muss man Männern eher dazu raten, sexuelle Dienstleistungen einzukaufen oder zu substituieren, statt »realen Frauen« auch nur ein Haarbreit an Definitionshoheit über das Sexualleben zuzugestehen.

Schöner Scherbenhaufen, was? Wir können uns gerne weiterhin derlei Ungeheuerlichkeiten gegenseitig vor die Füße werfen, aber was den Ausgang dieses feministischen Schmierentheaters betrifft, so habe ich eine ziemlich eindeutige Prognose. Die wird den Frauen nicht gefallen.

 


Kategorie: Male, Female

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