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Die spinnen, die Spanier

13.08.2018

In Spanien gibt es zwischen 350-400 Falschbeschuldigungen gegen Männer. Pro Tag.

(Inspiriert von »A Voice For Men«; Datum von heute).

Ein Gesetz gegen häusliche Gewalt, das 2004 durch die sozialistische Regierung von José Luis Zapatero eingeführt wurde, hat sich erwartungsgemäß zu einem Freibrief für Falschbeschuldigungen von Frauen gegenüber Männern entwickelt. Allein in 2005 gab es 160.000 Anschuldigungen gegen Männer wegen »häuslicher Gewalt«, 90 % davon waren erlogen. In 2008 gab es 142.000 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt, wovon 13 % zu einer tatsächlichen Verurteilung führten, 87 % dieser Beschuldigungen waren also haltlos.

Das Gesetz wird durch das »Ministerium für Gleichberechtigung/Ministerium für Frauen« mittels einseitiger, bombastischer Marketingkampagnen flankiert, in denen häusliche Gewalt wie üblich als rein männliches Problem dargestellt wird. Ähnlich wie hierzulande werden internationale Untersuchungen zu diesem Thema konsequent ignoriert.

In der Fachwelt ist schon lange bekannt, dass häusliche Gewalt in etwa zu gleichen Teilen von beiden Partnern ausgeht. Beim Thema »Gewalt gegen Kinder« oder gegen andere Schutzbefohlene wie etwa pflegebedürftige Verwandte sind Frauen sogar führend. Dass Männer wiederum die traurige Spitzenposition bei schwerer Gewalt einnehmen aufgrund ihrer prinzipiellen physischen Überlegenheit, mag der werbewirksamen Skandalisierung dieses Problems und den damit verbundenen finanziellen Forderungen zu seiner »Bekämpfung« dienlich sein, trägt aber nicht zur eigentlichen Ursachenforschung bei.

Während es für Frauen tausende Anlaufstellen und ein allgemein wohlwollendes Entgegenkommen hinsichtlich der öffentlichen Meinung und der Behörden gibt, existiert für Männer keine derartige Lobby. In Streitfällen ist es (auch in Deutschland) die Regel, dass Männer von der Polizei ein Wohnungsverbot erhalten, ohne jede Fallrecherche und ohne die Möglichkeit einer zeitnahen juristischen Anfechtung seitens des Mannes. Immerhin wird hier ein Grundrecht tangiert.

In Spanien dagegen können Männer sogar ohne jede Beweisführung sofort in den Knast gesteckt werden. Die Anschuldigung einer Frau reicht dort für eine Kriminalisierung vollkommen aus – das feministische Paradies. Schon der schwammige Vorwurf der »psychologischen Gewalt« – darunter kann man sich natürlich alles Mögliche vorstellen – reicht den spanischen Behörden aus, um einen Mann ohne jeden Beweis für mindestens 48 Stunden in Haft zu nehmen. Das Problem für spanische Männer ist, dass bei häuslicher Gewalt die Beweislast nicht etwa bei der angeblich geschädigten Frau (also der Beschuldigerin) liegt, sondern der Mann hat den Behörden gegenüber seine Unschuld zu beweisen. Der madrilenische Anwalt Javier Pérez-Roldán erklärt dieses richterliche Verhalten einerseits mit Ignoranz, andererseits als das Resultat der allgegenwärtigen Gender-Ideologie.

Falschbeschuldigungen von Frauen gegen Männer werden (wie hierzulande auch) selten bis gar nicht sanktioniert. Während Männer schon aufgrund unbewiesener Behauptungen ihrer Frauen mit existenzieller Vernichtung bedroht werden können, werden feminine Lügen in diesem Bereich in der Regel nicht verfolgt. Insbesondere dann, wenn eine Frau den ungeheuerlichen Vorwurf des sexuellen Missbrauchs der eigenen Kinder aufs Tapet bringt, ist die gesellschaftliche Reputation des Mannes vernichtet, ganz egal, ob die Vorwürfe nun stimmen oder nicht.

Doch selbst wenn ein falschbeschuldigter spanischer Mann nach 48 Stunden wieder freikommt, ist die Rückkehr in die gemeinsame Wohnung aus naheliegenden Gründen unmöglich, u.a. weil sofort neue unbewiesene Vorwürfe gegen ihn erhoben werden. Hilfsangebote gibt es für diese nun wohnungslosen Männer nicht. Ähnlich wie bei uns existieren in Spanien zwar zahlreiche behördliche bzw. öffentlich geförderte Unterstützungsprogramme für Frauen in Notlagen, jedoch kein einziges für Männer.

Noch ein paar nüchterne Zahlen dazu: In einer Statistik aus 2003 über Morde an Frauen durch Männer rangiert Spanien mit insgesamt 65 Morden EU-weit auf dem achten Platz; das sind 3,6 Beziehungsmorde pro einer Million Frauen. Damit liegt Spanien (zumindest 2003) noch weit hinter Luxemburg, Ungarn oder der Schweiz. Betrachtet man diese Zahlen auch für die Folgejahre (2004 = 48 Morde, 2005 = 60, 2006 = 68, 2007 = 71 und in 2009 = 69 Morde), so hat die drastische Verschärfung der spanischen Gesetze zur häuslichen Gewalt keinen signifikanten Rückgang der Gewaltdelikte bewirkt – das war ja ursprünglich die Intention dieses Gesetzes. Die Falschbeschuldigungen der Frauen sind allerdings seitdem förmlich explodiert. Man geht davon aus, dass von diesen üblen Auswirkungen der feministischen Gesetze insgesamt ca. 3 Millionen Spanier betroffen sind, also Kinder, Väter aber auch Großeltern, Tanten und Onkel.

Geradezu grotesk ist es angesichts dieser Missverhältnisse, dass der damalige Regierungschef Zapatero seinerzeit fanatisch vom »modernsten Gewaltschutzgesetz der Welt« schwadronierte. Dieses Gesetz hat kein einziges Problem gelöst, aber eine schier unglaubliche Menge an neuen Problemen hervorgerufen. Außerdem hat dieses Gesetz unrühmliche Vorbilder, etwa als in 1944 der faschistische Diktator Franco eine ähnliche Maßnahme auf den Weg brachte, die sich ebenfalls sehr einseitig gegen Männer richtete. »Feminismus ist Faschismus für Feiglinge«, schrieb mal ein kluger Kopf (weiß nicht mehr wer). Da ist was dran.

Nicht alles, was in Spanien passiert, lässt sich (zumindest momentan noch) 1:1 auf hiesige Verhältnisse übertragen; etwa die sofortige Verhaftung eines falsch­beschuldigten Mannes. Aber die Motive, die derlei Entwicklungen antreiben, findet man auch in Deutschland zuhauf. Dieser genderideologische Fanatismus ist eben nicht nur ein bedauerlicher Betriebsunfall, sondern das Äquivalent für einen abgründigen, faschistoiden und allgemeinen Hass gegen Männer. Der Feminismus ist also nicht nur ein lapidares, ideologisches Randproblem – etwa so, wie man sich über irgendwelche Wirtschaftsmodelle, die Umstellung der Sommerzeit oder etwa die Dieselaffäre streiten kann. Denn nicht nur verhöhnt er originäre rechtsstaatliche Prinzipien (Unschuldsvermutung), er vergiftet zudem die Geschlechterbeziehungen auf eine höchst totalitäre Art und Weise – und das für viele Jahre und Jahrzehnte.

Wie will man angesichts solcher typisch westlichen Missstände den Männern noch ein schwülstiges Bekenntnis gegen häusliche Gewalt abringen? Nicht mal der Vergleich zu anderen Straftaten gibt das her. Verglichen mit anderen Gewaltdelikten ist die »Gewalt gegen Frauen« nämlich ein statistischer Popanz, auch wenn jeder einzelne Fall selbstverständlich einer zuviel ist.

Der (bewusste oder unbewusste) Rückzug der Männer aus dem Partnermarkt muss auf diesem Hintergrund auch nicht mehr großartig erklärt werden; er erklärt sich von selber. Es ist auch nicht die Aufgabe der Männer, die Frauen mit Engelszungen zu einem faireren Verhalten in Ehen und Partnerschaften zu bequatschen. Der feministische Staat selbst fördert diese Zustände und befriedigt – allerdings nur scheinbar – das höhere Schutzbedürfnis des neuerdings »empowerten« Geschlechts. Doch natürlich gibt es für alles einen Preis. Die Wartezeiten auf Mr. Right könnten sich z.B. bis zum Sanktnimmerleinstag verlängern.

Die offiziöse spanische Politik wundert sich inzwischen auch, dass die Fortpflanzungsrate unter den Iberern immer weiter zurückgeht und lanciert mal wieder ein paar schlecht gemachte Kampagnen, wie wir sie auch schon in Dänemark bestaunen konnten. Aber diese albernen »Mehr vögeln!«­-Werbe­kampagnen unterschätzen das Problem in zweierlei Hinsicht. Da sind natürlich nach wie vor die männerfeindlichen Gesetze, die die maskuline Sehnsucht nach familiärer Bindung ad absurdum führen. Noch viel mehr allerdings unterschätzt die feministische Nomenklatur die Nachhaltigkeit ihrer eigenen toxischen Manöver. Ich habe jedenfalls noch keinen Mann kennengelernt, der, wenn er einmal den systemischen Fehler der Geschlechterbeziehungen erkannt hat, jemals wieder das eheliche Joch zu tragen bereit gewesen ist. Freiheit ist ein kostbares Gut, das man nicht so leicht wieder weggibt.

Hat jemand eigentlich mal nachgehalten, was aus unserem historischen »Nein heißt Nein«-Gesetz geworden ist? Ziel dieser theatralischen Maßnahme war ja damals, »dass mehr Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht werden«. Hat wohl nicht funktioniert, sonst wüssten wir es längst.

 


Kategorie: Male, Female, Politik, Gesellschaft

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20.09.2018

Das stimmt nicht. Es sind vor allem die Feminilistinnen selbst, die sich in einer österreichischen...

Kat: Male, Female, Kultur, Politik, Gesellschaft
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Flintenuschi bläst wegen eines Noch-Nichtereignisses schon mal die Backen auf.

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05.09.2018

Ein offensichtlicher Trugschluss: Die AfD hat die SPD schon mal auf den dritten Platz verdrängt.

Kat: Male, Female, Politik, Gesellschaft
28.08.2018

Die Politik ist ganz doll betroffen von der Randale in Chemnitz. Ach was.

Kat: Politik, Gesellschaft
21.08.2018

Die Initiatorin der #metoo-Kampagne Asia Argento hat sich selber als Vergewaltigerin bloßgestellt.

Kat: Male, Female