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Femis verstehen das nicht...

25.06.2018

...was die Männers an dieser Fußball-WM so doll finden.

Kaum ein anderes Ding ist so ein Jungs-Ding wie das Theater um die »Fußballweltmeisterschaft« alle vier Jahre. Obwohl, man sieht ja auf den Fanmeilen auch viele Frauen mitfeiern. So eine innige Eintracht zwischen Männern und Frauen unter einem gemeinsamen Motto ist sonst eher selten – zumindest wenn man sich am Empörungsgrad der gewöhnlichen geschlechterpolitischen Wasserstandsmeldungen außerhalb einer Fußballweltmeisterschaft orientiert.

In der übrigen fußballarmen Zeit werden ja sonst immer in den Schlagzeilen mindestens ganze Zeitenwenden beim zukünftigen Geschlechterverhältnis prognostiziert. Aber während der großen Fußballtourneen verschwinden diese Prophezeiungen der femi-futuristischen, aber spaßfreien Rollenverständnisse auf magische Weise und alle haben sich plötzlich lieb.

Wenn man wie die Femis den Kopf voll mit diesen merkwürdigen »stereotypen Rollenbildern« hat, dann ist der Aufmerksamkeitsverlust für das gefönte Geschlecht während so einer Fußball-WM natürlich unerträglich und führt zu allerlei mimosenhaften Attacken. Beispiel: Dass die adipöse Frau Roth uns wieder mal vor einem drohenden Nationalismus während der Weltmeisterschaft warnen musste, ist am Ende lediglich ein Synonym für ihre schiere Eifersucht. Immerhin liegen sich wildfremde Männer und Frauen öffentlich in den Armen und haben freiwilligen Körperkontakt! Aber niemand will mit der Drama Queen Roth die Weltmeisterschaft feiern, buhuu. Sie nervt einfach zu sehr und begreift das sinnstiftende Element dahinter überhaupt nicht. Kann die eigentlich nicht mal woanders blöd sein? Herrje.

Es stimmt ja: Als Frau kann man dieser Kumpel-Euphorie (und der damit einher gehenden Unaufmerksamkeit gegenüber den üblichen femininen Alltags-Wehwehchen) nur entgehen, wenn frau sich ihr restlos ergibt und komplett in die Welt der Millionen Fußballnerds, Freizeittrainer und Hilfskommentatoren eintaucht. Das ist ähnlich wie im Karneval.

Übrigens: Die krampfhaften Versuche, dem vor sich her dümpelnden »Frauenfußball« einen ähnlichen Glamour anzudichten, fanden ja nicht mal die Frauen selber reizvoll. Dieses sektiererische Mann-Frau-Ding, das sich die Genderistas so dringend bei jeder medialen Flatulenz herbei wünschen, ist also ein klassischer Rohrkrepierer. Nein, Männer lieben männliche Vorbilder – die berühmten »Frauen und Kinder« aber auch. Suck it, Femis.

Wenigstens zeigt so eine WM, dass die allermeisten Männer und Frauen, ganz entgegen dem medialen Alarmismus von #metoo und ähnlichen Plagen, sich mindestens alle vier Jahre offensichtlich nicht auseinander dividieren lassen wollen. Wenn man wie die Feministas auf geschlechterpolitischen Krawall gebürstet ist, dann sind die Bilder von tausenden eng aneinander gestapelten, heteronormativ feiernden Fußballfans latürnich ein Graus und voll der patriarchale Rückschritt. Blöd für sie is außerdem, dass man von sexuellen Übergriffen bei diesen Massenveranstaltungen auch nie was hört. Fanmeilen haben anscheinend fast gar kein Hashtag-Potenzial, echt schade. Nein, doch nicht schade.

Nicht vergessen sind z.B. auch die dramatischen Warnungen während der Weltmeisterschaft in 2006, als eine gewisse Nervensäge namens Alice Schwarzgeld vor zehntausenden eingeflogenen Prostituierten aus dem dunklen ehemaligen Ostblock glaubte warnen zu müssen, die während des Fußballturniers in Deutschland ihr Geschäft machen würden. Denn, so die naheliegende, bauchgefühlte Femilogik, es gibt ja für fußballvernarrte, bierselige Kerle nichts Wichtigeres, als ständig eine willige Frau in ihrer Reichweite zu wissen. Natürlich war das völliger Quark und ein klassisches Beispiel für feminine Selbstüberschätzung. Dummerweise haben Mumus aber eben doch keine paralysierenden Voodoo-Zauberkräfte. Leider kann man das Ihro Prinzessin Schwarzgeld aber nicht sagen, weil sie eine ziemlich dumme Prinzessin ist. Sie versteht das schon im Ansatz nicht – sonst wäre sie ja auch schlau. Sinnlos!

Und die Spiele?

Rein spielerisch fand ich dieses Turnier bisher so lala. Interessant ist aber, wie ich finde, dass sich in jedem Teilnehmerland das öffentliche Leben derzeit in einem Ausnahmezustand befindet. Manchmal, wie bei unserem letzten Gegner Schweden, artet das sogar in handfeste Ressentiments aus. Schweden hatte sich nämlich im Vorfeld des Spiels förmlich daran besoffen, den amtierenden Fußballweltmeister Deutschland unbedingt aus dem Turnier zu kicken. Das hat dort viele fette Schlagzeilen produziert, obwohl die ollen Schweden sonst eher nicht für übertriebenen Fanatismus berühmt sind. Und ein paar deutsche Betreuer haben sich sogar davon aufwiegeln lassen, was zu einem ordentlichen Ärger unter den Akteuren führte. Ist Schweden eigentlich in der NATO?

Als politisch interessiertes Bürgerlein fragt man sich bei soviel medialer Aufregung unwillkürlich, ob Schwedens plakativ vorgetragene Aversionen vielleicht auch was mit der hohen deutschen Politik zu tun haben könnten, insbesondere mit unserer geliebten stoischen Kanzlerin. Im Moment hadert sie ja mit so einigen Kollegen im europäischen Ausland; aus multiplen Gründen.

Aber auch bei den anderen Nationen kann man momentan allerhand martialische Gesten und böse Blicke mit hohem Verwünschungspotenzial für die gegnerischen Nationen bestaunen. Man könnte oft meinen, dass wegen ein paar vergeigten Fußballspielen morgen gleich der Dritte Weltkrieg ausbricht. Faszinierend.

Sporadisch wird das WM-Spektakel während der Sendungen auch noch durch politische Belehrungsfilmchen mit der Geschmacksnote »westliche Werte« aufgepeppt. Neulich bei der »Ollie-Show« (Oliver Welke, Oliver Kahn) brachte das transatlantisch gebriefte ZDF »zufällig« einen Sonderbericht über Putins korrupte russische Provinz. Es ging um eine Stadt, deren Name mit meinem Sprachvermögen leider inkompatibel ist. Russisch klingt für mich genauso, wie Kyrillisch für mich aussieht.

Hauptakteure des Beitrags waren jedenfalls drei junge Leute, die sich selber als »bescheuert« (i.S.v. rebellisch, unbequem) bezeichneten. Sie hatten u.a. auf die Korruption beim Bau eines Sportstadions in ihrer Stadt hingewiesen und sich damit staatlicherseits allerlei Schwierigkeiten eingehandelt (z.B. eine permanente Überwachung, Polizeischikanen u.a.m). Ach ja, etliche Stadionsitze waren minderwertig, hatten sie herausgefunden. Bestimmt wegen der russischen Putin-Korruption, suggerierte das ZDF.

Dann weinte das Zweite noch etwas rum über die verschärften Arbeitsbedingungen der westlichen NGOs in Russland. Plötzlich müssen die zahlreichen ausländischen NGOs in Russland nämlich erklären, wer sie wie finanziert. Das sind nicht selten staatliche Stellen in den westlichen Herkunftsländern. In anderen Ländern, etwa in der Ukraine, waren solche NGOs z.B. maßgeblich am Putsch beteiligt. »Westliche Wertegemeinschaften« haben Milliarden in NGOs und in diverse Farben-Revolutionen investiert. Komisch aber auch, dass Russland, welches selber kaum über eine derart erschlagende Anzahl an NGOs in anderen Ländern verfügt, es zu Hause mit diesen ominösen NGOs doch etwas genauer wissen will. Eigentlich legitim. Das weiß das ZDF auch alles, sie berichten's nur nicht.

Jo mei, wissen wir das mit der russischen Korruption jezz auch. Bei uns gibt's halt Kartellbildungen, Preisabsprachen und mafiöse Mauscheleien bei Stahl, Wurstwaren, Badkeramik, Kartoffeln, eigentlich überall, wo der liebe Staat momentan nicht so genau hinguckt – bestimmt auch bei dem einen oder anderen deutschen Stadionbau. Wie war das noch gleich mit der traditionsreichen Baufirma Bilfinger und der Ära eines gewissen Roland Koch ebendort, ein ehemaliger MP von Hessen?

Was die Redefreiheit angeht: Wo unser geliebter Staat nicht selber regulatorisch gegen unliebsame Zeitgenossen vorgehen kann, reicht heutzutage auch eine schlichte mediale Kampagne im üblichen #metoo-Format. Das funktioniert sogar ganz ohne polizeiliche Überwachung. Im Grunde sind solche schlüpfrigen Denunziationen sogar sehr viel effizienter, weil das Wording vom »unerschütterlichen Rechtsstaat und der wehrhaften Demokratie« gar nicht erst tangiert wird.

Die drei »Bescheuerten« in Russland liefen und kritisierten laut ZDF-Propaganda allerdings immer noch in ihrer russischen Stadt ungehindert herum, wenn auch unter Polizei-Beobachtung. Sogar das ausländische Fernsehen (ZDF) durfte einen Bericht über sie drehen. Wie unvorsichtig diese Gulag-Russen doch sind! Hoffentlich erzählt dem Putin niemand, wie easy das mit dem #metoo-Dingens funktioniert, wenn man jemanden von der Bildfläche verschwinden lassen will.

Alles in allem muss die Fußball-WM für Femis mit ihrem unablässigen Drang nach Geschlechterseparation eine schwer verdauliche Zeit sein. Aber man kann eben auch deutlich erkennen, dass es mit der grundlegenden Feindschaft zwischen den Geschlechtern nicht so weit her ist; so wie es Feminilistinnen dauernd behaupten. Wenn »toxische Männlichkeit« u.a. dazu führt, dass sich wildfremde Männer und Frauen in Millionenstärke für eine Sache begeistern können, haben die Lügenmedien ihren einseitigen Job offensichtlich verfehlt. Beruhigend. Jezz müssen nur noch die vielen netten Frauen ihre feminilistischen Klemmschwestern dauerhaft aus dem Rennen kicken. Wird noch. Erstmal muss Deutschland Weltmeister werden, dann sehen wir weiter, gell Mädelz?

 


Kategorie: Politik, Gesellschaft, Diverses

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