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Don Alphonso aus der FAZ gekickt: TAZ beleidigt

07.03.2018

Die FAZ hat sich von dem bekannten Blogger getrennt.

Don Alphonso (Kunstname des beliebten FAZ-Autors) hat über mehrere Jahre das Meinungsspektrum mit seinen bourgeoisen, manchmal etwas zu manieristischen Artikeln zu allerlei Themenbereichen aus Kultur und Politik bereichert.

Zuletzt wurde er einem größeren Leserkreis mit seinen Berichten über einen dilettantisch aufgezogenen »Onlinepranger« gegen Antifeministen (namens »Agent*in«) bekannt, der von der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt wurde. Der Pranger hatte einiges an Staub aufgewirbelt und weil sich die heilige feministische Einheitsmeinung mit diesem Onlinepranger dann doch nicht so easy dominieren ließ, stellte die HBS ihre finanzielle Unterstützung schließlich wieder ein. Im Femi-Lalaland mag man nämlich keinen offenen und schon gar keinen öffentlichen Widerspruch, besonders nicht, wenn die Kritik (wie von Alphonso) fundiert, stilsicher und auch noch gut recherchiert ist – journalistische Eigenschaften, an die die TAZ und ähnlich konditionierte Tendenzbetriebe nicht in hundert Jahren rankommen. Dafür fehlt ihnen einfach das Rückgrat und ein paar intellektuelle Grund­voraus­setzungen bei ihrem Personal.

Nun ist die TAZ aber schwer pikiert wegen Alphonsos Schicksal. Warum das? Darum: Die Reaktionen beim zweitgrößten Aufregungs- und Plapperportal Twitta auf Alphonsos unfreiwillige Demission ließen nämlich nicht lange auf sich warten – wie das heutzutage eben so üblich ist im »Neuland Internet«. Die Twitta-Gemeinde schreit empört »Zensur« und »Linke Erziehungsdiktatur« und hat auch schon den passenden Hashtag dafür: #AusFAZwirdTAZ.

Das finden die TAZ-Schreiber­linge aber gar nicht lustig, dass sie bei Twitta plötzlich als Äquivalent für Zensur und Gesinnungs­diktatur gehandelt werden. Shocking! Nun, diesen Status haben sie sich allerdings redlich verdient. Purer Dogmatismus (Feminismus u.a.) und eine ideologie­getriebene Meinungs­kultur gehören quasi seit Anbeginn zum Markenkern der TAZ. Es gibt so einige Dinge, die ein TAZ-Schreiber­ling aus Prinzip nicht hinterfragen darf. Man kann die TAZ durchaus als verlässliche Hauspostille der Grünen umschreiben und ähnlich unausgegoren wie bei den grünen Verbots­junkies gestaltet sich dann auch der niedlich-spießige TAZ-Kosmos.

Natürlich geht es wie so oft um Deutungshoheit. Es ist aber auch ein Kreuz, wenn jeder einfach so in diesem blöden Internet seine Meinung sagen darf – und das trotz der vielen flankierenden ZensurMaasnahmen wie dem »NetzDG«.

Es gab natürlich schon immer in der Geschichte Versuche, kritische Meinungen kleinzuhalten, zu unterdrücken oder einzelne Rebellierende aus dem Verkehr zu ziehen. Genauso oft sind die Herrschenden damit aber auch gescheitert und oft genug blieb ihnen als letzter Ausweg aus dem Verlust ihrer Meinungsdominanz nur die Dramaturgie eines vermeintlich äußeren Feindes – also der Krieg. Nicht zuletzt kosten ja die ganzen Schergen und Meinungsmultiplikatoren eine Menge Kohle und ihre tatsächliche Loyalität zum Herrscher ist ähnlich fragil wie die Loyalität zwischen einzelnen Herrscherdynastien selbst. Altruismus und Liebe sind – trotz aller Unkenrufe – eben am Ende doch nicht käuflich, sondern wollen verdient sein.

Was die TAZ (aber auch ihre anderen dubiosen KollegInnen in den Zeitschriften­regalen) immer noch nicht verstanden hat, ist die Geschwindigkeit, mit der das Internet inzwischen auf Versuche reagiert, bestimmte, vor allem staatsdienliche Zensurabsichten der Etablierten durchzusetzen. Dabei lässt sich die bundes­deutsche, »demokratische« Oligarchie so einiges einfallen, um ihr Narrativ prominent zu platzieren. Natürlich produzieren sie gebirgeweise durchschnitts­bürgerlichen Zorn und riskieren in immer schwindel­erregenderen Amplituden ihren eigenen fortschreitenden Untergang. Nicht mal die permanenten Verlustzahlen bei ihren Rezipienten bewirken bei unserer geliebten Systempresse so was wie einen minimalen Selbsterhaltungstrieb. Zwar gab es in den letzten Jahren hier und da Umfragen und Untersuchungen zum eklatanten Vertrauens­verlust seitens der Leser, aber zumindest mir ist von keinem Hauptmedium bekannt, dass es seine Firmenpolitik oder -ethik substanziell überprüft hätte. Nein, man wurschtelt (ganz wie die geliebte Bundeskanzlerin und ihr katzbuckliger Hofstaat) einfach so weiter wie bisher und geht mit wehenden Fahnen in den selbst verschuldeten Bedeutungstod. Für die Geschichtsbücher ist das mit Sicherheit keine günstige Empfehlung.

 

Annabel Punk-Knarrenkasten

Die neue CDU-Generalsekretärin, die so aussieht, als käme sie grad vom chinesischen Volkskongress bzw. aus der Tanzmeditation einer beliebigen Eso-Sekte, hat sich mit ihrer ersten Amtshandlung nach ihrer Intronisation gleich unbeliebt gemacht, indem sie eine »Frauenquote für den Bundestag« forderte.

Nun ist das Interesse der Frauen an Partei- und Palavermentsarbeit generell unterentwickelt. Über die Gründe lässt sich natürlich umfangreich fabulieren, aber das soll mir an dieser Stelle herzlich egal sein. Wer nicht kandidieren will, wird eben auch nicht gewählt; simple as that. Es gibt jedenfalls kein Ausschlussgebot für Frauen in der Politik, das ist mal Fakt. Sie aber will nun Parteien die staatlichen Zuwendungen kürzen, »wenn der zahlenmäßige Unterschied zwischen aufgestellten Kandidatinnen und Kandidaten mehr als zwei Prozent beträgt«.

Da hat jemand mal wieder aus lauter östrogengetriebener Ideologie heraus das Prinzip von demokratischen Wahlen nicht verstanden. Der Bundestag ist eben der Definition nach kein frauenzentrierter Safe Space, obwohl solche Versuche der feminilistischen Vereinnahmung demokratischer Organe immer häufiger auftreten. Aber anders als der Knarrenkasten sind durchschnittliche Frauen viel klüger: Statt sich mit männlichen Weicheiern in der Politik den Mund fusselig zu diskutieren, heiraten sie solche Tüpen doch lieber und haben mittels der Macht der Bettkante genau denselben Gestaltungsspielraum plus ein leistungsloses Einkommen. Wer darin ein grundlegendes kulturelles Phänomen entdeckt, denkt durchaus in die richtige Richtung.

Ähnlich verstrahlt war der Versuch einer überflüssigen »Gleich­stellungs­beauftragten«, unsere schöne Nationalhymne mit Gender-Duftmarken zu kontaminieren. Zum Glück hat Frau Merkel dem gleich eine Absage erteilt. Da hat sie, wahrscheinlich aus Versehen, ausnahmsweise mal was richtig gemacht. Offensichtlich weiß sie aus ihren diversen Heimsuchungen in den Duschräumen unserer Fußballnationalelf, dass man solche sprachlichen Spirenzchen wohl kaum zeitnah in die wohl frisierten Köpfe unserer modernen Fußball-Gladiatoren bekommt. Am Ende sind diese Spitzensportler so verwirrt, dass sie versehentlich vielleicht sogar die erste Strophe singen: »Schla-hand, Schla-hand über alles«. Mal gut, dass Literaturpapst Podolski nicht mehr in der »Mannschaft« ist. Mit dem hätte das garantiert nicht funktioniert.

 


Kategorie: Politik, Gesellschaft

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Flintenuschi bläst wegen eines Noch-Nichtereignisses schon mal die Backen auf.

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