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Nachrichten aus aller Welt

30.05.2018

Ich hechel mal ein paar zusammenhanglose Meldungen durch.

Schon wieder: Die »World Socialist Web Site« hat anscheinend etwas gegen die grundgute #metoo-Bewegung. Erst vor Kurzem beschwerte sie sich bitter über deren Auswüchse.

Diesmal berichten die weltweiten Sozialisten über den New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman, dem vier Frauen sexuelles Fehlverhalten vorwerfen. Die unbewiesenen Vorwürfe erschienen zuerst im »New Yorker«, nur wenige Wochen vor dem Ende der Bewerbungsfristen für diesen Topposten. Die Rufmordkampagne gegen Schneiderman fand auch eifrige Unterstützer in der »New York Times«. Die wiederum plädierte lautstark für eine Frau als nachfolgende Staatsanwältin. Ach was.

Der eigentliche Clou an diesem Skandal ist nicht etwa das Thema »Geschlechtergerechtigkeit« oder die Bekämpfung mutmaßlicher sexueller Übergriffe. Nein, Schneiderman hatte im Laufe seiner Amtszeit so einigen Banken und Firmen aus dem Wall-Street-Dunstkreis ans Bein gepinkelt:

Mr. Schneidermans große Leistung bei der Verfolgung der Wall Street bestand darin, dass er den großen Banken Strafzahlungen in Milliardenhöhe auferlegte, weil sie im Vorfeld der Finanzkrise fehlerhafte hypothekarisch gesicherte Wertpapiere verkauft hatten. Er sorgte dafür, dass ein Teil dieses Geldes Gruppen im ganzen Staat zugutekam, die ihre Häuser – oft als Zombie-Häuser bezeichnet – räumen oder zwangsversteigern mussten.


Aha! Daher weht also der Wind. Metoo entwickelt sich immer mehr zu einem destruktiven Denunziationswerkzeug, mit dem man unliebsame Typen ohne jede Beweisführung von ihren Posten entfernen lassen kann. Man muss nicht viel Fantasie aufbringen um zu erkennen, was solche Entwicklungen für das allgemeine Klima – insbesondere in Firmen – bedeuten.

Es könnte auch dazu führen, dass Frauen auf lange Sicht überhaupt nicht mehr an einflussreiche Posten kommen. Männliche Firmeninhaber oder Vorgesetzte könnten sich in Zukunft zweimal überlegen, ob sie Frauen einstellen bzw. befördern. Wer möchte sich schon möglichen Vorwürfen aussetzen, die überwiegend auf Hörensagen beruhen und sich einen Dreck um rechtsstaatliche Prinzipien scheren? Für tatsächliche Missbrauchsopfer tut's mir ehrlich leid; so ein Scheiß haben die nicht verdient.

Die Beliebigkeit, mit der #metoo in den Alltag Einzug hält, ist natürlich nicht nur auf betriebliche Aspekte beschränkt. Denn ein solches Geschacher, wie es bei Schneiderman auftrat, hat selbstverständlich auch Signalwirkung für ganz private Lebenssituationen. Ich fürchte, die aufgeregten Hühner, die sich an ihrer plötzlichen Machtbesoffenheit gegenüber beliebigen Männern delektieren, könnten bald feststellen, dass noch mehr Männer als bisher schon weibliche Nähe nur noch in genau abgegrenzten Situationen tolerieren.

Obwohl, vielleicht bin ich ja altmodisch und habe den Trend verpasst. Denn wozu sollte eine selbstbewusste Frau von heute noch irgendeinen Kerl benötigen? Kinder holt frau sich von der Samenbank, Karrieren kann frau mit #metoo und ein paar eingefrorenen Eizellen durchplanen (Hallo Fakebook!) und für das körperliche Wohlbefinden gibt es Dildos und Vibratoren wie Sand am Meer. Ist doch supi!

Wir müssen über Sperma reden

Die blöde Evolution hinkt den fortschrittlichen Geschlechterbeziehungen der metoo-Epoche allerdings um mehrere Äonen hinterher. Wie uns dieses informative Youtube-Video nämlich erklärt, wirkt sich sexuelle Abstinenz für Frauen scheinbar desaströs aus. Denn Frauen haben die für Männer unverständliche Tendenz, in beziehungslosen Zeiten gänzlich auf Sex – also auch Selbstbefriedigung – zu verzichten. Was da alles passieren kann, Wahnsinn! Sie werden stressanfälliger, das Immunsystem leidet, sie nehmen zu und sind anfälliger für Zivilisationskrankheiten wie z.B. Bluthochdruck.

Gerade, was die Gemütsverfassung ungevögelter Frauen betrifft, kann Sperma offensichtlich Wunder wirken, denn es enthält Botenstoffe und Glückshormone, die z.B. vor Depressionen schützen können. Laut »Psychology Today« ist der Unterschied von abstinenten Frauen gegenüber Frauen, die Sex ohne Kondom praktizieren, sogar signifikant.

Dummerweise verringert sich der Kuscheltrieb umso mehr, je länger Frauen keinen Sex mehr hatten. Dem kann frau natürlich durch Masturbation entgegen wirken, doch wie wir im vorigen Abschnitt gesehen haben, ist Selbstbefriedigung für Frauen anscheinend kein so zentrales Thema. Ich verstehe das durchaus: Ein Dildo kann schon mal keinen romantischen Urlaub finanzieren oder irgendwelche blinkenden Brillianten verschenken. Sehr schade.

Für die Tüpen erklärt sich aus dem o.g. Video möglicherweise auch so einiges bezüglich der dramatischen Gefühlseskapaden, die speziell sexabstinente Feminilistinnen mit der Zeit so entwickeln. Denn ohne Sperma tendieren sogar die liebenswertesten Frauen scheinbar verlässlich dazu, als besonders unangenehme und sozial unverträgliche »Cat Wimmin« zu enden. Ob dieser Artikel von Amazon diesem tragischen Schicksal entgegen wirken kann, darf allerdings bezweifelt werden.

Wiedervorlage »"Nackt in Wesel"

Neulich hatte ich ja relativ ausführlich von der Staatsaffäre um zwei abgehängte Nacktbilder im Weseler Kreishaus berichtet. Erstaunlich, aber wahr: Selbst das Ratsmitglied der Linken im Moerser Rathaus Gabriele Kaenders (die beanstandeten Bilder kamen seinerzeit von einer Moerser Künstlerin) hat kein Verständnis für den zensorischen Eifer, mit dem die Gleichstellungsbeauftragte im Weseler Kreistag erotische Gemälde aus eben diesem Gebäude entfernen ließ. Sie kommentiert die Posse um die zwei Nacktgemälde mit einiger Süffisanz, wie ich finde.

Unterdessen rechtfertigt sich die blamierte Gleichstellungsbeauftragte in Wesel damit, dass sie aufgrund fehlender Richtlinien überhaupt nicht wisse, wie sich ein Nacktgemälde von einer Pornodarstellung unterscheidet. Jesses! Ein klarer Fall von Sperma-Mangel! Kaenders fragt sich dazu:

[...] "ob die Gleichstellungsbeauftragten ihre Stelle nicht gründlich missbraucht haben. Über viel Zeit verfügen sie auf jeden Fall."


Als hätten wir das nicht geahnt, newahr. Ich dachte auch immer, Pornhub sei eine Seite für Kunstinteressierte. Gleichstellungsbeauftragte sind so überflüssig wie ein Loch im Kopp, aber echt.

 


Kategorie: Male, Female

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