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Meine Fresse, diese Presse!

02.02.2017

Die Medien lernen es einfach nicht.

Hatten wir nicht schon seit Längerem eine Diskussion über ein grundlegendes Glaubwürdigkeitsproblem unserer Hochleistungspresse? Hatten wir! Haben sie nicht mit stetig sinkenden Auflagenzahlen zu kämpfen? Aber ja! Und haben sie etwas aus dieser selbst verschuldeten Misere gelernt? Nö.

 

Muslim Ban

Ein Paradebeispiel an einseitiger Berichtbestattung! Wie die Geier stürzen sich die Medien auf diesen Skandal, der tatsächlich einer ist, aber der nicht unbedingt eine Ausgeburt Trumpscher Boshaftigkeit darstellt, sondern von Vorgänger Obama ganz ähnlich gehandhabt wurde. Aber weil Obama in der Presse everybody's darling ist und weil Trump den Mainstreammedien als Feindbild für alle Gelegenheiten gerade gut in den Kram passt, »vergisst« die versammelte Journaille mal eben, dass sie eigentlich die Pflicht hätte, möglichst alle Standpunkte widerzugeben. Und so läuft das bereits seit Ewigkeiten, nicht nur in diesem Zusammenhang. Tatsächlich stammt der »Muslim Ban« noch aus Obamas Amtszeit, meint zumindest Russia Today. Auch J.P. Watson hat eine differenziertere Sichtweise auf dieses Thema.

Es ist ja nicht schwer – insbesondere für Journalisten – sich solche Informationen zu beschaffen, denn es gehört zu ihren originären Aufgaben. Sie können sich also nicht mit »haben wir gar nicht gewusst« davon stehlen und müssen sich den Vorwurf der Einseitigkeit gefallen lassen. Doch das größere Rätsel für mich persönlich ist dabei, warum die Hauptmedien trotz ihrer offensichtlichen wirtschaftlichen Einbußen ihre voreingenommene Berufsauffassung nicht für fünf Sekunden überdenken. Eine seltsame Todessehnsucht ist das. So dämlich kann doch keiner sein? Und warum müssen relativ unbedeutende Blogger eigentlich die Arbeit der Presse machen?

 

Flüchtlingskrise

Passt auch zum o.g. Thema: Auf »Fassadenkratzer« gab es eine hervorragende Zusammenstellung von allerlei juristischen Aspekten im Hinblick auf Einwanderungsprobleme. Der Text sei all denen besonders ans Herz gelegt, die meinen, dass man mit Teddybären und Pappschildern ganze Völkerwanderungen steuern kann. Gehört m.M.n. in jeden Schulunterricht; mindestens in jedes Juristen-Seminar und natürlich auch in die Journalistenausbildung.

 

Bill Burr

Einer meiner Lieblinge aus der US-Comedy-Szene. Burr ist gerade Vater geworden und ätzt gegen all die Bedenkenträger – insbesondere andere Eltern – die ständig vom Kinderkriegen wie von einem schweren Schicksalsschlag schwadronieren. So ähnlich hört sich ja auch die Familienpolitik unseres frauenbesoffenen Staates an. Denn der würde am liebsten jedes Neugeborene sofort nach der Geburt in staatlich konforme Kinderkrippen stecken. Schließlich kriegen Frauen ja nur Kinder, weil sie in unserem patriarchalischen System ständig dazu gezwungen werden. Im Grunde können sie nämlich gar nichts dafür – so wird uns das jedenfalls seit Ewigkeiten verkauft – und deshalb muss der Staat sie vor den schrecklichen Folgen männlicher Sexsucht beschützen.

Es stimmt schon: All den gut gemeinten Ratschlägen zur Elternschaft, egal ob staatlicherseits oder durch Privatpersonen, sollte man bei einer Familienplanung weiträumig aus dem Weg gehen. Ich erinnere mich z.B. noch lebhaft an meine Mutter, die irgendwann mitbekam, dass unsere Tochter ein paar Tage nach dem angepeilten Geburtstermin noch immer nicht auf die Welt kommen wollte. Meine Mutter verlangte, dass ich doch mal ein ernstes Wort mit dem Frauenarzt meiner Ex reden sollte, denn da könne ja wohl etwas nicht stimmen. WTF?

Auch beim Thema »Frauenmarsch gegen Trump« (da klemmt regelmäßig die Taste »m«, wenn ich »Frauenmarsch« tippen will; komisch) hat Burr eine eindeutige Meinung. Für ihn war insbesondere der peinliche Auftritt dieser abgehalfterten Madonna die Spitze der Bigotterie. Und so isses auch. Wie eine Schafsherde läuft die versammelte feministische Agitprop-Front irgendwelchen Halbwahrheiten, die durch die einseitige Mainstream-Presse aufgebauscht wurden, hinterher.

An einer anderen Stelle im Internet (Link vergessen) fragte ein Interviewer die Teilnehmer des Marsches in London, wogegen sie denn eigentlich bei ihrem »Wimmin's march« protestieren. So genau wusste das keine, außer dass es irgendwas mit »pussy grabbin'« zu tun hatte. Die meisten Befragten kriegten dazu nicht mal einen vollständigen Satz zustande. Jaja, wenn die liebe Politik nicht irgendwas mit Pussys zu tun hat, hört man meistens nichts von diesen angeblich so hoch engagierten Schafen. TTIP, China, Russland, Syrien, Flüchtlingskrise, Kriegsgefahr – das sind alles keine brennenden Themen, aber Pussy und Grabbing, da kriegen sie garantiert spitze Ohren und einen überhitzten Laufimpuls. »Oversexed and underfucked« kommt also schon hin als Erklärung.

 

Datingportale und Doppeldenk

Mit Stringenz und Gradlinigkeit haben es unsere holden Damen generell nicht so, wenn man diesem Video glauben will. Offensichtlich ist eine der zentralen Fragen der Frauen auf Datingportalen nämlich die nach der Körpergröße ihres potenziellen Lovers. Ich lese ja so was nicht. Genauso gut könnten – so das Video – doch Männer auch mal unverbindlich nach dem Gewicht der Zukünftigen fragen. Aber, was soll ich sagen: Bei solchen ungebührlichen, tüpisch männlichen Fragen hagelt es dann förmlich #Aufschreie und »Petitionen gegen Frauenfeindlichkeit«. Zum Glück (für die Weiber) haben wir aber bald genügend zweifelhafte, halbstaatliche Kontroll- und Zensurinstitutionen, die derartiger »Hate Speech« den Garaus machen werden. Sie sind ja solche Sensibelchen, unsere Frauen.

 

St. Martin Chulz

Ebenfalls so ein Produkt der Hochleistungspresse, dieser mäßig telegene Würselner, der nun zum Kanzler-Shootingstar hochgelobt wird. Angeblich soll der ehemalige Eurokrat, seinerzeit Vortänzer einer nutz- und machtlosen Plapperbude in Brüssel, die sich seit Jahrzehnten der völligen Missachtung ihres eigenen EU-Wahlvolks »erfreut«, nun zu einer Art Robin Hood fürs bundesdeutsche Prekariat umgedichtet werden. Nur glaubt ihm das außer in den Mainstreammedien keiner. Wie auch: Die Spezialdemokraten haben für das durch HartzIV, Leiharbeit und Minijobs gebeutelte Volk schon lange keine Überzeugungskraft mehr. Inhaltlich bewegt sich die Tante SPD ja sowieso keinen Millimeter bzw. das, was sie als Fortschritt in ihren Papers zusammen faselt, hat für den bundesdeutschen Alltag keinerlei Relevanz. Sie tauscht lediglich die Gallionsfigur aus und hofft, dass die Wähler es aus reiner Vergesslichkeit und unter der Knute eines durchfinanzierten Medien-Hypes schon schlucken werden. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass dieser Schuss garantiert nach hinten losgehen wird. Wer sagt's der SPD? Ich bin da nämlich außen vor, denn ich bekomme von der SPD regelmäßig Stresspusteln und Herpesschübe. Eklig.

 

Lickster

Das nenne ich mal eine nützliche Erfindung: Lickster – Cunnilingus Training App {The Kloons}. Bekanntlich sind ja die sexuellen Stimulationen bei Frauen so einigen Unwägbarkeiten unterworfen, von denen sie oft genug selber gar keine Ahnung haben. Deshalb ist die richtige Vorbereitung für die angemessene Technik schon mal ein guter Anfang – gerade bei jungen, unerfahrenen Männern. Genau dafür gibt es Lickster. Wahrscheinlich darf man das laut Google wieder nur mit einem Erwachsenen-Account ansehen, aber ich bin sicher, dass ihr wisst, wie das geht.

 

Ten Meter Tower

Es ist nicht alles schlecht, was in der Mainstreampresse erscheint. Besonders gefallen hat mir ein Filmchen bei der New York Times, in dem Menschen auf einem 10-m-Sprungbrett beobachtet wurden Das knistert geradezu vor Spannung. Wenn man außerdem ein bisschen weiter klickt, gibt's noch einen Kurzfilm über Knastinsassinnen in der ehemaligen DDR – der lohnt sich schon aufgrund seiner speziellen Ästhetik.

 

Koko the Gorilla

Robin Williams war sicherlich einer der außergewöhnlichsten Schauspieler unserer Zeit. In diesem Youtube-Video zeigt sich seine tiefe Emotionalität und Herzlichkeit einmal von einer ganz anderen Seite, nämlich bei einer Begegnung mit der Gorilla-Dame Koko. Von wegen »Männer können keine Gefühle zeigen« – völliger Bullshit. Na ja, eher könnten so manche Frauen noch was von Koko lernen...

 


Kategorie: Diverses, Politik, Gesellschaft

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08.12.2017

Der Hashtag #metoo als »Bullshit Of The Year«.

Kat: Male, Female
29.11.2017

...und nicht die Lösung.

Kat: Politik, Gesellschaft
28.11.2017

Das meint zumindest Frauenministerin Katarina Barley in der TAZ.

Kat: Male, Female
23.11.2017

Jakob Augstein würde für eine Falschbeschuldigung nur zu gerne in den Knast gehen.

Kat: Male, Female, Kultur, Musik
17.11.2017

Laut Deutschlandfunk darf man dessen Musik nicht mehr hören.

Kat: Diverses, Politik, Gesellschaft