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Über die zu kleinen Frauen

07.09.2017

Frauen sind deshalb im Schnitt kleiner als Männer, weil die Tüpen ihnen immer alles wegfressen – behauptete sinngemäß eine Doku bei arte.

Durch puren Zufall stieß ich neulich auf eine feministisch aufgehübschte TV-Dokumentation mit der Frage, warum Frauen durchschnittlich etwa 15 Zentimeter kleiner als Männer sind. Titel war »Wissenschaft - Gesundheit und Medizin • Warum sind Frauen kleiner als Männer?« Keine Ahnung, ob man den Streifen noch in irgendeiner Mediathek finden kann.

Zunächst mal irritierte die Filmschaffend*&§%$_Innen (hoffentlich hab ich jezz kein Geschlecht ausgeblendet), dass es – rein pragmatisch betrachtet – eigentlich gar keinen Grund geben sollte, weshalb ausgerechnet die armen Frauen soviel kleiner sind als die ehemaligen Herren der Schöpfung. Schließlich wäre es doch, von der blöden Natur her betrachtet, viel sinnvoller, wenn die Frauen größer als die Männer seien. Denn die Köpfe ihrer Babys sind derart riesig im Vergleich zu anderen Tierarten, dass die Geburt so eines Menschleins für die Frauen vor allem in früheren Epochen ein ernstes Risiko darstellte. Das stimmt sogar! Die Intellenz des Homo Sapiens (wieso eigentlich »Homo«?) bläst (»bläst« – echt jezz?) des Menschen Schädel quasi wie einen Luftballon auf. Schließlich müssen diese ganzen schrägen Gedanken oder die vielen Passwörter, die man sich merken muss (und diverses andere lebensnotwendige Zeugs) ja untergebracht werden, newahr. Und so ist der Weg durch den Geburtskanal schon eine ziemlich sportliche Angelegenheit; sowohl für das Kind als auch für die Mutter.

Aber warum sind die Frauen dann so klein? Müsste sich dieser evolutionäre Nachteil nicht im Laufe der Zeit aus der menschlichen Entwicklung ausgeschwitzt haben, so wie es dieser Darwin einst herausgefunden hat?

Ach ja, die Natur. Dass es beim Menschen zu solchen eklatanten und frauenfeindlichen Größenunterschieden gekommen ist, lässt sich in der Natur längst nicht immer nachvollziehen. Oftmals sind nämlich die Weibchen die größeren Exemplare. Blauwale zum Beispiel: Bei denen muss sich das Muttertier allein deshalb schon groß und rund fressen, damit es sein Kalb auch anständig säugen kann, bevor die beiden in den arktischen Kühlschrank abwandern und Eisbären jagen (glaub ich).

Überhaupt wurde in der Sendung allerlei Getier zusammengetragen, die die These vom »natürlichen« Größenunterschied zwischen den Geschlechtern konterkarieren sollten: Frösche, manche Insekten, die berüchtigten Gottesanbeterinnen usw. Schließlich kam man auf die Idee, dass bei den Wesen, die polygam leben (z.B. bei den Hirschen oder den Schimpansen, aber auch beim Menschen) fast immer die Männchen größer sind. Das bräuchten sie, so die These, um die vielen Nebenbuhler ihrer Weibchen in die Flucht schlagen zu können. Bei Tieren, die monogam leben, gäbe es kaum einen Größenunterschied zwischen den Geschlechtern, wie z.B. bei einigen Vögelarten. Gut, das hätten wir also schon mal geklärt. Frauen müssen also nur schön brav und treu bleiben, dann wachsen sie auch besser – langfristig betrachtet (ab und zu gießen und düngen natürlich).

Unklar ist allerdings, warum die Frauen dann trotzdem nicht größer sind. Das Problem mit der zu kleinen vaginalen Geisterbahn während der Geburt ist damit ja nicht aus der Welt.

Schließlich darf man auch annehmen, dass Frauen beim polygamen Sex ebenfalls einen beachtlichen Anteil mittragen. Beim Menschen allerdings sei es generell schwierig, zu verlässlichen Aussagen zu kommen, denn anders als alle anderen Lebewesen betreibt der Mensch Sex nur äußerst selten in der Öffentlichkeit und deshalb seien die Aussagen zu seinem Fortpflanzungsverhalten immer mit einer gehörigen Unwägbarkeit verbunden. Da bin ich aber froh, dass das so ist! Obwohl, es ist mir schon durchaus passiert, dass Publikum anwesend war, aber offensichtlich ist das halt nicht die Regel, wie ich später feststellen musste. Ich wusste das damals halt noch nicht. Wir waren jung, unerfahren und supergeil – sogar die Mädelz. Früher war eben alles besser.

Auch die Erklärung, dass Männer aufgrund der sexuellen Präferenzen der Frauen im Laufe der Evolution an Größe zugelegt haben könnten, fanden die TV-Erklärbärinnen nicht befriedigend. Sie behaupteten außerdem, dass die Arbeit der Steinzeitfrauen mindestens so kraftraubend war wie die Jagd ihrer Männer. Das könne also schon mal nicht der Grund sein, warum die Frauen in Sachen Körpergröße immer noch benachteiligt sind.

Die engagierten und aufgekratzten TV-Dokumentaristinnen ließen nicht locker. Anhand von umfangreichen Musterungsunterlagen konnten Forscher nämlich die Größen der Männer aus vielen Jahrhunderten durchforsten und kamen zu dem Ergebnis, dass auf dem Höhepunkt der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert die Männer ärmerer Schichten durchschnittlich um 15 cm kleiner als die Hochwohlgeborenen waren.

»Soso, schon wieder diese 15 cm Unterschied«, so der süffisante Kommentar. Könnte also eine böse soziale Verwerfung der Grund für einen derartigen Unterschied sein? Und weil man schon mal auf dieser kriminalistischen Spur war, lag der Gedanke latürnich nahe, dass vielleicht auch die bösen Männer den Frauen wichtige Ernährungsmittel vorenthalten. Beweis: Die Schimpansen (schon wieder) machen das so – aber auch einige Naturvölker, bei denen die Tüpen ihren Frauen immer nur die Knochen zum Abnagen übrig lassen. Sogar die Frauen selber fanden das anscheinend ganz normal, denn es stellte sich heraus, dass sie ihre weiblichen Babys länger schreien ließen als die männlichen, wenn die Hunger hatten. So etablierte sich im Laufe der Zeit angeblich eine Sozialstruktur, die nachteilig für die Frauen war und schließlich zu ihrer typischen, relativen Kleinwüchsigkeit führte.

Problem erkannt – Problem gebannt! Das ganze Gewese um die winzigen Frauen ist damit letztendlich nur eine Frage der patriarchalischen Unterdrückung. Jezz ist auch klar, wie man diesem Übel endlich beikommen kann, nämlich mit der Allzweckwaffe »Gender Studies« – so ihre These! Nur sie können auf Dauer die geringere Größe der Frauen als evolutionären Irrweg beseitigen, weil sie die schönsten und plakativsten Erklärungen liefern können. Selbst die unbegabteste Dumpfnudel kann sich nämlich merken: Männer = immer schuld.

Tja, Jungs: So geht heutzutage Wissenschaft. Hoffentlich erzählt den Weibern niemand, dass auch die männliche Intelligenz für Frauen ein sexuelles Selektionskriterium darstellt. Je schlauer der Mann, desto attraktiver ist er für die Frau. Umgekehrt gilt das längst nicht immer. Aber erzählt denen das bloß nicht, sonst drehen sie völlig am Rad! Gender Studies hin oder her.

 


Kategorie: Male, Female

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