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Egal, wohin man guckt...

26.08.2010

Von: Stadtmensch

Heute fielen mir zwei Meldungen auf, die gegensätzlicher kaum sein könnten.

Wahrscheinlich von Aliens gebaut: ein Förderturm.

Der erste Text erschien in der Zeit online und hatte als Thema »Was ist männlich? Sechs ZEIT-Autoren beantworten die Frage«. Darin schreibt u.a. die Redakteurin Ines Radisch folgendes über Männer:

 

Was ist ein Mann? Ich habe meine drei Töchter gefragt. Die erste Tochter sagt: Männer sind doof. Die zweite Tochter sagt: Männer finden sich selbst immer toll. Die dritte Tochter sagt: Bei den Männern klemmt es zwischen den beiden Gehirnhälften. Ich sage: Kinder, hört mir zu. Es war einmal vor langer Zeit, da waren Männer Leute, die nicht weinen konnten, die keine Töchter wollten und die ständig Krieg führten.

Das war schlimm. Und noch schlimmer als die doofen Männer waren die großen Männer. Ein großer Mann bekam nämlich nicht nur das größte Stück Fleisch und das jüngste Stück Frau. Ein großer Mann durfte auch groß denken, groß handeln und groß irren. Die großen Männer waren die gefährlichsten, denn es gab meistens niemanden mehr, der sich für noch größer hielt als sie sich selbst. Den Allergrößten unter ihnen nannte man deswegen Gröfaz. Den großen Männern haben wir das größte Unglück zu verdanken.

 

Die zweite Meldung war der Bericht über eine kolumbianische Gold- und Kupfermine, in der seit drei Wochen 33 Bergleute eingeschlossen sind. Ihre Bergung wird wahrscheinlich noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Das bedeutet im Klartext, dass diese Männer ihre Familien frühestens an Weihnachten wiedersehen werden. Bis dahin müssen sie in 700 m Tiefe ausharren.

 

Die Radisch von oben ist ein Paradebeispiel dafür, dass Feministinnen i.d.R. einen geistigen Horizont wie bei einer Amöbe aufweisen. Nie im Leben käme diese Männerverächterin auf die Idee, dass es eben überwiegend Männer sind, die für den Wohlstand einer Gesellschaft ihr Leben aufs Spiel setzen. Berechenbar, wie so ein Subjekt wie die Radisch nun mal ist, wird sie wahrscheinlich darauf verweisen, dass die kolumbianische Bergbau-Tragödie in unserem sauberen und grundguten Deutschland ja niemals passiert wäre. Wahrscheinlich wird sie darin lediglich einen Beweis für südamerikanische Schlampigkeit ausmachen, die nach ihrem Duktus natürlich irgendwelche machohaften, männlichen Befehlsgeber zu verantworten haben. Und damit hat sie die Dimension des feministischen Problems in unserem Land natürlich um Lichtjahre verfehlt. Mann müsste dieser Ignorantin die »Zeit« (die Samstagsausgabe natürlich) links und rechts um die Ohren hauen, bis sie es endlich kapiert.

 

Es geht nicht so sehr darum, ob in anderen Ländern Sicherheitsstandards nicht so hochgehalten werden wie bei uns. Es geht darum, dass all diese Drecksarbeiten hauptsächlich von Männern ausgeführt werden und zwar ganz unabhängig davon, um welches Land es sich handelt. Und es geht um die Profiteurinnen, die zu nichts anderem fähig sind, als Männer zu überflüssigen, lästigen und despotischen Halbwesen zu erklären. Rassismus nennt am so was in anderen Zusammenhängen. Es ist faschistoid - das sage ich nicht, um Eindruck zu schinden, es ist eine nüchterne Feststellung.

 

Es ist weiterhin schlicht ein eklatanter Mangel an Allgemeinbildung, wenn man ignoriert, dass der Wohlstand, auf dessen Basis die Radisch ihre hasszerfressenen Elaborate in die Öffentlichkeit posaunt, nicht einfach so vom Himmel fällt. Anscheinend braucht diese Frau keine Kraftwerke, die von Männern erdacht und gebaut wurden, damit sie beim »Schreiben« ihren Latte Mikado (oder wie das heißt) schlürfen kann. Anscheinend läuft ihr Computer auf Pflanzenbasis, sonst bräuchte sie nämlich genau das Gold und das Kupfer, für das kolumbianische Männer derzeit festsitzen. Sie könnte nicht duschen, ja nicht mal aufs Klo gehen, hätten Männer ihr nicht diese Dinge unter ihren feministischen Arsch geschoben - so sieht das aus und nicht anders.

 

Die Radisch alleine wäre nicht so problematisch. Aber sie ist leider nicht die einzige. Es gibt nur wenige Presseorgane, die nicht in regelmäßigen Abständen diese merkwürdige Form der Volksverhetzung betreiben. Auch die TV-Sender machen es nicht besser. Angesichts einer allseits willigen Bereitschaft, alles, was Frauen betrifft, zur Übermenschlichkeit und alles, was Männer betrifft, zum Ekel zu erklären, fällt mir nur diese eine treffende Beschreibung für deren berufliches (journalistisches) Selbstverständnis ein: eine einzige Schafsherde.


Kategorie: Diverses

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