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Feminismus für Dummies • Heute: »Heteronormativität«

09.08.2010

Von: Stadtmensch

In unserer Reihe »Schwierige Begriffe unerklärt« beschäftigen wir uns heute mit einem zentralen Aspekt feministischer Dampfplauderei, der »Heteronormativität«.

Herr B. macht sich fit die weibliche Zukunft.

Die gute Nachricht vorab: Heteronormativität ist für antifeministische Menschen i.d.R. nicht ansteckend und auch nicht übertragbar. Also normalerweise.

Heteronormativität hat mit Mumus und Zipfeln zu tun. Beispiel: Wenn eine Frau nicht genau weiß, ob sie Lust hat, mit einem Zipfel ins Bett zu steigen, dann sagt sie vielleicht »ich habe Migräne«. In Wahrheit aber, so lehren uns die Gender Studies, leidet sie an Heteronormativität. Das ist, wenn die Frau ihr ganzes Leben lang so dolle unterdrückt wurde, dass sie denkt, sie müsste sie sich für Zipfelträger interessieren, sich für sie schön machen, sie anbaggern, sie verführen, sie sogar anfassen oder - noch viel schlimmer - sie im Endstadium heiraten. Welche Frau will das schon?

Heteronormativität heißt also nichts anderes, als dass die Werbeindustrie oder die Medien so stark von Männerbanden unterwandert sind, dass den Frauen medientechnisch quasi eingetrichtert wird, sie müssten sich für diese komischen Männer interessieren. Aber das machen Männer nur, weil sie jemanden zum Putzen brauchen. Ohne Frauen würden diese Männer nämlich gar nicht wissen, dass man auch mal putzen muss. Und wieviele tausende männliche Singles sind schon elend verhungert, weil sie nicht wussten, was kochen ist!

 

So versucht das Patriarchat seit Jahrtausenden, die Frauen in eine Rolle zu zwingen, die Frauen bei ihrer Geburt gar nicht gewollt haben - Heteronormativität wird nämlich wie fast alles andere überwiegend anerzogen. Wenn eine Frau frisch auf die Welt kommt, weiß sie doch noch gar nicht, ob sie vielleicht lieber Mumus statt Zipfel mag. So gleich nach der Geburt ist eine Frau ähnlich neutral wie, sagen wir mal, eine Kaulquappe. Bei einer Kaulquappe ahnt ja auch niemand, dass mal ein ganzer Frosch daraus wird.

 

Und nun kommt im Falle der Frau das Patriarchat daher und hämmert ihr permanent von Kindesbeinen an ein, dass Zipfel für sie interessanter sind als andere Mumus: Hier mal ein Puppenhaus, da eine Prinzessinnenkrone oder sogar eine Barbie mit Ken. Später kommen dann solche furchtbaren Dinge wie Reihenhaus und Sportwagen dazu. So wird aus einem neutralen, unschuldigen Wesen schnell ein komplett verwirrtes und formbares Subjekt ohne eigene Entscheidungsgewalt. Die sexuellen Traumas sind vorprogrammiert: Die meisten Frauen kriegen gegen ihren Willen Kinder und schon haben wir einen heteronormativen Befall epidemischen Ausmaßes.

Das alles kann man mit Feminismus bekämpfen. Frau Dr. A. Schwarzer (das ist die, die auch in der Bravo schreibt) hat in ihrem Ärzte-Buch »Männer sind Schweine« durch langwierige Untersuchungen herausgefühlt, dass ungewaschene Männer an allem schuld sind und die Anlagen zu Heteronormativität sogar übertragen können. Sie schreibt auf Seite 926ff:

 

»Das strukturelle Gewaltpotential der Heteronormativität entsteht schon durch bloßen Körperkontakt mit hygienefremden, männlichen Objekten, wie unsere jahrhundertelangen Untersuchungen gezeigt haben. Dabei werden heteronormative Bakterien in großer Anzahl übertragen, was in 23 % aller Fälle zu einer Infektion mit H. führt. Nur durch die regelmäßige Einnahme von feministischen Dekonstruktivismus-Tabletten (Beauvoir forte plus von PfizerIn) kann man den patriarchalischen Verfallsprozess verlangsamen.«

 

Dr. Schwarzer fordert daher eine bessere Frauengesundheitspolitik und einen freien Zugang für alle Frauen zu allen Aufsichtsräten. »Die Regierung MUSS handeln«, so Dr. Schwarzer.


Kategorie: Male, Female

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