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Nerdstuff: Schleichwerbung für ein cooles Soundpaket

25.08.2010

Von: Stadtmensch

Das ist was für das Spielkind Stadtmensch: Komplete 7 von Native Instruments.

Ich glaube, es war die bekannte Computerzeitschrift c't, die seinerzeit die beiden wichtigsten Kriterien für jedwede Kaufentscheidung einführte. Das ist zum einen der MMHF, der »Muss-Man-Haben-Faktor« und zum anderen der WAF oder auch »Woman's Acceptance Factor«. Noch mehr als TÜV-Plakette, CE-Norm oder Entstörungserklärung entscheiden diese beiden Faktoren am meisten über die Anschaffung eines Produktes - zumindest in Paarhaushalten. Kabel z.B. haben einen ganz, ganz schlechten WAF. Da muss man als Ausgleich mindestens mit dem »Keyboard For Blondes« gegensteuern.

Das neueste Spielzeug für Musiker kommt mit einem extrem hohen MMHF daher und kann - zu Hause richtig angewendet - ebenfalls mit einem passablen WAF dienen. Es heißt Komplete 7 und stammt von der Berliner Softwareschmiede Native Instruments. Wie der Firmenname schon andeutet, beschäftigt sich diese Truppe mit Musik, allerdings nicht, wie der Name vielleicht vermuten lässt, mit Instrumenten für Eingeborene. Vielmehr kann man mit den Instrumenten von NI (das ist die offizielle Abkürzung) in einem speziell konfigurierten Musikcomputer stundenlang abgedrehte Sounds spielen, an Millionen von virtuellen Knöpfchen rumfummeln und dabei Gott und die Welt vergessen. In einer Paarbeziehung wirkt sich das u.U. suboptimal aus, falls gerade solche bahnbrechenden Fragen à la »wie findest du meine Frisur« der Klärung harren.

Losgelöst von allen dramatischen Frisurfragen ist die aktuelle Version Komplete 7 mal wieder der Hammer. Schon die Vorgängerversion hatte ein enormes Suchtpotenzial und bot viele Gründe für unerquickliche Beziehungsgespräche aufgrund von akuten Aufmerksamkeits-Mangelerscheinungen auf der weiblichen Seite.

Nicht umsonst heißt einer der mitgelieferten Synths »Absynth« und so klingt er auch. Ein ideales Werkzeug, um z.B. sphärisch dichte Filmmusik zu kreiieren. Weiterhin ist der Synth »Massive«, der schwer in Richtung Industrial-Sounds konzipiert ist, wieder mit an Bord. Und auch die bisherigen Soundmodule »Kontakt« (ein Sample-Player), »Reaktor« (eine eher experimentelle Soundschrauber-Werkbank), »Battery« (das Drum-Modul), »FM8« (eine extrem aufgebohrte Variante der legendären DX7-Soundarchitektur) sowie »Guitar Rig« (Verstärker-Simulation) haben umfangreiche Updates erfahren. Besonders gefallen hat mir natürlich die Amp-Simulation für Rammstein-Gitarrensounds bei Guitar Rig.

 

Im Bereich Brot-und-Butter-Sounds liefert NI endlich wieder interessante Instruments aus dem Sektor »Schweineorgel« (Hammond B3/B4). In denselben Bereich gehören etliche E-Piano-Module, die die üblichen Rhodes- oder Wurlitzer-Sounds abdecken. Daneben finden sich auch einige Clavinet-Varianten, wobei mich das Klangbeispiel auf der NI-Homepage, verglichen mit den sehr authentischen Clavinetsounds von Logic Studio, nicht vollkommen überzeugt hat.

Zusätzlich gibt es noch amtliche Soundbänke für Kontakt, z.B. verschiedene Konzertflügel sowie Erweiterungen für Battery, die die speziellen Drumsounds der Abbey-Road-Studios reproduzieren.

Wer sich einen Eindruck über die Soundmöglichkeiten verschaffen möchte, dem sei die Seite von Native Instruments empfohlen. Dort gibt es auf der Produktseite von Komplete 7 umfangreiche Klangbeispiele. Flash sollte allerdings im Browser aktiviert sein. Leider war die Seite von NI temporär nicht erreichbar. Deshalb hier nur der Link zur Domain; zur Produktseite bitte durchklicken.

 

Es gibt derzeit keine Klangbibliothek, die zu diesem Preis (499,- Euro Vollversion, 199,- Euro Upgrade) einen derart üppigen Umfang bietet. Unbedingt empfehlenswert.

 

Ach, und noch was: Im letzten Komplete-Paket lag als Goodie ein Schlüsselband. Vielleicht wären ein Makeup-Set oder Probeabos der »Feindin« bzw. »Das Goldene Blah« als Beilage sinnvoller. Eine Diddl-Maus ginge auch. Wegen WAF und so.


Kategorie: Diverses, Musik

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