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Pudelmanifest

24.05.2010

Von: Stadtmensch

Trotz gewichtiger Themen wie der vergangenen NRW-Wahl, dem Geeiere um die Finanzkrise oder die Büttenreden von Frau Schwesterwelle ist mir im Sumpf vergangener Nachrichtenaufreger eines besonders hängengeblieben: Das »Männermanifest der Grünen«.

Doch lange will ich mich mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung dieses strunzdummen Machwerks von vorvorgestern nicht aufhalten. Der Inhalt dieses »Männermanifestes« enthält nämlich wirklich keine sonderlich neuen Phrasen aus der feministischen Plauderwelt, sondern die altbekannten. Zudem sind die dort eingetragenen Kommentare wie so oft um Lichtjahre erkenntnisreicher als das Manifest selbst – sofern man mal von notorischen Internet-Nervensägen wie »toter Edding« (alias Isquierda, berüchtigt aus ihren selbsterklärt zerstörerischen Aktivitäten bei der Piratenpartei) oder »Pistazienweib« absieht.

 

Nein, inhaltlich kann man mit sich mit so einer Kacke nicht auseinandersetzen, das geht nur auf der Sarkasmusebene. Da labert eine halbglatzige, von jedem erotischen Vorteil entkernte »AutorIn« (Ihres Zeichens Ohneglied bei den NRW-Grünen) Plattitüden herunter, wie man sie vor 30 Jahren schon nicht hören mochte. Und alles nur, um der Grünen-Dramaqueen Künast, der Big Mama aller Softies der Welt, den Bauch zu pinseln. Die befand dann auch in einem Antwort-Video messerscharf, dass ein Männermanifest bei den Grünen nur eines bedeuten kann: Jetzt wird den Frauen endlich mal geholfen. Frauen sind ja nach dem Duktus dieser grünen Erbsenhirne stets »besonders betroffen« oder »noch lange nicht dies…« und »seit Jahrtausenden jenes…«.

 

Die Grünen und die Geschlechterfrage, das ist in etwa spannend wie eingeschlafene Füße. Ganz abgesehen von den ideologischen Verzerrungen, auf denen solche Elaborate zu Geschlechterfragen basieren (z.B. dem »Dekonstruktivismus«) stehe ich immer ratlos vor der Frage, was so schön daran ist, sich ständig als »OpferIn« irgendwelcher dunklen, obskuren, patriarchalischen Bünde zu sehen, deren einziges Ziel angeblich die Herabwürdigung von Frauen ist. Diese Betroffenheitsnummer und dieser »aber ich kann nichts dafür«-Schwachsinn sind einfach nicht mehr zum Aushalten.

 

Noch etwas will mir nicht einleuchten: Wer um Himmels Willen gibt denn solchen intellektuellen Tieffliegern bei so einer wichtigen Wahl wie in NRW seine – pardon ihre – StimmIn? Nicht, dass ich glaube, von allen politischen Lügnern wären die Grünen die schlimmsten. Man kann grundsätzlich davon ausgehen, dass persönliche Unfähigkeit gepaart mit einem gewissen, übersteigerten Geltungsdrang fast zwangsläufig eine solide Grundlage für eine Politikerkarriere sind – und dieser Mechanismus ist ja bei allen übrigen Parteien genauso virulent. Nicht mal die EU schützt uns langfristig als Sammelbecken vor unseren komplett talentlosen Dampfplauderern wie etwa Stoiber oder Koch-Mehrin (oder wie diese Null heißt, die sich neulich bei »Hart aber weich«, pardon »Hart aber fair« so wunderbar selber enttarnt hat).

 

Grün ist so ziemlich das Letzte, was man wählen darf. Den Grünen geht es nicht um unsere Umwelt, das ist alles nur Fassade. Spätestens seit solche Sofa-Revoluzzer wie Fischer oder Trittin Regierungsverantwortung hatten, muss man jeden, der diesen Opportunisten Moral unterstellt, für komplett verblödet erklären. Die Grünen, die ich kenne, fahren allesamt fette Autos und machen ihre Scheißpolitik in wohltemperierten, steuergeld-finanzierten Rauchfrei-Büros. Hartz IV ist für die Grünen kein Thema, wiewohl sie es mitzuverantworten haben. Die Bankenkrise ist für die Grünen kein Thema, obwohl unter ihrer Ägide wesentliche »Liberalisierungsmaßnahmen« in der Finanzpolitik auf den Weg gebracht wurden. Hör ich da jemand »aber die SPD« rufen? Na sicher doch, die genauso!

 

 


Kategorie: Male, Female

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