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Feminismus - Versuch einer allgemeingültigen Beschreibung, Klärung eines Begriffes

14.11.2010

Von: Narrowitsch

Feminismus bezeichnet gleichermaßen Ideologie und einen losen Zusammenschluss vorrangig von Frauen, aber auch einigen Männern, zum Zweck der Zerstörung oder Veränderung sämtlicher gesellschaftlicher Strukturen, soweit sie herkömmliche Geschlechterverhältnisse betreffen, insbesondere der Traditionen, Sitten und Gebräuche, zugunsten der Gesamtheit aller Frauen.

Feministische Aktivitäten lassen sich vereinzelt über Jahrhunderte zurückverfolgen, eine erste Phase feministischen Aufschwungs geht mit dem Siegeszug der industriellen Revolution einher und entfaltet sich endgültig während der sogenannten zweiten Frauenbewegung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Frauenbewegung und Feminismus werden oft, aber unzutreffend synonym gebraucht – nicht jede soziale Frauenbewegung konnten FeministInnen okkupieren.

 

Feminismus beruft sich wesentlich, jedoch selektiv, auf zwei Ideale der Aufklärung und der Französischen Revolution – Freiheit und Gleichheit –, sowie auf diverse Erklärungen allgemeiner Menschenrechte, denen Feminismus die behauptete Existenz sogenannter Frauenrechte zur Seite stellt. Zu den Frauenrechten zählt er u.a.: Die alleinige Entscheidungsmacht über Sein oder Nichtsein vorgeburtlichen Lebens, das primäre Verfügungsrecht über die leiblichen Kinder, materielle Autonomie (unabhängig von eigener Erwerbstätigkeit), Vorrang weiblicher Vorstellungen in Partnerschaft, Sexual- und Familienleben, sowie besondere Förderung in der Ausbildung, im Berufsleben und die Erlangung kultureller, wirtschaftlicher und politischer Macht.

 

Den Feminismus kennzeichnen vielfältige individualistische Weltsichten, die verunmöglichen, ihn als eine einheitliche Theorie und allgemeingültige Definition darzustellen. Zwischen den Hauptströmungen »Gleichheitsfeminismus«, der im dekonstruktivistischen Feminismus extreme Weiterentwicklung erfährt und dem sogenannten »Differenzfeminismus« tummeln sich zahlreiche Feminismen, die sich in verschiedene Untergruppen besagter Hauptströmungen zusammen fassen lassen.

 

Charakterisiert den Gleichheits- oder dekonstruktivistischen Feminismus die Annahme einer Universalität beider/vieler Geschlechter, also ihre Wesensgleichheit, die jedwede, nach Geschlecht differenzierte Handlungs- und Sichtweise verbietet, so propagiert der Differenzfeminismus das exakte Gegenteil, nämlich die naturgegebene Unterschiedlichkeit der Geschlechter. So sehr VertreterInnen der erst genannten Strömung allein Kultur für tatsächliche und behauptete Missstände im Umgang der Geschlechter miteinander verantwortlich machen, stimmen sie mit ihrem biologisch argumentierenden Widerpart mindestens in folgenden Hauptgedanken überein:

 

  • Die über lange historische Epochen hinweg bis in die Gegenwart hinein existente moralische Überlegenheit des weiblichen Geschlechts über das männliche, sekundäre Bedeutung der Männer beim menschlichen Reproduktionsprozess, Definition des Patriarchats als willkürlichen und historisch überflüssigen Unterdrückungsmechanismus, der vorrangig Frauen an der Entfaltung allgemein herausragender Fähigkeiten hindert und den es deshalb radikal, also von der Wurzel her, auszurotten gilt. Feminismus begreift sich als Weltverbesserungsbewegung; ökonomisch-wirtschaftliche Belange sieht er nachgeordnet, Männer als mehr oder minder unterentwickelte Wesen, die, so sie vielfältigen, oft sich widersprechenden Forderungen feministischer AktivistInnen verweigern, auch mit Mitteln staatlicher Gewalt zu gefordertem Verhalten gezwungen werden müssen.
  • Zu diesen grundsätzlichen Anschauungen treten – entgegen eigener Gleichheits- und Fortschrittsrhetorik – weitgehende Übereinstimmungen mit (männlich) konservativem Gedankengut soweit sie sich der weiblichen Allgemeinheit als nützlich erweisen, wie beispielsweise beim Unterhaltsrecht.
  • Eng mit der Vorstellung einer moralischen Überlegenheit DER FRAU verbinden feministische Gruppen die Trennung der Welt in einen vorwiegend weiblichen Opferbevölkerungsteil und einen ausschließlich männlichen der Täter – aus dem Opferstatus DER Frau leiten sie moralische Verpflichtungen aller Männer gegenüber allen Frauen ab. Gesellschaftlich belangvolle weibliche Täterinnengruppen existieren in feministischen Überzeugungen nicht.

 

Als weiteres wichtiges Bindemittel zwischen der Vielfalt feministischer Gruppen funktionieren ähnliche Methoden zur Verbreitung ihrer Weltanschauung und zum Erreichen jeweils opportuner Ziele. Als wichtigste Methode muss wohl die Herabsetzung des öffentlichen Ansehens aller nichtfeministischen Männer angesehen werden, und zwar nicht nur im gegenwärtigen Kampf um Macht und Einfluss, sondern noch mehr im historischen Kontext. So werten FeministInnen von Männern erbrachte Leistungen auf allen gesellschaftlich oder privat relevanten Handlungsfeldern – Wissenschaft, Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Militär, Recht, Kunst, Literatur und Familie – in der Regel als zerstörerisch wirksam, unvollkommen, oder aber als Ergebnis hintergründigen weiblichen Wirkens, welches von herrschenden patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen gezwungen wird, Männer als Werkzeuge zu benutzen. Selbst Männer, die sich um den Feminismus Verdienste erwarben, erfahren nur selten angemessene Achtung. Meist verschweigen Feministinnen den enormen Anteil, den Männer am Erfolg ihrer Bewegung, bei der Durchsetzung ihrer Forderungen leisteten.

 

Einigkeit besteht auch – wenigstens im Großen und Ganzen – in der Ablehnung herkömmlicher, allein der Vernunft verpflichteter Wissenschaft. Statt einseitige, seelenlose Vernunft als Maßstab für wissenschaftliches Denken fordern FeministInnen die Einführung des Gefühls in wissenschaftliche Forschung, Lehre und Publizistik. Für diesen Handlungsansatz fanden und finden sie breite Zustimmung und Unterstützung bei einer Vielzahl Wissenschaftler, deren Theorieansätze im Bereich »menschliche Gesellschaft« sich nur schwer beweisen lassen und die namentlich auf den weiten Feldern der Sozialwissenschaften, der Politikwissenschaft und Teilgebieten der Psychologie wirtschaften.

 

Solche und ähnliche Handlungsweisen und Dogmen des Feminismus – gleich welcher Spielart – blieben seit jeher in der Öffentlichkeit nicht unumstritten. Daraus erklärt sich feministisches Streben nach Formen von Deutungs- und Definitionsmacht, die Widerspruch oder Diskussion nur begrenzt zulässt. Zu großen Teilen gelang es feministischen AktivistInnen, dieses Streben in der Gegenwart und der jüngsten Vergangenheit zu beachtlichem Erfolg zu führen. Ein Indiz dafür ist die Tatsache, dass alle etablierten Parteien in der BRD und eine Vielzahl Nichtregierungsorganisationen (NGO) weltweit jede Debatte über die Berechtigung überproportionaler Beteiligung feministischer Gedankenträger an gesellschaftlich schwerwiegenden Entscheidungen ablehnen; die Infragestellung des Feminismus als solchen gilt als obsolet.

 

Fatale Folgen feministischer Definitionshoheit und Anspruch auf moralische Überlegenheit zeigen sich besonders im Familien- und Sexualstrafrecht: Feministisches Denken sorgte bislang dafür, dass das Familienrecht die finanzielle Lasten von Ehescheidungen in der Regel ausschließlich den Männern aufbürdet und zwar bis an die Grenze ihrer Existenzfähigkeit. Das formaljuristisch angestrebte gemeinsame Sorgerecht für beide Eltern können Frauen de facto ebenso folgenlos unterlaufen, wie die Folgen der Straftat Kindesentzug.

 

Reale Chancengleichheit für ein erfülltes nacheheliches Leben spielt im Feminismus keine oder eine untergeordnete Rolle, gleichberechtigte Elternschaft funktioniert als rhetorische Phrase, die er gelegentlich argumentativ nutzt, um Männer in eine gewünschte Rolle zu zwingen oder sie dazu zur freiwilligen Annahme zu motivieren.

 

Innerhalb des Familienrechts unterstützt Feminismus weibliche Bestrebungen, die biologische Vaterschaft zu marginalisieren und eine herbei definierte soziale Vaterschaft als Wahlrecht für Frauen zu präferieren. Jede Frau soll das Recht besitzen, zeitlich wechselnde soziale Väter zu bestimmen und willkürlich, nach Gefühls- und Finanzlage auszutauschen. Einen Gipfelpunkt dieser Ansprüche bildet die argumentative, politische und juristische Schützenhilfe für Samenräuberinnen und Mütter, die sogenannte Kuckuckskinder von Männern unterhalten und aufziehen zu lassen, meist ohne deren Wissen.

 

Damit macht sich Feminismus des (staatlich) akzeptierten Betruges schuldig.

 

Den männlichen Wunsch nach mittlerweile schwierigkeitsloser Feststellung biologischer Vaterschaft erschweren Feministinnen sowohl per juristischer Winkelzüge, als auch via Einflussnahme auf politische Entscheidung, ein grundsätzliches uneingeschränktes Recht auf biologische Vaterschaftsgewissheit lehnen sie ab.

 

Von Anbeginn seiner Existenz beschäftigte Feminismus Sexualität. Zunächst lag in seinem Fokus die sexuelle Selbstbestimmung und Erfüllung der Frau. Getreu der Auffassung von der moralischen Überlegenheit der Frau und der Aufteilung der Gesellschaft in männliche Täter und weibliche Opfer formulierten Feministinnen eine Reihe obskurer Theorien und Forderungen, die teilweise innerhalb der Bewegung heftig umstritten blieben. Weitgehende Einigkeit herrschte bei der Forderung des Rechts der Frau auf Orgasmus und sexuelles (Selbst-) Bestimmungsrecht der Frauen. Heftig umstritten blieb unter vielen anderen eine These, nach der es sich bei vaginaler Penetration um Vergewaltigung handele, die These vom Recht für Frauen polygamer Geschlechtsbeziehungen – auch während der Ehe – einzugehen sowie die Bedeutung lesbischer oder bisexueller Partnerschaften.

 

Besondere Bedeutung innerhalb der zweiten Welle des Feminismus erlangte die Theorie einer angeblichen Zwangsheterosexualität, sie fungiert und fungierte als ideologischer Kampfbegriff gegen die von weiten Kreisen der Gesellschaft akzeptierte traditionelle, monogame und auf Dauer angelegte Mann-Frau-Partnerschaften.

 

Obwohl die Gesellschaft weibliche Homosexualität im 20. Jahrhundert gesellschaftlich zumindest duldete, bleiben besonders radikale Feministinnen bei diesem unscharfen Begriff, auch wenn ihn gemäßigte Schwestern verwerfen. Aufrufe Ersterer zu homosexuellen Praktiken, vor allem in den eigenen Reihen und damit verknüpfte Vorstellungen, lesbische Lebensart als Maß jeweiliger Aufklärung und Progressivität zu begreifen, legt die Annahme nahe, Homosexualität könnte als Waffe gegen die heterosexuelle Mehrheit und als Avantgarde für eine bessere Welt konzipiert worden sein. Namentlich in besagten radikalen Kreisen sorgte Gruppendruck für die Genesis so genannter Bewegungslesben, die heterosexuelle Lust verleugneten oder leugnen mussten, wollten sie ihre frauenkämpferische Reputation nicht verlieren. Der aus taktischen Gründen unausgesprochene Traum von einer lesbischen Machtelite, die nichts, auch nicht durch emotionale oder sexuelle Berüherungspunkte, mit Männern verbunden fühlt, erfüllte sich nicht. Ob Bewegungslesben emotionalen Schaden nahmen, war bislang nicht Gegenstand öffentlicher Debatten, womöglich verhindert dies das geforderte Gebot verschiedener Bewegungsanführerinnen vom Primat weiblicher Solidarität.

 

Wahrhaft revolutionär erweisen sich feministische Forderungen nach dem Recht für Frauen, selbst zu bestimmen, welche männlichen Handlungen als Sexualdelikte oder Straftaten zu gelten haben. Noch weiter gehen allerdings Forderungen nach Beweislastumkehr in Vergewaltigungsstrafverfahren, sie zielen auf die Substanz bewährter Rechtsnormen und des Rechtsstaates BRD.


Feminismus gebraucht tatsächlich begangene, vermeintliche oder nach Gusto definierte sexuelle oder sexuell motivierte Übergriffe einzelner Männer gegen einzelne Frauen nicht allein zur Forderung nach unnachgiebiger Strafverfolgung sexueller Gewalt, will Frauen nicht nur vor unangenehmen oder missverständlichen Erscheinungen bewahren, wie sie sich beim Umgang zwischen den Geschlechtern auch unbeabsichtigt ergeben können, er sorgt gern für soziale und juristische Normen, die Frauen in die Lage versetzen, sie missbräuchlich und folgenlos zur Disziplinierung ihrer Kollegen, Parteifreunde und Familienmitglieder nutzen können.

 

Einen beachtenswerten Ruf erwarben sich FeministInnen für ihr Engagement gegen Kindesmissbrauch. Konzentrierten sie sich zunächst auf das Schicksal geschändeter Mädchen, dehnten sie es später auf alle Kinder aus. In vielerlei Kampagnen wirkten sie bei der Erschaffung eines Klimas mit, in dem sich kein Mann vor dem Vorwurf Kindesmissbrauch sicher sein kann. Weibliche Täterinnen dürfen sich weitgehender Nichtbeachtung in den Kampagnen oder aber der Diagnose vom Patriarchat hervorgerufener Traumata erfreuen. Sichtbarer Höhepunkt feministischen Umgangs mit Missbrauchsvorwürfen zeigen die Vorgänge um die als »Wormser Prozesse« in die deutsche Justizgeschichte eingegangene Hexenjagd gegen einen vermeintlichen Vergewaltigungs- und Pornoring.

 

Kritiker feministischen Verfolgungseifers und Antifeministen sprechen treffend seit geraumer Zeit vom »Missbrauch mit dem Missbrauch«. Namentlich während und nach Scheidungsverfahren steigt der Vorwurf des Kindesmissbrauchs gegen Väter signifikant an. Die Fragen, ob und in welchem Maße feministische Kampagnen Frauen in Scheidungssituationen dazu ermuntern, die feministisch behauptete Tabuzone inzestuöser Gewalt gegen Kinder zu enttabuisieren oder ob sie aus höchst eigennützigen Interessen Väter kriminalisieren, stößt in feministischen in Zirkeln auf geringe Diskussionsbereitschaft.

 

Neben dem Privaten, welches laut feministischer Definition politisch zu sein hat, begreifen Feministinnen den gesamten öffentlichen Raum als Männerbastion, die es zu schleifen und auf deren Trümmern eine geschlechtergleichberechtigte oder -gleichgestellte Gesellschaft zu errichten gilt. Spätestens seit dem Kampf um das Stimmrecht für Frauen spekuliert Feminismus wegen des demografischen Übergewichts von Frauen auf demokratisch legitimierte Frauenherrschaft. In der demokratischen Wirklichkeit scheiterten diese Vorstellungen am Wahlverhalten der Frauen. Deshalb tauschte Feminismus den Begriff Gleichberechtigung mit dem Begriff Gleichstellung aus und verschaffte ihm mit seinem Einfluss Verfassungsrang. Gleichberechtigung dient seither eher diffuser Gleichheitsrhetorik, denn als gesellschaftliche Handlungsmaxime.

 

Willkürlicher, aber interessengeleiteter Begriffsgebrauch zählt ebenso zu den herausragenden Strategien feministischer Weltverbesserung, wie die Nutzung von manipulierten Studien und Untersuchungen, sowie des regen Gebrauchs von Halbwahrheiten und Lügen. Sei es die Propaganda von Hexenverbrennungen als selbstentlarvender Akt patriarchalischer Gewalt gegen Frauen, die mit stark übertriebenen Zahlen arbeitet (Beispiel für lügnerische Geschichtsverzerrung), sei es die Diskreditierung der Schulmedizin als Herrschaftsform über den weiblichen Körper (lügnerische Verachtung männlichen Schaffens), sei es Verschweigen des tatsächlichen Anteils weiblicher an der familiären Gewalt (Halbwahrheit, also Wahrheit die lügt, weil sie verschweigt) oder sei es die sogenannte Lohnlüge, die behauptet, für gleiche Arbeit, unter gleichen Arbeitsbedingungen, bei gleicher Berufserfahrung und gleicher Qualifikation erhielten Frauen weniger Arbeitsentgeld und Aufstiegschancen als männliche Kollegen (manipulierte Statistiken) und dergleichen mehr – Feminismus bedient sich unlauterer Mittel, um im Namen der Gleichheit gesellschaftlich akzeptierte Ungleichheit zu produzieren.

 

Dazu zählen auch seit etlichen Jahrzehnten geforderte Quotierungen in Arbeitswelt und Machtzentren von Politik und Wirtschaft. Frauenquoten liegt der Gedanke von biologischer Gleichheit der Geschlechter zugrunde, die sich vor allem auf jeglichen Entscheidungsebenen widerspiegeln soll, auch in solchen Vereinen, Gremien, Unternehmen, Parteien, Armeen, sowie nationalen und internationalen Organisationen, besonders Nichtregierungsorganisationen, in denen Männer den weitaus überwiegenden Teil ausmachen und den Löwenanteil der Arbeitsleistungen erbringen.

 

Waren sie anfänglich als temporär begrenzte Hilfskonstruktionen konzipiert, die weibliche Berufstätigkeit in allen Bereichen ermöglichen und fördern, sowie angeblich spezifisch weibliche Fähigkeiten in die Arbeitswelt einführen sollten, so sind sie – von der breiten Öffentlichkeit wenig beachtet – längst zu festen Privilegien befördert worden, auf die allein Frauen Anspruch geltend machen dürfen. Frauenquoten, in der Regel mindestens 40 %, also nach oben unbegrenzt, gelten für lukrative Berufsfelder; sogenannte Todesberufe oder physisch schwere Tätigkeiten bleiben ausgenommen. In Bereichen, in denen Frauen deutlich überrepräsentiert beschäftigt sind, gelten Quoten nicht oder nur begrenzt.

 

Feministische Begriffswillkür findet auch für diese Erscheinung den passenden, also eingängigen Begriff: Er kombiniert Diskriminierung mit dem Wort positiv.

 

Feminismus erfand und erfindet Demokratie neu. Auch hier regiert die Quote, die das lang erkämpfte Recht auf allgemeine, geheime und gleiche Wahlrecht auf subtile Weise untergräbt und abschafft. Anstelle des Gleichheitsprinzips, nach dem jeder Kandidat und jede Kandidatin gleiche Chancen auf ein Mandat besitzen muss, verordnet Feminismus das Prinzip des Geschlechterproporzes, mit der Folge, Männer müssen in der Regel weitaus mehr Stimmen auf sich vereinen, als Frauen. Theoretisch kann eine einzige Stimme Frauen zu Ämtern und Entscheidungspositionen bringen.

 

Feministische Demokratie ist nach bislang allgemeingültigen Regeln zutiefst undemokratisch. Quoten sind innerhalb verschiedener feministischer Gruppen heftig umstritten. Die (Rechts-) Praxis deutet jedoch auf einen Sieg der undemokratisch agierenden Fraktionen hin und zwar parteiübergreifend bis in den Bundestag.

 

Die beachtlichen Erfolge lassen die diversen Feminismen bis auf den heutigen Tag nicht ruhen. Noch immer kontrollieren Frauen nicht autark sämtliche erwirtschaftete Güter, noch immer ist die Matrilokalität der Familien nicht durchgesetzt. Das Erb- und Namensrecht in weiblicher Linie lässt noch ebensoviel zu wünschen übrig wie beim Vetorecht bei männlichen Plänen und Projekten. Auch sind biologische Väter noch immer nicht völlig aus dem Familiengedanken eliminiert.

 

Das uralte feministische Ziel der (Wieder- )Erschaffung matriarchalischer Gesellschaftsstrukturen ist noch nicht erreicht. FeminstInnen definieren sich zutreffend und diffus als Gruppen, die etwas für Frauen erreichen wollen und zwar, erklärter Maßen, gegen den Willen und die Interessen. eigener Väter, Brüder, Söhne und Gatten. Ob Ideologie und Bewegung »Feminismus« das selbst verliehene Attribut »humanistisch« verdient, muss die Geschichte erweisen.


Kategorie: Male, Female

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