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Zickenkrieg!

09.11.2010

Von: Stadtmensch

Breaking News: Alice findet Kristina doof...

Ich liebe es, dieses Geplänkel zwischen der verhärmten Kampflesbe Alice Schwarzer und der wuseligen Familienministerin Kristina Schröder! Schröder findet laut diesem Spiegel-Artikel, dass die Frauenquote wie jede Quote »eine Kapitulation der Politik« sei. Außerdem sagt sie, dass heterosexueller Geschlechtsverkehr nicht gleichbedeutend sei mit einer »Unterwerfung der Frau«. Das konnte Schwarzer natürlich nicht unbeantwortet lassen und diskreditiert die Familienministerin als inkompetent.

Schwarzer ist ein hoffnungsloser Fall. Sie hat jedes Maß in Geschlechterfragen verloren - falls sie das jemals besessen hat. Nicht nur das: Schwarzer heftet sich an die erschlaffte Brust, ihr sog. Feminismus wäre »die folgenreichste soziale Bewegung des 20. Jahrhunderts, der Sie [Kristina Schröder] unter anderem Ihre ganz persönliche Karriere zu verdanken haben«. Wir wollen Schwarzer mal zugute halten, dass das Adjektiv »folgenreich« in mehrere Richtungen gedeutet werden kann. Es sind nur wenige »soziale Bewegungen« bekannt, die so totalitär aufgetreten sind wie der Schwarzerismus. Und dass Frau Schröder aufgrund der Gnade von Frau Schwarzer einen Ministerposten bekleiden darf, müsste der Schwarzer eigentlich den Titel »Lady Gaga« bescheren - wäre der nicht schon vergeben. Denn eine solche Anmaßung von Seiten der Omma-Chefredakteuse muss man schon fast kreativ nennen (i.S.v. »aus einem [geistigen] Nichts geboren«). Naja, da sie keine Lady ist, reicht »gaga« in ihrem Fall auch völlig aus. Wie wäre es übrigens mit »Tyrannosaura feminina«?

Wie immer, wenn eine Online-Zeitung etwas zum Geschlechterthema bringt und ihren Lesern eine Kommentarmöglichkeit zum Geschriebenen bietet, bricht auch im Spiegel-Online-Forum ein großes Tohuwabohu aus. Die meisten der unzähligen Kommentare zu Schwarzer sind erwartungsgemäß vernichtend und äußerst peinlich für diese morbide SchlachtrössIn der Frauenbewegung. Ich picke mal wahllos heraus:

 

Die olle Schwarzer hat im Gegensatz dazu irgendwie den richtigen Zeitpunkt verpasst. Hätte sie sich vor 10 Jahren aufs Altenteil zurückgezogen, wäre sie als große Persönlichkeit in die Geschichte von D eingezogen. So bleibt halt nur noch die BLÖD Kommentatorin im Gedächtnis hängen. (User Dominik Menakker)

 

Ich lach mich weg! Wer mit dem Feminismus streng ins Gericht geht, zeigt damit also nur persönliche Probleme und Unreife? Das erinnert mich an die Begründung, mit der die SED Dissidenten so gerne in Irrenhäuser abschob: Wer mit dem SED-Sozialismus nicht klar kam, konnte ja nicht ganz dicht sein. (User Christian Krippenstapel)

 

Natürlich gibt es auch Kommentatoren, die die heiligen Gebote der feministischen Apokalypse zutiefst verinnerlicht haben. Folgende urbane Legende fand sich daher ebenfalls in dieser regen Diskussion wieder:

 

Als Frau muss ich alles 10 mal so gut machen wie Männer und 3 mal so viele Überstunden schieben um das Gleiche zu verdienen. DAS ist ungerecht. (Userin EcceHomines)

 

Dass selbst das Statistische Bundesamt inzwischen nur noch von einer 8-prozentigen, strukturellen Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern ausgeht (statt der ominösen 23 %, die wir in den letzten Jahren immer vorgesetzt bekamen), hindert die Schafsherde der Feministinnen natürlich nicht daran, irgendwelche Zahlen als real zu verbreiten. »10 mal so gut machen wie Männer« - pah! Ich sage: Es sind mindestens 13,739 Mal! Wird sich schon irgendwer finden, der das so ausgerechnet hat. Hallo, Herr Gersterkamp? Herr Ebert von der gleichnamigen Stiftung? Ach nee, der ist ja schon gestorben - wahrscheinlich an Überstunden beim Ausrechnen all dieser Ungerechtigkeiten.

Was, liebes Publikum, ist eigentlich so faszinierend daran, sich als permanente OpferIn und als Verkörperung allen Weltschmerzes zu gerieren? Ich verstehe es nicht. Gut, die Profis unter den Unterdrückten - wie eben die bekannteste Patriarchats-OpferIn Schwarzer - machen damit Geld. Aber all den unbekannten Schafen, die ihre eigene Unterdrückung erst in irgendwelchen Offenbarungs-Seminaren der »Gender Studies« kennengelernt haben, müsste es doch peinlich sein, sich selber permanent als »nicht überlebensfähig ohne gesellschaftliche Krücken (wie die Quote)« einzuordnen? Was soll daran »emanzipatorisch, selbstbewusst« sein? Wer sich ständig als Outcast ohne jegliche Chance präsentiert, wer trotz milliardenschwerer Hilfsangebote, trotz unzähliger geschlechtsbezogener Fördermaßnahmen in Rumpelstilzchen-Manier auf seinen fatalistischen Opferstatus pocht, muss sich nicht wundern, wenn bald niemand mehr die vielgestaltigen Klagen ernstnimmt.

Genau das tun die Männer immer mehr und auf breiter Front. Inzwischen stellt sich die in früheren Jahren behauptete »Geburtenverweigerung (der Frauen)« als eigentliche »Zeugungsverweigerung (der Männer)« dar. Längst wenden sich immer mehr Männer davon ab, sich in jahrelangen Ehefehden aufzureiben und durch eine einseitige Familiengerichtsbarkeit nach einer bewusst seitens der Frauen einkalkulierten Scheidung ausbluten zu lassen.

An der Heftigkeit der feministischen Reaktionen kann man indes ablesen, wie sehr feminismuskritische Äußerungen den Nerv der Adressatinnen treffen. Dies ist übrigens kein neuartiges Phänomen. Seit jeher wurden Menschen, die sich ablehnend gegenüber dieser verquasten Ideologie äußerten, mit Diffamierung überzogen oder mit physischer Gewalt bedroht.

Gott erhalte Alice Schwarzer - und zwar bald!


Kategorie: Male, Female

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