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Das größte Mysterium aller Zeiten: Der weibliche Orgasmus

17.09.2010

Von: Stadtmensch

Was Placebos mit Frauen so alles anstellen...

Ich weiß: Das Thema ist ein Dauerbrenner und seltsamerweise für Frauen genauso unergründlich wie für Männer. Man fragt sich, was sich die Natur eigentlich bei der »Unergründlichkeit« des weiblichen Orgasmus gedacht hat? Natürlich mangelt es nicht an Studien, wenn auch die hier vorgestellte Studie nicht den Anspruch »repräsentativ« besitzen kann. In der Einleitung des Artikels heißt es u.a.:

 

Bei der Behandlung von Frauen, die unter sexuellen Erregungsstörungen litten, brachten auch Placebos den gewünschten Behandlungserfolg. Die Frauen berichteten während des Studienverlaufs von deutlich mehr befriedigenden Sexualkontakten und häufig auch von einer erhöhten Empfänglichkeit für Stimulationen – obwohl ihre Partner nichts anders gemacht hätten als zuvor.

 

Keine schlechte Sache: Mann nimmt sich ein paar Smarties, malt mit einem Filzstift ein »F« drauf (nicht »V(iagra)«; das knipst nämlich nur die Männer an) und schon ist die Frau zappelig! Da kann man das viele Geld für KO-Tropfen sparen, würde ich mal sagen.

 

Von der rein evolutionären Seite ist die Verschleierung der sexuellen Bereitschaft der Damen jedoch durchaus sinnvoll. Denn nur durch verstärkte Stimulationsbemühungen seitens der zotteligen Männer kann ein Weibchen, sorry eine Frau, feststellen, wer der fitteste Partner für sie ist. Der Mann muss sich also schon ins Zeuch legen, damit die Frau in Stimmung kommt. Das alles hat natürlich zum Ziel, möglichst fitte Nachkommen zu zeugen. Hat sich die Natur schlau ausgedacht, was? Wenn nun aber im Laufe der Evolution das Gehirn der Menschen größer wird, werden auch die Stimulationsbemühungen anspruchsvoller (was viele Männer glatt übersehen)! Es reicht dann kein Mammut-Knochen mehr und auch kein Bärenfell - und schwups haben wir »Kultur«, also schöne Gedichte (Literatur), schöne Liebeslieder, tolle Architektur (statt Felshöhlen) usw. Eigentlich ganz einfach. So gesehen, hatte sogar das einstige feminine Nörgeln über damals noch nicht erfundene Bügeleisen oder Waschmaschinen seinen Sinn. Ich wüsste jedenfalls nicht, dass die von Frauen erfunden worden sind.

 

Auch nicht schlecht, aber leider habe ich den Link dazu nicht mehr parat: Bei einer Wirbelsäulenpunktur (die ambulant durchgeführt wurde), stellte man einmal fest, dass bei der Stimulation eines bestimmten Nervs bei einer Frau sofort ein Orgasmus ausgelöst wurde. Dummerweise vergaß man, der Frau einen Schalter einzubauen. Naja, wahrscheinlich hätte das auch keine Krankenkasse übernommen.

 

Wir sehen also: Diesem Mysterium kann man sich von vielen Seiten nähern, ohne jemals das Geheimnis des weiblichen Orgasmus vollständig zu lüften.

 

Für tiefergehende Studien zum Thema Orgasmus sei dem geneigten Leser dieses angefügte Video empfohlen. Es handelt sich um einen längeren Film mit allerlei Infos zu diesem schlüpfrigen Thema. Für Kenner eher ein Abspulen bekannter Fakten, aber durchaus hübsch zusammengetragen und sogar jugendfrei (glaube ich jedenfalls). Grobes Fazit: Frauen brauchen länger, Männer nicht. Oder, um mit Jürgen von der Lippe zu sprechen: »Viele Männer leiden an einem vorzeitigen Orgasmus. Wieso eigentlich ›leiden‹?«

 

Ein feuchtes Wochenende wünscht euch
Stadtmensch


Kategorie: Male, Female

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