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Spitz wie Nachbars Lumpi

28.04.2011

Von: Stadtmensch

Oooch, das tut mir jezz aber leid: Die Frauen finden keine adäquaten Partner, sitzen zu Hause rum, aber kein Schokoladenprinz ruft sie an. Dabei würden sie doch so gerne mal wieder... kuscheln natürlich.

Eine Redakteuse der berüchtigten Zeitschrift »Omma« klagt uns ihr Leid: Stunde um Stunde starrt sie das nur dürftig befüllte Chatfenster an, in dem vor gefühlten unendlichen Zeiten der männliche Schwarm eines kürzlichen Kneipenbesuchs seine paar dürren Sätze hingetippselt hatte. Und dann - nichts mehr.

Aber klar doch: Frauen sind heute so irre selbstbewusst, dass die Männer allesamt »Angst vor den starken Frauen« haben. Ähnlich, als wenn man in einen Hundehaufen treten könnte, verhalten sie sich gegenüber Frauen, diese elenden Feiglinge. Kaum noch ein Mann macht ihnen den Hof, schmiert ihnen Komplimente in den Damenbart oder führt sie schick zum Essen aus. Das kommt daher, sagt die Autorin, weil Männer nicht damit zurecht kommen, wenn Frauen selber im Leben stehen, wenn sie selber ihr Geld verdienen, wenn sie »Ansprüche« haben.

Selbst den Männern aus dem Land der ewigen Liebe fällt das auf: Deutsche Frauen haben auch international einen ausgesprochen schlechten Ruf:

 

Anders als die feminin-selbstbewusste Französin hat die deutsche Frau ein Problem mit ihrer Weiblichkeit und mit Komplimenten.

 

Nein, besonders weiblich sind unsere deutschen Frauen wirklich nicht. Selbst wenn sie aussehen, als kämen sie gerade von einem Foto-Shooting für'n Otto-Katalog, selbst wenn sie also Mode tragen, die ihre rein anatomischen Erkennungsmerkmale als Weib, äh Frau betonen und anpreisen, wirken sie meistens so erotisch wie ein Sack Kartoffeln vom Biohof. Und sobald sie den Mund aufmachen, ist es ganz vorbei. Ich kannte doch tatsächlich mal eine, die ihrem neu errungenen Freund feministische Bücher anbefahl, bevor sie ihn ranlassen wollte. Gut, das ist ein extremes Beispiel, aber nicht erfunden.

Eine Weile mögen sie sich damit trösten, dass sie eben viel zu gut und viel zu taff sind, als dass ein gewöhnlicher Mann zu ihnen passen könnte. Aber irgendwann - und spätestens, wenn sie sich doch mal Kinder wünschen - stellen sie fest, dass es weit und breit keinen gibt, der sich auf solche Erbsenprinzessinnen langfristig einlassen mag. So blöd, wie Männer diesen Frauen vorkommen, sind sie anscheinend also doch nicht. Denn es ist keine Frage der Körbchengröße, ob man sich zu einer Frau hingezogen fühlt. Die Attribute »hübsch und sexuell attraktiv« sind nämlich Eigenschaften, deren Halbwertzeit extrem kurzatmig ist. Irgendwann, wenn die anfänglichen Hormonschübe abflachen, treten ganz andere Dinge in den Vordergrund und machen notwendig, sich auf andere Mechanismen als die rein optische Anziehung zwischen zwei Leuten zu besinnen. Wenn man als Frau natürlich immer nur im Kopf hat, man könnte Männer mit halbseidenen Illusionen in Stimmung und in Treue halten, so wie man einen Hund trainieren kann, dann ist das Ende der Romanze so sicher wie der Furz nach einem Bohnengericht. (Wobei man selbst Letzteres durchaus amüsant ausgestalten kann, gell Andrea?)

Aus der Einsamkeit und den achso selbstbewussten Sehnsüchten der Frauen machen andere prima Geschäfte. Dabei meine ich nicht die überbordenden Chemielabore, die sich Drogerien oder Parfümerien nennen und in denen Weibern endlos viel Kohle für nutzlosen Schnickschnack abgeknöpft wird, nein. Wer sich's leisten kann, fährt als Frau nach Nordafrika oder in die Türkei (wahlweise in die Karibik), um das sorgenbeladene Köpfchen an der durchtrainierten Brust eines dunkelhäutigen Jünglings anzulehnen. Dort werden sie von Männern nämlich noch hofiert, umschmeichelt und mit Komplimenten wie aus einem Bastei-Roman überschüttet. Das ist natürlich kein Sextourismus, denn sowas machen ja nur die fiesen Männer. Es ist Völkerverständigung! Für einen solch humanitären Fronteinsatz in den bedauernswerten, staubigen Gegenden dieser Welt können zwar öfter mal ganze Existenzen draufgehen, aber was ist schon eine Lebensversicherung oder das Ersparte gegen den großen Schwur im Mondschein auf dem Tretboot?

»Früher klebten die Männer wie Kletten an einem, aber heutzutage gucken sie jedesmal weg, wenn man sie anstarrt«, quengelte mal eine Arbeitskollegin in mein musikalisches Ohr. »Siehste«, dachte ich, »das ist genau die Einstellung, die wir Männer an euch so abstoßend finden«. Wer mit dem Herzen lesen kann, weiß genau, was ich meine. Das spastische Gezappel, das ihr Sex nennt, reißt es dann leider auch nicht mehr raus.

Unterhaltsam ist es besonders, diese starrenden Weiber ins Leere laufen zu lassen. In den Blicken, die einem so im schnöden Alltag öfter mal begegnen, toben manchmal solche Stürme der Sehnsucht, dass es eine wahre Pracht ist. Ich persönlich setze dann immer mein Terminator-Face auf: »I'll be back. Well, maybe«. Oder so: »My database does not encompass the dynamics of human pair bonding«. Immer wieder schön zu erleben, welche Auswirkungen solche »Shit Tests« hervorrufen können. Kein Mann ist nämlich dazu auf der Welt, den Weibern »die Sterne vom Himmel zu holen«.

Danke an Kurti aus dem Forum »Wieviel Gleichstrom verträgt das Land?« für den amüsanten Link.


Kategorie: Male, Female

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