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Sexueller Medienkoffer?

25.08.2011

Von: Narrowitsch

In Berlin kam man auf die schlüpfrige Idee, Grundschulkinder schon mal frühzeitig auf die Themen »Familien, Lebensweisen und sexuelle Vielfalt« aufmerksam zu machen. In diesem Beitrag legt Narrowitsch dar, dass gutmenschelnde Überzeugungstäter über eine solche Indoktrination bei den Knirpsen möglicherweise genau das Gegenteil von dem erreichen, was sie zuvor in Genderseminaren am Reißbrett ausgetüftelt haben.

Dieser Beitrag erschien am 25.8.2011 im Forum »Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land?«

 

Die Kids interessiert das [»sexuelle Vielfalt«; aus einem vorigen Beitrag] einfach nicht.

 

Viele Kids interessiert weder Mathematik- noch Deutschunterricht, daraus den Schluss zu ziehen, man solle sie deshalb damit in Ruhe lassen, wäre ein Verbrechen an ihrer Zukunft. Insofern perlt vermutlich jede Kritik am Konzept frühkindlicher Sexualerziehung zur sexuellen Vielfalt und Toleranz ab. Die Initiatoren meinen, mit ihrem Unterricht Kinder auf den sexuellen Teil des Lebens vorbereiten zu müssen - scheinbar eine gute Sache.

Schauen wir aber genauer hin, bemerken wir schnell die Unvergleichbarkeit traditioneller Bildungsfelder mit dem der Sexualerziehung. Lesen, schreiben, rechnen bilden sich nicht von allein in den Köpfen. Sexualität meldet sich, wenn ihre Zeit bei der Entwicklung eines Menschen gekommen ist. Der Unterschied zwischen Vermittlung von notwendigem oder auch wünschenswertem Wissen liegt auf der Hand: Ein Apfel und noch ein Apfel sind zwei Äpfel, die ich auf zwei Kinder gleich verteilen kann. Rechnen können entspricht also durchaus kindlicher Erfahrungswelt, Wissen um sexuelle Vielfalt in der 1. Klasse nicht.

Es geht also nicht darum, ob Kids etwas interessiert oder nicht, es geht um Einsicht in Nützlichkeiten erworbenen Wissens und die Fähigkeit zu dessen Erwerb. Niemand kommt auf Idee, in der 1. Klasse Kindern Einstein einzutrichtern oder Goethes Faust.

Freilich berufen sich auch die progressiven Sexualkonstrukteure auf die Nützlichkeit ihrer Wissensvermittlung und den altersgerechten Ansatz. Nicht ganz zu Unrecht. Dass ein Kind nichts für gewisses, von der Mehrheit abweichendes, Verhalten von Vater oder Mutter kann, zählt sicher zu wünschenswerten Kenntnissen.

Aber es geht ja um etwas anderes, das Torsten [in einem vorherigen Beitrag] so beschreibt:

 

Es ist gewollt, dass Leute nicht nur Homosexualität tolerieren, sondern sogar subtil gefordert werden testen zu sollen, da NORMAL.

 

Dort liegt der springende Punkt, auch jenseits ethischer und normativer Erwägungen. Der subtile Druck, der sich hinter der »neuen sexuellen Aufklärung« verbirgt und die Reduzierung von Sexualität auf »Spaßverschaffung«.

Offensichtlich entziehen sich gewisse Erscheinungen, die Sexualität auch ausmachen, der Vorstellungswelt der Aufklärer. Ekel zum Beispiel. Offenbar kommt es diesen Herr- und Damenschaften nicht in den Sinn, dass Experimente mit homoerotischen und homosexuellen Praktiken, so sie mittels subtilen Druck erzwungen werden, Abscheu hervorrufen können. Analverkehr ist nicht jedem Jungens Sache. Nicht einmal gleichgeschlechtliches Küssen. Mit Homophobie hat das nichts zu tun.

Ich weiß, wovon ich spreche.

Ich habe jedoch keine Ahnung, was die staatlich bezahlten Aufklärer dazu ermächtigt - beispielsweise - gegen impulsive Abwehr homosexueller Praktiken erzieherisch tätig zu werden. Es ist auch ein Angriff auf werdende sexuelle Identität und hat vermutlich wenig mit Toleranz zu schaffen.

Im wesentlichen ist die in der westlichen Welt angekommen. Wenn ich nicht irre, befürworten nicht einmal stramme Konservative, nicht einmal sogenannte christliche Fundamentalisten eine Rückkehr zum § 175. Homosexualität ist überdies via Medien in weiten Kreisen der Bevölkerung akzeptiert und die, die - beispielsweise religiös motivierte - Einwände gegen sie geltend machen, haben auf Grund der Meinungsfreiheit alles Recht dazu. Wenn es richtig ist, dass niemand zur Homosexualität umerzogen werden kann, so ist wohl ebenso richtig, dass niemandem die innere Abkehr von jener sexuellen Spielart ausgetrieben werden muss.

Interessanterweise macht sich ja staatliche Erziehung nicht für die gar nicht so wenigen Leute stark, die sich - abermals nur zum Beispiel - den Wonnen des Natursekts hingeben, sich also anpinkeln. Oder Paare, die sich dominant-devot in einer Ehe verbunden haben.

Die Ursache hierfür liegt ziemlich gewiss im Gender-Irrsinn und natürlich in seiner Wurzel, der feministischen Bewegung. Die begriff von Anbeginn, also bereits im 19. Jahrhundert, wie gut sich Homosexualität zur Zerstörung gewachsener und allgemein akzeptierter Gesellschaftsstrukturen eignet.

Nicht, dass ich an einen Verschwörerclub glaube, der noch immer via Sexualunterricht die Überlegenheit lesbischer oder schwuler Beziehungen über die patriarchalen heterosexuellen Beziehungen propagieren will. Diese Vorstellungen haben sich - sehr zum Bedauern des Lesbo-Feminismus - in einer breiteren Öffentlichkeit nicht durchsetzen können. Aber ich zweifle keinen Augenblick daran, dass es darum geht, eine Minderheit und ihre Lebensweise als gleichartig zu verticken, mit gleichartigen Ansprüchen - selbstverständlich. Mit sehr weitreichenden Folgen. Die geringste ist die quasi diktatorische Aufforderung, die Abneigung gegen sie zu überwinden.

Was umgekehrt selbstverständlich nicht der Rede wert ist.

Doch lehrt das Leben (nicht unbedingt der weißbärtige Spitzbart aus Wien): Tiefsitzende, unterdrückte Impulse, finden dennoch ihre Wege zur Aktion. Einer führt zum Hass. Auch gegen Homosexuelle. Keine Frage, dass daran, nach Lesart der Aufklärer, die Gesellschaft schuld sein wird.

 


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Kategorie: Politik, Gesellschaft, Male, Female

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