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Wozu einen Rechtsstaat?

17.07.2011

Von: Stadtmensch

Wie manche Femis sich das Strafrecht nach ihrem Gutdünken zurechtlegen möchten.

Auf dem Lawblog findet man einen interessanten Beitrag über das Rechtsverständnis mancher Femis zu den Strafanzeigen gegen Kachelmann oder Strauss-Kahn. Der Autor des Lawblogs nimmt in seinem Artikel Stellung zu einem Beitrag einer gewissen Nadine Lantzsch, die ihrerseits in einem Text auf »Medienelite« in einer erstaunlich primitiven Gossensprache gegen rechtsstaatliche Prinzipien polemisiert. Sie schreibt u.a.:

 

Was ja am Ende, glaubt mensch an die Macht von Sprache, Texten und Diskursen u.a. dazu führt, dass Wichser wie Strauss-Kahn trotz relativ eindeutiger Beweislage wohl am Ende freigesprochen werden. Begründet wird das dann gern mit dem Rechtsstaatlichkeitsprinzip, der Aufklärung und all dem Rotz, der von weißen europäischen Männern in mächtigen Positionen erfunden wurde, um ihren Besitzstand zu wahren und universale Menschenrechte für ihren eigenen Vorteil zu instrumentalisieren.

 

Es folgt eine breite Diskussion von immerhin über 800 Kommentaren im Lawblog, die allein aufgrund des Umfangs schon bemerkenswert ist. Und wie immer, wenn irgendwo irgendwer das Wort »Vergewaltigung!« in die Welt posaunt, fühlen sich auch andere feministische Kettenhündinnen wie die unsägliche Antje Schrupp aufgerufen, ihre steinzeitlichen Auffassungen eines frauenzentrierten Rechtsverständnisses in die Welt zu blaffen. Schrupp schreibt sinngemäß, es sei doch sowieso egal, ob nach rechtsstaatlichen Prinzipien - insbesondere bei Vergewaltigungsprozessen - vor Gericht gestritten würde. Das ganze Rechtssystem sei doch ein System von Männern für Männer, da könne man es sowieso nicht ernstnehmen und ohne Männer bräuchte man auch keine Justiz. Sie »beweist« das damit, dass viel mehr Männer in Knästen einsitzen als Frauen.

 

Daraus folgt unterschwellig natürlich messerscharf, dass straffällig gewordene Frauen lediglich die berüchtigten »Ausnahmefälle« darstellen. Wenn Schrupp also über straffällige Männer schreibt, ist das ungefähr so, als begründe sie andernorts z.B. eine höhere Kriminalitätsrate unter farbigen Gettobewohnern mit dem Argument »sind doch eh alles nur Neger«.

 

Es ist selbstverständlich nicht so, dass Schrupp oder Lantzsch belastbare Alternativen im Hinblick auf ein neues, den Frauen entgegenkommendes Rechtssystem bieten könnten. Nein, das können sie natürlich aus prinzipiellen Gründen nicht und Schrupp macht auch gar keinen Hehl daraus. Aber das momentane Rechtssystem, in dem eine Klägerin auch noch Beweise für ihre Anschuldigungen gegen einen potenziellen Vergewaltiger erbringen muss, um den gewünschten Prozessausgang zu erzielen, das halten die beiden Schnepfen für geradezu unzumutbar. Und natürlich kann man das derzeitige Rechtsprinzip der Beweisfindung und -würdigung mal eben verbal in die Tonne treten, finden sie. Dass es Jahrhunderte gedauert hat, dieses Rechtssystem zu entwickeln, um es der Willkürjustiz der früher herrschenden Klassen zu entziehen und es u.a. auch für Normalbürger zugänglich zu machen, hat man wohl während ihrer Schullaufbahn im Unterricht nicht ausreichend thematisiert.

 

Schade, dass es keine Salbe oder Tabletten gegen diese vorsätzliche und fortgesetzte Idiotie gibt. Die beiden o.g. feministischen Wallküren könnten glatt eine Monatspackung davon gebrauchen. Jedoch fürchte ich, dass beide unheilbar befallen sind von ihrer feministischen Rechtsauffassung, die die Beweislast eines Kapitalverbrechens so mir-nichts-dir-nichts auf denjenigen abwälzt, der von jedermann und jederfrau nach Lust und Laune beschuldigt werden kann. Vielleicht haben die beiden ja gemeinschaftlich meinen Dackel vergewaltigt? Ich vermute das einfach mal, sollen sie doch das Gegenteil beweisen - so funktioniert Rechtssprechung nach Auffassung dieser beiden Flintenweiber. Dass sie selber einmal in den »Genuss« eines derartigen Rechtsprinzips geraten könnten, kommt ihnen natürlich nicht in den Sinn: »Die Schrupp hat mir 5000,- Euro gestohlen«, könnte ein jeder behaupten - soll sie doch gefälligst selber beweisen, dass sie's nicht war.

 

Es gibt Weiber wie diese beiden, denen ist nichts zu schade, wenn es nur dazu dient, die Männer als Gruppe zu diskreditieren. Einen anderen Lebenssinn kennen solche Figuren nicht und je mehr verbrannte Erde sie bei ihren männervarchtenden Feldzügen hinterlassen können, desto wohler fühlen sie sich. Wie ein Junkie stürzen sie sich auf alles, was dazu geeignet ist, ihre Bigotterie, ihr latent faschistisches Gedankengut von Willkür und Denunziation zu rechtfertigen. Gut ist für sie nur das, was bei den Männern als Gruppe einen maximalen Schaden verursacht. Zimperlich sind sie dabei nicht, sie machen selten vor »übler Nachrede« und - von ihnen selbst befürwortet - gar vor Falschbeschuldigungen Halt.

 

BTW: Würde man indes solche Subjekte seinerseits als »Pack« bezeichnen, wäre das mitnichten eine der o.g. »Falschbeschuldigungen« - es wäre vielmehr eine »Richtigbeschuldigung«.

 

Leider kenne ich einige Frauen, die eine Vergewaltigung erlebt haben und die ein solches Pauschal-Gelaber wie von Schrupp und Lantzsch so rein gar nicht gebrauchen können. Wenn es nämlich nach dem Geschmack dieser beiden juristischen VollpfostInnen ginge, nach dem Vergewaltigungsvorwürfe inflationär in die Welt gesetzt werden können, dann werden »richtige« Vergewaltigungen der Banalität preisgegeben. Wird die Beweislastumkehr zum juristischen Standard erhoben, ist die Frage nach dem Wahrheitsgehalt einer Beschuldigung und somit nach der Legalität bei einer Verurteilung nur noch von Mutmaßungen und Spekulationen geprägt. Die Chance, zwischen tatsächlicher und falsch indizierter Vergewaltigung zu unterscheiden, geht gegen Null. Nicht, dass die Feministinnen solche moralisch schwerwiegenden Bedenken überhaupt erreichen könnten. Es gibt nicht wenige aus dem feministischen Dunstkreis, die es hinnehmen und sogar begrüßen, wenn Männer aufgrund falscher Beschuldigungen in den Knast wandern. Die bedauernswerten Frauen, die ich kenne, interessiert es allerdings einen Scheißdreck, ob ein Kachelmann oder ein Strauss-Kahn mit medialem Tamtam in den Knast wandern. Sie interessiert, ob das ihnen persönliche widerfahrene Leid gesühnt werden kann oder dass »ihre« echten Berserker für lange Zeit aus dem Verkehr gezogen werden, nichts anderes (was in den hier angedeuteten Fällen auch passierte). Am allerwenigsten ist ihnen damit gedient, dass Falschbeschuldigungen zu einem feministischen Volkssport degenerieren, bei dem man nicht mehr sagen kann, ob das, was vor Gericht gebracht wird, irgendetwas Wahres beinhaltet oder eben nicht. Diese Art der Willkür mag vielleicht Weiber zufriedenstellen, deren eigentliches Manko die völlige Abwesenheit von sexuellen Reizthemen in ihrer eigenen eindimensionalen Existenz darstellt. Das würde auch die Vehemenz erklären, die sie bei jedem Neuaufguss irgendwelcher sexlastigen Themen zum Anlass nehmen, um ihren unausgegorenen, männerfeindlichen Dreck in die Welt zu kippen.

 

Von dem vergifteten Geschlechterverhältnis, das durch derartige, seit Jahrzehnten übliche Pauschalisierungen auch bei völlig harmlosen Zeitgenossen Schaden hinterlassen hat, von all dem Argwohn und Misstrauen, habe ich hier noch gar nicht geschrieben. Denn es geht natürlich nicht nur um Gerichtsverfahren, es geht um eine bestimmte Lebensqualität, die durch nebulöse Anfeindungen, haltlose Unterstellungen und Diffamierungen bestimmter Frauen gegenüber den Männern mittlerweile pulverisiert worden ist. Inzwischen kann man Männer verstehen, die es vermeiden wollen, mit einer ihnen fremden Frau alleine und ohne Zeugen in einem Raum zu sein. Selbst ohne die von Schrupp und Lantzsch geforderte Rechtsprinzip-Umkehr sind schon heute die Folgeschäden, die aus einer Falschbeschuldigung resultieren, für einen Mann eine existenzielle Katastrophe. Dazu muss nicht einmal ein Urteil gesprochen worden sein. Ich halte solche Subjekte wie Schrupp und Lantsch jedoch nicht für zu dumm, dass sie solche Entwicklungen und Tendenzen nicht verstehen könnten. Ich halte sie vielmehr für »zu bösartig«.


Kategorie: Politik, Gesellschaft

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