Header

Artikel Detailansicht

< Die öffentlich-rechtliche Kuppelmaschine
   

Die allgemeinen Geschlechtsbedingungen

10.06.2011

Von: Die geliebte Bundesregierung informiert.

Wie man einer Falschbeschuldigung zuvorkommen kann.

Noch inoffiziell: Die »Allgemeinen Geschlechtsbedingungen«

Das war wirklich nicht schön: Der potenzielle Vergewaltiger Kachelmann wurde freigesprochen, ist aber beruflich ruiniert und die Anschuldigerin wurde als sog. Lügnerin verunglimpft. Das ganze Land hatte seine Spürnase an den geschickt vertuschten Blut- und Spermaspuren dieses komischen Zausels aus der Schweiz. Die gesamte investigative Presse hatte ihren kriminalistischen Sachverstand aufgeboten, um dem Treiben des dunklen Wetter-Lords ein für allemal Einhalt zu gebieten. Doch es hat alles nichts genutzt. Frau Dr. fem. Schwarzer (die berühmte Gerichtsreporterin) ist noch ganz benommen vom Urteilsschock - schließlich trauen sich Milliarden von Frauen in Deutschland in Zukunft nie wieder, eine Vergewaltigung anzuzeigen. Eine Vergewaltigung ist nämlich immer das, was die Frau als solche empfindet, wie wir aus vielen feministischen Untersuchungen und dank Dr. fem. Schwarzer wissen.

Aber der Prozess hatte natürlich auch seine politische Dimension. Hier der stinkreiche Wetter-Bonze, dort die schüchterne Geliebte mit einem Staatsanwalt auf ihrer Seite, der so wenig verdient, dass er sich nicht mal einen Frisör leisten kann. Das Ergebnis dieses ungleichen Kampfes eines armen Mädchens gegen den bösen, kapitalistischen Überbau (in Person dieses reichen Wetter-Unternehmers) war von Anfang an ein abgekartetes Spiel und zum Scheitern verurteilt.

Dreh- und Angelpunkt des ganzen Prozesses war natürlich die Frage »Hat er oder hat er nicht«. Es ist immer unbefriedigend, wenn vor Gericht eine Aussage gegen die andere kämpft. Aber das muss nicht sein. Aus inoffiziellen Kreisen gibt es Überlegungen, wie man der Pattsituation vor Gericht vorbeugen kann. Natürlich muss man dafür an die Wurzel allen Übels gehen: Den Sexverkehr. Durch Insider wurde uns heimlich ein Gesetzentwurf zugespielt, mit dem die geliebte Bundesregierung plant, solche sexuellen Missverständnisse schon im Vorfeld auszuräumen. Hierzu gibt es einen kleinen Fragenkatalog, den die potenziellen Geschlechtsverkehrsteilnehmer vorab ausfüllen und den Behörden noch vor Inbetriebnahme ihrer Geschlechtsorgane übermitteln können. Die geliebte Bundesregierung erwartet, mit diesem Vorstoß potenzielle Vergewaltigungen mindestens um 23 % pro Jahr senken zu können.

Wir veröffentlichen hiermit heimlich den Fragenkatalog. Zunächst soll in einer dreimonatigen Testphase die Praxisnähe dieses Katalogs verifiziert werden. Danach soll dann in einem parteienübergreifenden Ausschuss über die Umsetzung der sog. »Allgemeinen Geschlechtsbedingungen« beraten und evt. Zusatzpunkte eingearbeitet werden. Für die Leser von Stadtmensch-Chronicles gibt es hier exklusiv schon mal den Vorabentwurf dieses wichtigen Gesetzesvorhabens:

 

 

Klicken Sie hier.

Kategorie: Male, Female

<- Zurück zu: Beiträge

 

Nach oben

Keine News in dieser Ansicht.