Header

Artikel Detailansicht

< »Auf dem Klo einsperren und den Schlüssel wegwerfen«
   

Mädchen wollen lieber Hausfrau werden

26.05.2011

Von: Stadtmensch

In Österreich wollen 14- bis 24-jährige Girls die traditionelle Familienrolle.

Es ist aber auch ein Kreuz mit diesem Geschlechterthema: Seit Jahrzehnten quasseln sich Feministinnen, Linke, Grüne oder Spezialdemokraten den Mund fusselig, damit die Frauen endlich Karriere machen und unabhängig von ihren dumpfen Männern werden - und dann dies: Mädchen und junge Frauen in Österreich wollen zu 55 % doch gerne Hausfrau und Mutter sein und die Männer sollen sie und ihre Wunschkinder ernähren. In Deutschland dürften solche Präferenzen ähnlich gelagert sein. Für die ideologiegetriebenen Weltverbesserer jedweder Couleur ist das natürlich ein heftiger Schlag ins gutmenschelnde Kontor.

Erwartungsgemäß sind speziell die österreichischen Grünen ganz perplex. Sie sehen ihr großes Menschheitsziel »Gleichstellung« akut bedroht:

 

»Wenn sich die Hälfte der befragten jungen Frauen gut vorstellen kann, unbezahlter Arbeit im Haushalt nachzugehen und vom gut verdienenden Mann abhängig zu sein, dann muss die Politik sofort handeln. Selbstbestimmung, Wahlfreiheit und gleiche Chancen für Frauen und Männer am Arbeitsmarkt und in der Familie sind die Eckpfeiler einer modernen Gesellschaft. Die Tendenz von Rollenklischees und Abhängigkeitsverhältnissen müssen die Politik aufhorchen lassen«.

 

Moment mal: Es ging doch darum, dass junge Frauen ihr Leben selbst bestimmen sollen, oder? Aber wenn sie sich mehrheitlich für das traditionelle Familienleben entscheiden, wollen die Grünen dann doch lieber selber darüber bestimmen, was sich junge Österreicherinnen zu wünschen haben. Denn nach grüner Denkart haben diese Gören bestimmt das »falsche Bewusstsein«. Somit engen sich die Themen »Wahlfreiheit und Selbstbestimmung« auf das ein, wovon die Grünen glauben, dass es am besten für junge Frauen ist. Das klingt nicht gerade danach, dass die Grünen den jungen Frauen eigenständiges Denken und bewusste Entscheidungen zutrauen.

Für die Grünen (andere dürfen sich auch ruhig angesprochen fühlen) ist das, wofür sich eine jungfräuliche Mehrheit entscheidet, einfach nur bäh: Unbezahlte Hausarbeit! Eine Geißel der Menschheit seit jeher! Die Männer haben es da weitaus besser: Sie dürfen sich in der Arbeitswelt verlustieren - so eine Schande. Wir wissen ja, dass diese tumben Workaholics andauernd Karriere machen wollen, den größten Teil des Einkommens in Kneipen tragen und die arme Familie am Hungertuch nagen lassen. Deshalb laufen auch soviele Frauen und Kinder in Lumpen durch unsere Fußgängerzonen. Und von wegen »Abhängigkeitsverhältnis«: Das haben nur die Frauen zu erleiden. Männer dagegen machen sich mit ihren Chefs auffer Arbeit nämlich nur ne schöne Kumpel-Zeit und gehen anschließend auch noch zusammen in den Puff. Hat man erst neulich wieder lesen müssen, und so ist es bestimmt in den meisten Firmen.

Man könnte ja mal fragen, wie erbaulich so ein Existenzdruck für Männer ist, den die Grünen mit »Abhängigkeitsverhältnis« umschreiben. Ob es so lustig ist, Frau und Kinder über Jahre und Jahrzehnte mit einem Alleinverdienergehalt durchzubringen? Wahrscheinlich wissen die jungen Weiber ganz genau, in welche Mühle sie sich begeben müssten, wenn sie allein dafür verantwortlich wären, für mehrere Leute gleichzeitig das Überleben zu sichern. Die korrekte Berechnung des sog. »Abhängigkeitsverhältnisses« wäre also dann erfolgt, wenn man den monetären Wert der geleisteten Hausarbeit den Kosten für Unterkunft und Verpflegung und sonstiger Zuwendungen gegenüberstellt, zuzüglich der von den Ehemännern anteilig geleisteten Hausarbeit wie Reparaturen, Instandsetzungen und manchen anderen Drecksarbeiten, die zarte Ehefrauenhände schädigen könnten. Höre ich da, dass sich so etwas nicht schickt, dass es unanständig, sogar »frauenfeindlich« ist, alles aufzurechnen? Das mag auf dem Hintergrund romantikgetränkter Vorstellungen durchaus zutreffen und es ist sicherlich keine euphorisierende, geschweige denn erotisierende Sicht der Dinge. Aber bitte, mit dem Aufrechnen von Leistungen und Gegenleistungen innerhalb einer Familie sind nie die Männer, sehr wohl aber die feministische Meinungsmaschinerie hausieren gegangen. Deshalb verwundert es einen überhaupt nicht, dass Kinderkriegen und Familienleben bei den jungen Männern einen ziemlich unattraktiven Stellenwert haben. Rechnet man dann noch hinzu, dass die Mehrzahl der Scheidungen von bindungsunfähigen Frauen eingereicht wird, die den Kopf voller feministischer Flausen über ihre angebliche weibliche Höherwertigkeit haben, geht eine solche »Berechnung« zwischenmenschlicher Konstellationen für Männer ziemlich nachteilig, ja geradezu desaströs auf. Selbst Eheverträge, die die nachehelichen Unterhaltszahlungen zwischen den Ehepartnern rechtsverbindlich (notariell) ausschließen wollten, sind von Gerichten kassiert worden, wenn Frauen dadurch den ehelichen Lebensstandard verloren. Im Klartext: Wenn die Zahnarzthelferin kinderlos mit ihrem Chef verheiratet war, muss sie nach der Scheidung auch weiterhin Ansprüche auf ein Lifestyle-gerechtes Zahnarztleben haben können, meinen die Gerichte. Apropos: Würde mich ein Richter fragen, weshalb es mehrheitlich die Frauen sind, die sich die Kinder wünschen, müsste ich antworten »Keine Fragen mehr, Euer Ehren«. Bei solchen einseitigen Deals wäre ich auch dabei - leider bin ich nur ein Mann.

Dass die feministisch verkalkten Weiber mit ihren absolutistischen Avancen gegenüber potenziellen Ehemännern dreist, egomanisch und unersättlich auftreten, ist die eine Seite. Man kann dem aber durchaus begegnen - und die Möglichkeit, sich Sex zu kaufen, ist z.B. eine sehr viel weniger desaströse Variante für den Mann. (Okay, käme für mich nicht in Frage, aus prinzipiellen Gründen; aber das interessiert hier nicht.) Viel schlimmer jedoch ist die unerträgliche Penetranz, mit der so ein paar grüne Halbgare (manchmal auch rote und rosa angestrichene Gesellschaftsbeglücker) sich anmaßen, höchst private Entscheidungen für den einen oder den anderen Lebensweg zu taxieren, zu diskreditieren und per Gesetz zu verfolgen. Sie haben schlicht und ergreifend kein Recht dazu - und auch ein demokratischer Staat, der diese Bezeichnung verdient, hat dieses Recht nicht. Jeder Mensch - sogar jede Frau - hat das Recht, sich für das zu entscheiden, was sie mit ihrem Partner ganz persönlich als Lebensziel vereinbart oder eben nicht. Niemand braucht grüne, rote oder sonstige Vorbeter, die meinen, den Begriff »moderne Gesellschaft« für sich alleine gepachtet zu haben. Ein solches Ansinnen gleicht dem von Religionsfundamentalisten und/oder Sekten.

Angesichts der Unbelehrbarkeit dieser Ideologen und Demagogen gegenüber einfachsten freiheitlichen Prinzipien, angesichts der jahrzehntelangen Anmaßung und Sturheit solcher geschlechterpolitischen Flitzpiepen möchte man spontan zu drastischen Gegenmitteln greifen, wie etwa »teeren und federn« oder die Wiedereinführung eines Schandpfahls. In einem Europa, das sich auf die Aufklärung und auf die Nichteinmischung des Staates in die persönlichen Beziehungen der Menschen beruft, ist diese weltverbesserische Hysterie alles andere als modern, sondern vielmehr ein kultureller Rückschritt erster Güte. Dass junge Männer inzwischen diesem penetranten Schwachsinn die rote Karte zeigen, indem sie einen großen Bogen um Familienthemen machen, ist ein tröstlicher Gedanke. Ich bin sicher, das war nicht die Reaktion, die Grüne und Konsorten erwartet hatten. Nun, an zukünftigen Überraschungen auf männlicher Seite in diesem Bereich wird es nicht fehlen, das kann ich den Urhebern flüstern, ohne rot (oder grün) zu werden.


Kategorie: Male, Female

<- Zurück zu: Beiträge

 

Nach oben

06.11.2019

Ein kleiner Zwischenbericht aus der Welt der Krankenhäuser, Pflegedienste und Krankenschwesterinnen.

Kat: Diverses