Header

Artikel Detailansicht

< Weiber!
   

Wenn Feministinnen einen vor die Latzhose kriegen

05.01.2012

Von: Stadtmensch

Über zwei Meldungen, die aus dem üblichen Sumpf der Einheitsmeinung herausragen.

Feministische Diskussion (Abb. ähnlich) • © Günther Gumhold, pixelio.de

Die »Tageszeitung« aus Berlin hatte ja schon immer einen ganzen Zoo an feministischen Schreiberlingen im Angebot. Anders ausgedrückt: Wenn die TAZ sich jemals als eine Zeitung der anderen Art hervor tat, dann meistens mit ihren rückständigen, unausgegorenen Generalangriffen auf das ominöse »Patriarchat«. Oft genug hat sie ihre frauenzentrierten Hyänen losgelassen, von denen nicht wenige männliche Speichellecker waren, die meinten, mit profeministischem Übereifer Sympathien bei im Grunde völlig unsympathischen, linkslastigen Mutterfiguren einfahren zu können. Nein, ich meine damit nichts Sexuelles. Was dieses profeministische, männliche Pack dabei aber vergisst, ist, dass niemand, der sich bei anderen durch eine solche Bücklingshaltung anzubiedern versucht, mit Respekt rechnen kann, und zwar egal bei welchem Thema. Frauen - feministisch oder nicht - verachten solche Lakaien.

Eine der aggressiven TAZ-Marktschreierinnen mit dem vielsagenden Namen Schmollack (von »to schmoll« - greinen, wehklagen) fühlte sich nun berufen, ein Buch des Vorsitzenden des Vereins Agens e.V. Eckhard Kuhla zu »rezensieren«. Dafür wurde ihr sogar Sendezeit beim altehrwürdigen (und bekanntermaßen noch mit einem Rest an journalistischem Berufsethos ausgestatteten) Deutschlandfunk eingeräumt. Allerdings: Sie hat es gründlich versiebt. Nicht nur hatte sie sachlich falsche Informationen über den Inhalt des Buches verbreitet. Ihre aus der (nur für urinale Zwecke nutzbare) Hüfte geschossene Rezension war eine einzige Tirade ohne jede Substanz. Nun sind wir langjährigen Begleiter der öffentlich-feministischen Selbstbeweihräucherung ja einiges gewohnt. Lügen, Verzerrungen, Misandrie und Sexismus sind die bekannten Handwerkszeuge solcher frauendementen Spacken und Spackinnen; das ist natürlich nicht neu. Neu ist allerdings, dass der Deutschlandfunk aufgrund der Proteste der Autoren wundersamerweise Konsequenzen gezogen hat: Der Schmollack-Beitrag wurde korrigiert und eine fällige Entschuldigung an die Buchautoren ausgesprochen - vorbildlich! Die genauen Hintergründe könnt ihr auf Arne Hoffmanns Blog Genderama nachlesen.

Agens e.V., die zweite: Das bekannte Onlineportal »Telepolis«, sonst eher bekannt für seine devote Sympathie gegenüber Frauen und Frauen-Frauen, veröffentlichte sogar ein längeres Interview mit Herrn Kuhla, dessen Inhalt man hier nachlesen kann. Das ist natürlich ebenfalls erfreulich. Weniger erfreulich, wenn auch durchaus unterhaltsam, sind die hunderte Kommentare zum Interview. Fast immer lösen Geschlechterthemen in Online-Gazetten eine unglaubliche Beteiligung der Leserschaft aus; oft sogar derart lebhaft, dass einige andere Portale (wie die »Welt« z.B.) lieber ihre Kommentarfunktion komplett abschalten, um solchen Schlammschlachten und Flamewars zu entgehen. Faszinierend ist, dass Triggerthemen wie die Geschlechterdiskussion regelmäßig unglaubliche Aggressionen hervorbringen. Vor allem die feminismusfreundlichen Zeitgenossen demaskieren sich mit ihren Beiträgen als panische Eiferer, die das Thema zu keinem Zeitpunkt unter sachlichen Aspekten diskutieren können oder wollen. Man assoziiert derartig psychotische Ausbrüche sonst nur mit komischen, bärtigen Männern in staubigen Weltgegenden. Dabei hat Eckhard Kuhla nichts wirklich Böses gesagt, auch wenn er für mich persönlich nicht viel Neues zu vermelden hatte. Das heißt, man muss in Deutschland nicht einmal besonders frauenfeindlich sein, sondern nur mal leise kritische Töne gegenüber dieser lähmenden Staatsdoktrin anschlagen, um verlässlich den totalen Geschlechterkrieg  und (in der Regel) die Aversion der gesamten Medienwelt auszulösen. Das ist ein Phänomen - allerdings nicht auf Deutschland beschränkt. Eine solche Hysterie findet in allen anderen westlichen Staaten genauso statt. (Für die anglophilen Mitleser sei die Website »A Voice For Men« empfohlen, die regelmäßig über den agitatorischen Charakter der Geschlechterdiskussion in den USA und anderen englischsprachigen Ländern berichtet).

Altmodisch, wie ich manchmal bin, dachte ich bisher, dass Diskussionen über bestimmte kontroverse Themen von pragmatischem Lösungswillen, von sportivem Wettstreit um die besten Ideen oder - im Falle emotionaler Aufladung - von Versöhnungsfähigkeit geprägt sein sollten. Aber nichts von alledem ist bei Geschlechterthemen machbar. Immer, immer kloppen sich die Kontrahenten wie die Kesselflicker. Das Blöde daran ist, dass man sich als Beteiligter angesichts der Vehemenz der vorgetragenen Bissigkeiten leicht selbst in der Rolle eines Geschlechterkriegers wiederfindet, der sich um Kollateralschäden nicht schert. Alles, was sonst unter zivilisatorischen Verhalten subsumiert werden kann, verliert im Bermudadreieck geschlechterpolitischer Diskussionen offensichtlich seine Gültigkeit.

Immerhin ist es tröstlich zu wissen, dass den feministisch erkrankten SchaumschlägerInnen langsam die Erkenntnis dämmert, wie genervt viele Männer inzwischen von ihrem einseitigen, teils faschistoiden Gequatsche sind. Normalerweise steht nämlich die Hetze gegen eine Bevölkerungsgruppe hierzulande unter Strafe, nur bei männerfeindlichen Äußerungen und Gesetzen (wie z.B. beim staatlich tolerierten Kindesentzug oder nachehelicher Leibeigenschaft) nimmt man das nicht so genau. Allerdings haben die Femis und ihre Stiefellecker einen bisher schlafenden Bären geweckt und sie unterschätzen sträflich die Wucht seiner Abwehrreaktionen. Eine »Lose-Lose-Situation« sozusagen.


Kategorie: Male, Female

<- Zurück zu: Beiträge

 

Nach oben

Keine News in dieser Ansicht.