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Guten Morgan!

15.05.2013

Von: Stadtmensch

Na endlich: Die Bank Morgan Stanley (zum Glück nicht verwandt mit Stanley Laurel) hat jezz definitiv rausgefunden, dass Frauen die besseren Erträge... naja auf jeden Fall »ein Stück weit« besser fürs Kapital sind.

Die Zeit-Online, einer der aufdringlichsten feministischen Lautsprecher im Gazettenwald, berichtete von einem Fonds der o.g. US-Bank, der nur in solche Firmen investiert, die mindestens drei Frauen als Vorstandspfostinnen durchfüttern. Zwar kann man einen Kausalzusammenhang zwischen den Erträgen und dem Frauenanteil in Firmen noch immer nicht belegen, aber das macht ja nichts. Hauptsache, man hat mal wieder was gesagt zu diesem drängendsten aller politischen Themen. Ist doch egal, ob die Raubritter an den Börsen statt »Kapitalismus« eher »organisiertes Verbrechen« praktizieren. Mit »Frauen in Vorstandsetagen« kann man jede Schweinerei natürlich viel besser, weil sexier verkaufen!

 

BTW: Kurzzeitig hatte ich angenommen, dass frau sich für solche Karrieren die Brüste amputieren lassen muss, aber da habe ich wahrscheinlich etwas durcheinander geworfen. Dass die männlichen Banker eierlos sind, muss ja nicht sofort bedeuten, dass auch die Frauen reihenweise... lassen wir das. Obwohl, praktischer wär das; die fortschrittliche, emanzipierte Frau müsste nicht immer ihre BHs verbrennen.

Nun hatte ich in der letzten Zeit öfter mal die Gelegenheit, mir ein Bild von den Arbeitsplätzen in den Callcentern einer größeren deutschen Bank zu machen. Zwar muss ich eine statistische Auswertung zum Zustand dieser Arbeitsplätze leider schuldig bleiben, aber ein subjektiver, bauchgefühlter Eindruck hat sich dennoch eingebrannt. Auffällig war nämlich, dass fast überall dort, wo Frauen arbeiten, die Schreibtische förmlich zugeschissen waren mit allerlei Devotionalien wie »Hello Kitty« nebst diversen rosa Ponys, Pferde-Hintergrundbildern auf den PCs, Tierfigürchen und ähnlichem Schnickschnack mit hohem Niedlichkeitsfaktor. Diddl ist übrigens out. Bei dem PC-Wallpaper einer Führungskraft war die Arbeitsplatzbesitzerin darselbst in inniger Umarmung mit ihrem Hobby-Gaul zu sehen und ich fragte mich, ob die so präsentierte emotionale Bindung sich tatsächlich aufs Reiten beschränkt. Also, ich meine das normale Reiten, wie man es aus Cowboy-Filmen kennt. Jedoch können Frauen auch durchaus anspruchsvoll sein. Bei einer stand doch tatsächlich eine Ausgabe des Sado-Majo-Romans »Shades Of Grey« auf der Tischplatte. Zum Lesen kann diese Person eigentlich gar nicht gekommen sein angesichts äußerst knapper Pausenzeiten, wie sie in Callcentern vorherrschen. Es war wohl mehr eine Art Statement: Guckt mal, was ich lese! Und nein, meine Herren: Wenn ihr bei eurer Angebeteten solche Lektüre im Regal stehen seht, heißt das noch lange nicht, dass ihr der Holden auch den Arsch versohlen dürft. Das bestimmt Frau immer noch selber, und ohne unterschriebene Einwilligungserklärung steht ihr sowieso immer mit einem Bein im Knast (mit Einwilligung allerdings auch).

Kommen wir zu was Traurigem, nämlich dem Einsturz eines Textilgebäudes in Bangladesh mit ca. 1100 Toten, die meisten davon Frauen. Schlimm ist das. Nur habe ich mich gefragt, warum solche Qualitätsmedien wie Omma, Frigitte oder Feindin bisher noch nie etwas Substanzielles zu den Arbeitsbedingungen ihrer Herzensschwestern in den Armenhäusern dieser Welt haben verlautbaren lassen. Wie wir wissen, haben nur immer die Männer die Kleiderschränke voll mit unnützem Plunder, der alle zwei Wochen ausgetauscht werden muss - am liebsten zu Spottpreisen natürlich. Denn eines ist doch klar: Für all das Böse, das auf dieser Welt herumkriecht, sind immer nur Tüpen verantwortlich. Frauen, so weiß man, stehen bei Sauereien stets nur unschuldig am Rand und sind gar nicht so richtig beteiligt; Opfa eben. Und selbst wenn sie es sind, die durch ihre »preisbewussten« Einkäufe solche modernen Sklavenmärkte am Kacken halten, wurden sie bestimmt von irgendwelchen sexistischen Männern unter Gewaltandrohung in ihren Billigfummel hinein gezwungen. Man kennt das ja. Frauen machen immer nur das, was »die Gesellschaft« von ihnen verlangt. Diese armen Schafe.

Was war mir noch aufgefallen? Achja, ein Artikel der FAZ zum Thema Kinderkriegen. Außer dem üblichen Geweine über die geringe Geburtenrate gab's wenig Erhellendes zu lesen - vor allem nicht, welchen Part die Männer dabei spielen. Denn die kommen mit ihren Sorgen und Bedenken einmal mehr überhaupt nicht vor. Nur in den Kommentaren liest man, dass Männer angesichts nicht planbarer Arbeitsverhältnisse und anderer existenzieller Unwägbarkeiten erst gar nicht auf den Gedanken kommen, wie man so ein Langfristprojekt wie eine Familie auf die Beine stellen könnte. Auch ist der nebulöse Gedanke, die fortpflanzungsstörrischen Deutschen wüssten »Kinder nicht zu schätzen«, eine ziemlich hilflose Analyse. Genauso könnte Mann z.B. sagen »Kinder mit verhärmten, egomanischen Tussen - nein danke« - dafür würden nämlich die Scheidungszahlen sprechen. Solange das gefönte Geschlecht nicht kapiert, dass auch für Väter die eigenen Kinder mehr bedeuten als nur ein Freibetrag auf der Steuerkarte, wird das nichts mehr mit der Geburtenrate.

Zum Schluss noch etwas zum oft gehörten feministischen Mantra, Männer und Frauen seien im Grunde in jeder Beziehung austauschbar. Ich finde, dieser Link zeigt einmal mehr, wieviel von so einem Kappes zu halten ist. Na gut, ein Privileg haben wir Männer: Männer müssen nicht schön und jung sein, nur reich. Hehe.

Bis demnächst,
Stadtmensch

 


Kategorie: Diverses

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