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Abnutzungserscheinungen

12.03.2014

Natürlich: Männer sind böse und hauen dauernd die Frauen - so hat es mal wieder eine windige EU-Studie behauptet.

Dass etwa »ein Drittel der Frauen Gewalterfahrungen erleben mussten«, basiert auf einer Umfrage, die vor einigen Tagen durch den Blätterwald rauschte. Die Medien reagierten plangemäß »erschrocken« und üben sich in dem bekannten, einstudierten Betroffenheitsmodus. Nun habe ich wenig Lust, entsprechende Studien rauszukramen, die seit langem belegen, dass die Neigung zu Gewalt in Partnerschaften zwischen den Geschlechtern ungefähr gleich verteilt ist. Es gibt sie aber und das seit Jahren - googelt bitte selber oder schaut auf den bekannten Infoseiten wie z.B. Genderama oder bei Manndat nach. Ich habe auch keine Lust, auf die suggestiven Fragestellungen wie »Wurden Sie schon einmal geschubst?« oder auf das Fehlen von Vergleichszahlen für Männer näher einzugehen. Oder mal nachzuhaken, wer denn z.B. die meiste Gewalt gegenüber den eigenen Kindern ausübt. Ich weiß nur eines: Ähnlich wie beim Thema Falschbeschuldigungen oder dem angeblichen Phänomen »Rape Culture« taugt ein derart schlichter Alarmismus nicht dazu, den Geschlagenen zu helfen. Er macht lediglich ein paar Leute fetter, die ihre Brötchen im Helfersektor verdienen und eben genau diese Zahlen brauchen, um ihre trostlosen und manipulativen Existenzen zu rechtfertigen.

Liest man in den Kommentarspalten der Online-Gazetten, sieht das Bild differenzierter aus. Natürlich gibt es Gewalt in Partnerschaften. Shit happens! Gewalt (die nicht der Selbstverteidigung dient) ist leider eine Geißel der Menschheit und hat eine lange, unrühmliche Tradition. Sie ist zurecht ein Straftatbestand, den man verfolgen muss. Aber der Eindruck, es handele sich um ein konzertiertes Verhalten der Männer gegenüber den Frauen, ist schlichtweg unredlich, sogar boshaft. Genauso empfinden das auch viele Männer, die sich vermehrt und durchaus plausibel in den bekannten Foren äußern.

Hinzu kommt, dass ein solcher öffentlichkeitswirksamer Generalverdacht gegen das männliche Geschlecht ja faktisch nicht zur Minderung von Gewalt führt. Vielmehr bedeutet die Unterstellung, Gewalt sei ein durchgängiges Element der Mann-Frau-Beziehungen (wie in der o.g. Studie suggeriert), dass eine vertrauliche Basis zwischen Partnern aus prinzipiellen Gründen vollkommen unmöglich ist. Ähnlich wie bei Loriot, nur nicht so lustig. Das mag einigen feministisch inspirierten Berufsbetroffenen ins Konzept passen, aber es ist Gift für die allermeisten gewöhnlichen Paarbeziehungen. Das Resultat ist - wie sollte es anders gehen - dass Männer sich vermehrt aus Gründen des Selbstschutzes von Situationen fernhalten, in denen sie z.B. riskieren, durch eine einseitig gewichtete Beschuldigungskultur ihre Wohnung zu verlieren, ihre Kinder zu verlieren oder sogar für lange Zeit im Knast zu landen (Stichworte Gustl Mollath, Horst Arnold oder Jörg Kachelmann). Es reicht für eine Frau heute völlig aus, Gewaltgerüchte gegen einen Mann in die Welt zu setzen, um seine Existenz zu gefährden. Um es an dieser Stelle noch einmal zu betonen: Die Femis können nicht erwarten, dass ihre pauschalen Gewaltvorwürfe zu vermehrter männlicher Unterwürfigkeit bzw. zu devotem Verhalten führen (okay, es gibt ein paar peinliche Ausnahmen). Nein, die Dinge werden sich anders entwickeln, als sie das wahrscheinlich erwarten: Der einzig verlässliche Weg, sich Generalverdächtigungen zu entziehen, ist, sich generell von Frauen als Beziehungspartnerinnen fernzuhalten. Wobei die zwangsläufige Entfremdung, die damit einhergeht, auf lange Sicht die Gefahr einer subtilen Dämonisierung aller Frauen in sich trägt (also auch der Frauen, mit denen man gar keine intimeren Beziehungen pflegt). Die Eigendynamik, mit der dies passiert, verhält sich reziprok zur Schwammigkeit der Gewaltvorwürfe. Das ist ein bekanntes sozialpsychologisches Phänomen, wie wir es z.B. aktuell auch - auf anderer Ebene - in der Ukraine erleben.

Anderes Thema. Wie ihr vielleicht wisst, habe ich trotz vieler deprimierender Eindrücke aus der Welt der Geschlechterbeziehungen meistens einen Hang zu gewissen schlüpfrigen Frotzeleien. In diesen Zusammenhang gehört natürlich auch eine Nachricht, die mir zwar seit Jahren bekannt war, für die ich aber lange keine Quelle mehr fand: Frauen müssen in Zukunft keinen Orgasmus mehr vortäuschen! Wie aus dem Artikel hervorgeht, reicht es nämlich aus, bei Frauen ein paar Nervenenden im Rückenmark zu stimulieren. Damit wird nicht nur die vielfach unterstellte Schlichtheit männlichen Sexualempfindens locker in den Schatten gestellt, es ergeben sich auch neue, vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Einmal verkabelt, könnte man Frauen einen USB-Port oder sogar eine WLAN-Schnittstelle einbauen, über die sie zuverlässig zu ihrem iClimax kommen können. Den Damen, die z.B. bei einem Escortservice oder allgemein im horizontalen Gewerbe tätig sind, eröffnen sich damit völlig neue Geschäftsmodelle bzw. Alleinstellungsmerkmale. Und angesichts der Bereitwilligkeit der Frauen zu »Body Modifications«, um damit ihren erotischen Marktwert zu erhöhen, könnte daraus sogar ein ganz neuer, profitabler Industriezweig entstehen. Demnächst mehr in eurem Apple-Shop!

Nicht weniger abstrus war auch eine Meldung bei Spiegel-Dumb-Line über eine Anzeige gegen eine Studentin, die eine Prüfungsaufgabe ihres Professors unfair fand. Offensichtlich hatte sie sich auf die gestellte Aufgabe nicht vorbereitet und kommentierte dies gegenüber ihrem Prof mit den Worten »Ich möchte mich hiermit bei Ihnen bedanken, dass Sie mich so sehr in den Arsch gefickt haben« und »Falls wir uns dann in irgendeinem Puff wiedersehen, wissen Sie warum«. Anders als damals bei der Aufschrei-Debatte um die verunglückten (aber wesentlich harmloseren) Bemerkungen des Politikers Brüderle gegenüber einer bis dato unbekannten Journalistin bekommt der Professor allerdings von unseren Qualitätsmedien keine mediale Kampagne gestiftet - und schon gar keinen Grimme-Preis. Denn natürlich ist die allgemeine Auffassung die, dass er sich nicht so anstellen soll, dass die Studentin doch bestimmt unter Druck stand, dass sie aus Verzweiflung handelte usw. Im Grunde ist diese Petitesse ein Lehrstück dafür, wie blamabel unsere Mainstream-Presse in Sachen ausgewogener Berichterstattung aufgestellt ist. Das ist der eigentliche Skandal - und nicht die banalen Anzüglichkeiten, um die es hier vordergründig geht.

Alles in allem und trotz der angestaubten Dämonisierung aller Männer im Duktus des vergangenen Jahrhunderts (»All men are rapists« und ähnlicher Schwachsinn) gibt es dennoch deutliche Hinweise, dass die Geschlechterthematik aus ihrer typischen Schockstarre so langsam (langsam!) aufwacht. Es ist z.B. Beispiel noch gar nicht lange her, da glorifizierten die Weiber ihr Weibersein u.a. mit ihrer unglaublichen Fähigkeit zum »Multitasking«. Heute weiß man, dass kein Mensch echtes Multitasking kann (und am wenigsten die Frauen, möchte ich provozierend behaupten). So ähnlich verhält sich das mit vielen anderen Weisheiten, die man uns in den gleichgeschalteten Medien seit Jahr und Tag vorbetet. Just heute fand ich über Arne Hoffmanns Seite einen Link zu einer Untersuchung, ob Frauen als Firmenführerinnen aufgrund ihres Geschlechtes die höheren Gewinne erwirtschaften. Auch dies ist ein lange Zeit verkündetes Märchen aus der Cinderella-Welt der Feministinnen. Ich kann nicht leugnen, dass ich solche Untersuchungen mit einer gewissen Häme lese. Aber darum geht es letztlich nicht. Ich wünsche mir Frauen, die endlich aus ihrem nervtötenden Prinzessinnenschlaf aufwachen. Und um Märchenmodus zu bleiben: Ja, die Welt ist dornig, liebe Frauen. Aber es gibt halt keine andere.

 

Oder vielleicht doch:

 


Kategorie: Male, Female, Politik, Gesellschaft

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Ich bin krank.

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