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Holodeck für Arme

08.08.2015

Vielleicht ist Transhumanismus doch nicht so schlecht. Die neueste »c't Wissen« hat ein nettes VR-Spielzeug rausgebracht. For the techheads.

Das Thema »Virtual Reality« klebt mir im Moment an den Schuhen. Es gab neulich einen Artikel hier dazu, meine Tochter war zwei Tage lang auf der Kölner »GamesCom« verschollen und jezz bringt die c't auch noch ein Sonderheft mit einer VR-Brille im Pappkästchen raus.

Im Grunde ist das Gimmick in der letzten »c't Wissen« wie das bekannte »Google Cardboard«, von dem man sich kostenlos eine Falz-Vorlage runterladen kann. Die c't-Version hat einen ähnlichen Karton samt Linsen ihrem jüngsten Heft beigepappt. Einmal zusammengefaltet, kann man sog. VR-Apps (iPhone oder Android) starten, das Smartphone in den Papp-Guckkasten schieben, die Papp-Brille samt Phone auf die Nase setzen und schon befindet man sich mittenmang in einer künstlichen 3D-Welt. Über den Gyro-Sensor des Phones wird die Kopflage des VR-Brillenträgers ermittelt, so dass man sich in der künstlichen Welt überall umgucken kann. Der »Mittendrin-Effekt« ist beeindruckend und das trotz der relativ groben Auflösung. Natürlich ist die Abbildungsqualität bei den professionellen Modellen wie Oculus Rift oder Samsung Gear wesentlich besser, doch für einen ersten beeindruckenden Eindruck reicht die Billigheimer-Variante völlig aus.

Im zugehörigen Heft werden auch einige Apps vorgestellt, die man für diese Brille verwenden kann. Da ich diese Datenkrake Google Playstore von meinem Smartphone geschmissen habe, muss ich allerdings immer ein bisschen länger danach suchen. Egal. Ansonsten kann man aber dort alles mögliche dazu runterladen, auch die Rollercoaster-App, die die Spieler regelmäßig vom Stuhl purzeln lässt. Übrigens musste die c't zu jedem vorgestellten Spiel ein neues Beurteilungskritierium einführen, nämlich den Kotzfaktor. Nicht jeder verträgt den Blick in die Holodeck-Kristallkugel; bei manchen Apps geht die maximale Nutzungsdauer nicht über ein paar Sekunden, bis sich einem der Magen umdreht. Nichts für Pussys halt. Apropos: Ein paar Erotik-Dokumentationen in VR/3D soll es auch schon geben (nicht in der braven c't natürlich). Damit wird einem bestimmt nicht ganz so schnell übel. Mal googlen.

Noch was Interessantes für die mutmaßlich männlichen Spielkinder: Ein richtiger Hingucker und Hype ist das Projekt bzw. amerikanische Unternehmen »The Void«, von dem ich unten ein Video eingebunden habe. Das Prinzip mit den VR-Brillen ist ähnlich, nur dass es sich dabei um hochauflösende Brillen handelt und der Spieler sich durch ein reales Labyrinth bewegt. Dabei werden alle Gänge, Steigungen, Hindernisse usw. im realen Labyrinth in der VR-Brille mit den Spielszenen überlagert. Sieht wirklich ausgesprochen nett aus und hat einen sehr hohen »Will ich haben«-Faktor.

Wollt ich nur schnell loswerden. Okay, das Heft ist mit 12,- Euro nicht gerade billig, aber sein Geld wert, finde ich. Und nein, ich kriege keine Kohle für diese Werbung.

 


Kategorie: Diverses

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