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USA ganz feucht wegen Mutti

11.12.2015

Die feministische Szene in 'merica flippt aus, weil Merkel zum Mann des Jahres gewählt wurde.

Achja, dieser »Ölgemälde«-Filter in Photoshop! Den habe ich schon ewig nicht mehr benutzt; er war glaube ich vor 25 Jahren mal modern. Mit diesem Effektfilter hat die längst nicht mehr ehrwürdige »Times« nämlich unsere Uckermärkerin als »Person Of The Year« gerade auf ihrem Titelblatt verewigt. Süffisant ist, dass im Beliebtheitsranking für diese Auszeichnung gleich hinter Merkel ihr neuester Lieblingsfeind Abu Bakr al-Baghdadi, der Oberterrorist im sog. »Islamischen Staat«, gelistet ist. Hitler war auch schon mal auf dem Titelbild, genauso wie Stalin, schreibt der Spiegel. Doch es könnte noch schlimmer kommen, wenn nämlich nächstes Jahr Oberfeministin Clinton (hoffentlich nicht) wieder ins Weiße Haus einzieht, diesmal als Präsidentin (u.a. der Wallstreet und anderen hochwohlgeborenen Minderheiten).

Ich sach mal so: Jedesmal, wenn ich Merkels Stimme auch nur höre, suche ich fast panisch einen Ausschaltknopf bzw. die Mute-Taste. Genau wie bei den meisten anderen Schwätzern in der Politik halte ich die Hohlphrasen dieser Frau schlichtweg nicht aus. Ich kenne auch weit und breit niemanden, der Merkel wählt – und das sogar in einem Ausmaß, bei dem der Verdacht auf permanente Wahlmanipulationen ein merkwürdiges Eigenleben entwickelt. Den Amis ist es allerdings egal, was Merkel sagt oder tut – schließlich müssen sie nicht bezahlen, was diese Frau so verzapft. Wenn sich die amerikanische Diskussion um die Ehrung durch die Times hauptsächlich auf die »richtige« Unterhose fokussiert, reicht ihnen das als Qualitätsmerkmal. Dass Merkel alle Nase lang bestehende Gesetze bricht, dass sie in der so hitzig diskutierten Flüchtlingsfrage nur das Blitzlichtgewitter interessiert, aber nicht die Drecksarbeit – das spielt für die amerikanischen Medien keine Rolle. Merkel kann eigentlich nur »Macht«; das allerdings leider erstaunlich gut für eine Frau. Denn mal ehrlich, den meisten Weibern ist es doch schlichtweg zu anstrengend, sich selber bis an die steuerfinanzierten Futtertröge durchzukämpfen. Meistens ist es für sie einfacher, ihre Männer an die Front zu schicken. Schließlich hamse dann auch gleich jemanden, den sie bei depressiven Verstimmungen irgendwie verantwortlich machen können. Und all die eingerissenen Fingernägel, die man sich beim Karrieremachen einhandeln kann! Geht ja gar nicht.

Nun könnte man natürlich einwenden, dass die schräge US-Begeisterung für Merkel (die laut Spülgel-Online nicht einmal unsere erzfeministischen Gazetten derart bedingungslos teilen) nur ein Barometer dafür ist, wie verpeilt das heutige 'merica in Sachen Feminismus aufgestellt ist. Rechnet man noch die regelmäßigen Wasserstandsmeldungen von den angeblich so sexistischen US-Unitäten bzw. der permanenten Vergewaltigungsgefahr ebendort hinzu, so ist unser bundesdeutsches Feminimusproblem geradezu putzig anzusehen. Aber klar, nervig ist es trotzdem und überflüssig sowieso.

Auch die anderen Frauen in der Berliner Arena sind nicht gerade ein Leuchtfeuer an Intelligenz. Kann sein, dass das aufgrund ihrer geringeren Stückzahl eher auffällt als bei den männlichen Politikern, denn bei denen irrlichtern natürlich ebenfalls unzählige Merkbefreite (leider selten merkelbefreite) rum.

Die dümmste Nudel ist zweifellos Familienministerin Schwitzig (oder wie die heißt). Sie möchte, dass Frauen zukünftig einen gesetzlichen Anspruch auf die Einsicht über die Einkommenshöhe ihrer männlichen Kollegen haben. Nun wissen die Fachleute unter uns schon seit Ewigkeiten, dass der böse, böse »Gender Pay Gap« ein gedanklich-ideologisches Phantom ist, welches nicht mal vom Sadistischen Bundesamt in diesem Ausmaß bestätigt werden kann. Das heißt, die eine Bundesbehörde (Statistik) rechnet einer anderen (Familie) was vor, aber Schwitzig kapiert's einfach nicht. Oder sie will es nicht kapieren, wie so viele andere im Unterhosen-Business. Wie blond ist das denn? Hat die Schwitzig ihre Zahlen etwa aus dem »Goldenen Blah«, der »Feindin« oder sogar aus der »Omma«? Man weiß es nicht so genau. Ich bin mal gespannt, wie sie das z.B. mit dem Thema Datenschutz verheiraten will oder wer denn die Kriterien festlegt, was so alles unter »vergleichbare Tätigkeiten« fällt. Wahrscheinlich geht es im Extremfall so aus, dass Teilzeitkräfte mit 70-Stunden-Karrierehengsten verglichen werden. Natürlich nicht so, dass Teilzeitkräfte mehr bekommen, sondern die meist männlichen Herzinfarktkandidaten eben weniger. Wir müssen schließlich alle sparen!

Dann die Flinten-Uschi aka Zensursula. Die ist schon ganz wibbelig, weil sie sich demnächst als Gebieterin über »Soldatinnen und Soldaten« in Syrien verlustieren kann, von denen aber komischerweise immer nur die männlichen »Soldatinnen und Soldaten« sterben. Ohne Konzept, ohne völkerrechtliche Grundlage, ohne UN-Mandat, ohne eine politische Nachsorge und vor allem mit äußerst ungewissem Ausgang, was die konkreten Erfolgsaussichten dieses Feldzuges betrifft. Aber gut, was den Weitblick über die Folgen solcher Entscheidungen angeht, so steht sie in einer langen und traurigen Tradition mit vielen anderen machtbesoffenen Schaumschlägern. Die wachsweichen Begründungen, mit denen sie die regierungsamtlichen Schönfärbereien in diesem Zusammenhang aufhübscht, kann sie sich durchaus sonstwo hinschieben; sie sind irrelevant. Für einen wohlwollenden Eintrag in den Geschichtsbüchern der nachfolgenden Generationen wird es jedenfalls nicht reichen. Aber sie wäre nicht die erste, die durch Unfähigkeit berühmt bzw. berüchtigt geworden ist. Man darf aber erwarten, dass der Zyklus vom Beginn ihres Angriffskrieges bis zur Würdigung in den Geschichtsbüchern in einem Informationszeitalter immer kürzer wird. Vielleicht erfährt sie also noch zu Lebzeiten, was fürn Bockmist sie da mal wieder verzapft hat. Aber vielleicht kann Guido Knopp ja auch noch was zu ihren Gunsten retten.

Menno, können diese Figuren nicht einfach nur nichts machen? Ich meine, können wir uns nicht besser selber regieren? Billiger wär's allemal. Solche Pfeifen braucht doch kein Mensch.

Wen ham wir noch? Achja, Arbeitslosenministerin Nahles. Die schwadronierte, als sie noch in der Opposition war, dass ihre Vorgängerin von der Leyen die HartzIV-Elendssätze nicht nur zu niedrig, sondern vor allem willkürlich angesetzt hat. (Bei der historischen »Bankenrettung« wurde übrigens nichts kleingerechnet, aber das nur am Rande.) Das führt dann zu solchen sinnfreien Regelsätzen, bei denen der Bedarf für Kinder viel niedriger veranschlagt wird als für Erwachsene. Wer Kinder hat, weiß, dass es sich in der Realität außerhalb des gemütlichen Reichstages dummerweise genau andersrum verhält. Aber das ist gar nicht mein Punkt. Viel schlimmer finde ich die Rückgratlosigkeit, die man bei vielen Ministern erleben kann. Immerhin wurde die Nahles doch mal dafür gewählt (nicht von mir latürnich), dass sie von der Leyens Vorarbeit in zentralen Punkten kritisierte. Das hat Nahles aber anscheinend beim Dienstantritt plötzlich alles wieder vergessen. Man fragt sich spontan »Werden frisch gewählte Politiker eigentlich bedroht, wenn sie in Machtpositionen kommen?« Anders ist ihre Prinzipienlosigkeit nämlich kaum zu erklären. Vielleicht nehmen sie ja auch irgendwelche bewusstseinsverändernde Regierungsdrogen, keine Ahnung. Ausschließen sollte man nichts.

Die anderen Powerfrauen in der größten Koalition aller Zeiten fallen zum Glück nicht weiter auf (Wanka und Hendricks fallen mir da lediglich als Füllmasse für die linkspopulistische »heute Show« ein). Allerdings bleibt von der Theatralik und der melodramatisch-revolutionären Attitüde, mit der insbesondere die feministischen Streithennen unserer Republik den Einzug der Weiber in die hohe Politik begleitet haben, nur ein Häufchen Elend übrig. Warum nochmal sollte man also insbesondere die Frauen bevorzugen? Aus reiner Gefälligkeit? Wenn sie sowieso nichts besser machen? Ich bin einfach zu blöd, um den Sinn zu verstehen. Denn versaubeuteln können Männer die Regierungsgeschäfte schon lange und genauso gut. Vom »Zeitalter der Frauen« sehe ich jedenfalls weit und breit nichts. Also gar nichts.

 


Kategorie: Politik, Gesellschaft

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