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»An Terroranschläge gewöhnen«

22.12.2016

So lautet die Empfehlung einiger selbsternannter TV-Experten, nicht erst seit dem Anschlag in Berlin.

»Deutschland steht schon lange im Visier des islamistischen Terrors«, heißt es regelmäßig in den Berichterstattungen zu den diversen Morden und Anschlägen, die seit Merkels Grenzöffnung in 2015 auffällig gehäuft auftreten. Das mag so sein, jedoch vermisst man bei derartiger Klugscheißerei schmerzlich die naheliegendste Frage aller Fragen: Warum ist das überhaupt so? Hat unser Land nicht Millionen Muslimen Schutz geboten, selbst gegen alle Einwanderungs-, Identitäts- und Passgesetze und mittels Aufgabe souveräner Grenzen? Nach einer Antwort muss man im Grunde nicht lange suchen, denn die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Es gibt deutsche »Spezialkräfte« im Nahen Osten für diverse schmutzige Jobs, die Bundeswehr hat einen logistisch wichtigen Part bei der völkerrechtswidrigen Einflussnahme westlicher Staaten ebendort und Ramstein ist die Zentrale, über die US-Drohnenmorde durchgeführt werden – ohne die US-Basis in Ramstein wäre das nicht möglich. Dazu gesellen sich korrupte Medien, deren völlig einseitige Berichte mit einer Dreistigkeit gestreut werden, dass einem immer öfter die Spucke weg bleibt.

Im Wochenrhythmus stehen dann irgendwelche geschniegelten Dampfplauderer in den Nachrichtenstudios, die dem gewöhnlichen TV-Konsumenten voller Bedauern und mit gespielter Sachkenntnis erklären, dass es sich bei den jüngsten Verbrechen wie u.a. in Freiburg und Berlin leider, leider um notwendige Übel handelt, die wir Bürgerlein zugunsten einer ominösen »Diversität« – die heilige Kuh der Globalisierung und des Lohndumpings – zu akzeptieren haben. Wer dem nicht folgt, gilt in der veröffentlichten Meinung sofort als »Rechtspopulist«. Dabei sitzen die eigentlichen Gesetzesbrecher und Antidemokraten an den Schaltstellen der Macht.

Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass man sich mit dem gehäuften Auftreten von Terroranschlägen in unserem Land anfreunden sollte. Ein säkularer Staat hat nicht die Aufgabe, irgendeine überinterpretierte Wüstenreligion plötzlich zu seinem kosmopolitischen Hätschelkind zu machen. Nicht die sog. Rechtspopulisten nehmen Muslime in Sippenhaft, sondern es ist eben die aktuelle bundesdeutsche Politik, die uns die Splatterattitüden irgendwelcher Komplettversager auf breiter Front und mit medialem Pomp als unvermeidliche Begleiterscheinung von religiöser Dolleranz verkaufen will und ihr damit eine Bedeutung zumisst, die ihr per gesetzlicher Definition schlichtweg nicht zusteht. Das Abendland hat unbestritten eine christliche Tradition, aber genauso hat es eine über viele Jahrhunderte bewährte und mit viel Blut erkämpfte kritische Haltung zum religiösen Dogmatismus entwickelt. Es kommt einem Affront gleich, wenn solche rechtsstaatlichen Prinzipien einer dummen und gänzlich missverstandenen Diversitäts-Folklore geopfert werden.

Die Situation ist gänzlich grotesk: Man kann nicht zusammen mit seinen »westlichen Verbündeten« den gesamten Nahen Osten destablisieren und hierzulande die Folgen dieser Aggression zur humanitären Glanztat transformieren. Was für eine grenzenlose Heuchelei: In Syrien geht es letztendlich um zwei beschissene Gas-Pipelines (aus Katar kommend); eine, die dem Westen genehm ist und eine andere Pipeline über eine alternative Route, für die sich Syrien entschieden hatte und die außerdem im Interesse von Russland und Iran war. Nur waren die beiden letzten Länder nicht diejenigen, die von Anfang an extremistische Milizen bewaffnet und finanziert haben, um ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen – ganz im Gegensatz zu der US-geführten »Koalition der Gierigen«.

Dabei kann man ja noch nicht einmal behaupten, dass ähnliche westliche Einflussnahmen wie z.B. im Irak auf eine langfristige Perspektive unter der Maßgabe bilateraler, stabiler Handelsbeziehungen hin zeigen. Bis auf die Tatsache, dass ein paar wenige Firmen wie u.a. Halliburton (Dick Cheney/Donald Rumsfeld) reich und fett geworden sind, ist der Irak auf Jahrzehnte hinaus eine blutende Wunde in dieser Region. Wie lange werden die Amerikaner brauchen, bis sie merken, dass man auf verbrannter Erde nichts verkaufen kann und dass die Besatzungskosten langfristig den Profit ihrer militärischen Strohfeuer komplett auffressen werden? Leider ist der einzige, dem auffällt, wie sehr dieses Kostenproblem auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der USA durchschlägt – mal aufgepasst – Donald Trump. Es bleibt natürlich abzuwarten, ob er sich mit dieser Auffassung gegenüber den unersättlichen Falken seines »Deep State« behaupten kann. Zumindest deutet er dem Wort nach eine veränderte Außenpolitik an. Man muss aber auch deshalb kritisch bleiben, weil die Verehrung der Streitkräfte in den USA common sense ist. Selbst in liberalen Medien wird diese Ehrbarkeit der Army, die eigentlich keine ist, kaum hinterfragt. Dass die Soldaten individuell nur Marionetten der Kartelle sind, ist in den USA nur selten Gegenstand der allgemeinen Diskussion. Wenn man sich die durchschnittlichen Blockbuster aus Amerikas kulturellem Zentrum Hollywood zum Maßstab nimmt, so enden sie seit Jahren immer damit, dass die Kavallerie am Ende alle rettet. Das ist exakt die Auffassung, wie sie in den allermeisten amerikanischen Hohlköpfen verankert ist.

Aber nochmal zurück zum Inland. Fakt ist, dass das Verhältnis der Bundesbürger gegenüber den Migranten bis zur mutwilligen Grenzöffnung in 2015 zwar höchstens zweckmäßig, aber nicht durchweg feindselig war. Fakt ist aber auch, dass dieses Verhältnis zu kippen droht. Die Ursachen dafür sind allerdings nicht die Rückbesinnung auf unsägliche nazi-deutsche Traditionen oder plötzlich wiederentdeckte Ressentiments aufgrund einer speziellen deutschen Disposition. Wenn man schon ganzen Bevölkerungsgruppen (neudeutsch »Pack«) ein inakzeptables Verhalten andichten will, dann dem »Pack« in der größten Koalition aller Zeiten, das sich über mehrere EU-Verträge sowie über die bundesdeutsche Gesetzgebung einfach per ordre de mufti hinweg gesetzt hat. Sie haben den Bogen überspannt und gehörten nach den üblichen Regeln wegen Hochverrats vor Gericht gestellt und abgeurteilt. Ihre Arroganz im tagespolitischen Referenzieren ihrer Taten wird nur noch übertroffen von der Bornierheit, dass sie nicht einen Millimeter zurückweichen. Merkels Satz, dass sich die Situation in 2015 nicht wiederholen dürfe, ist komplett substanzlos, wenn sich an ihrer prinzipiellen Meinung zu ihrem persönlichen Versagen nichts ändert. Sie setzt die Integrität eines gesamten Landes aufs Spiel, dabei ist sie laut Gesetz nur eine verdammte, mittelmäßig begabte Dienerin ihres Souveräns.

Die Opfer von Berlin und anderswo dürfen nicht umsonst gestorben sein, das ist das mindeste, das wir ihnen schulden. Denjenigen aber, die meinen, Terroranschläge seien ein notwendiger Kollateralschaden zugunsten eines bizarr überdrehten Toleranzverständnisses, gehört das Wort und das Mandat entzogen.

Zum Schluss noch zwei lesenswerte Link-Hinweise, einmal ein Artikel von Willy Wimmer (gefunden über die »Frankfurter Erklärung«; Originalquelle auf »Freie Welt«) sowie ein Beitrag von Don Alphonso bei der ansonsten zu diesem Thema wenig überzeugenden FAZ.

Für weihnachtliche Besinnlichkeit bleibt in diesen Tagen leider wenig Platz. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wie immer noch ein Video zum Schmunzeln: Feministische Weihnachtsdekoration mit ShoeOnHead. Wünsche euch von Herzen ruhige Feiertage!


Kategorie: Politik, Gesellschaft

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