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Hausputz

11.02.2016

Ich muss mal wieder ein paar zusammenhanglose Links loswerden.

Kein Anspruch auf Tiefgang, keiner auf Vollständigkeit und feministisch korrekt auf keinen Fall: Hier sind ein paar Dinger aus dem Internet, für die sich lange, tiefschürfende Artikel kaum lohnen.

Aus 'merica hören wir ja öfter mal die schrägsten Meldungen, wobei die derzeitigen Vorwahlen leider die Nachrichten dominieren. Dass man mit Donald Trump einen der schrillsten Kandidaten der letzten Jahrzehnte im Rennen hat, verdeckt leider die Tatsache, dass (außer vielleicht Bernie Sanders; Demokraten) eine Menge handfester Spinner in diesem Rennen mitmischen. Frau Clinton darf sich in diese Einschätzung ruhig einbezogen fühlen. Interessant an ihr ist lediglich, dass ihr Alleinstellungsmerkmal »ist eine Frau« als politisches Konzept offensichtlich nicht ganz ausreichen wird, um die Nuklearcodes zu ergattern. Bei den Vorwahlen in New Hampshire ist sie jedenfalls ordentlich auf die Fresse geflogen. Da hilft auch keine noch so zwielichtige Unterstützung wie die von Ex-Außenministerin Madeleine Albright (der Rockzipfel, an dem ein gewisser Joschka Fischer so gerne hängt). Albright hatte neulich melodramatisch prophezeit, dass es eine spezielle Ecke in der Hölle für solche Frauen gäbe, die anderen Frauen nicht helfen. Nicht nur solche Aussagen machen Wahlen in angeblich so hochdemokratischen Staaten wie in den USA zur Farce. Aber die Frauenkarte zieht natürlich immer; auch hierzulande – weshalb sie zur Grundausstattung eines jeden politischen Opportunisten zählt.

Übrigens: Auf dieser Seite kann man einen Film ansehen, in dem Johnny Depp (nur anhand seiner Stimme zu erkennen) eine nette Persiflage auf Donald Trump abgibt. Ebenfalls lustich ist diese Seite, auf der man der festgetackerten Frisur dieses lautstarken Präsidentschaftsanwärters den Marsch blasen kann.

Sage niemand, er hätte nicht gewusst, was er bekommt, wenn egozentrische Trienen die Lufthoheit mit ihrem Dummfug an sich reißen. Die 36 langweiligsten Fragen aller Zeiten von Frauen an Männer wurden ja sehr eifrig – auch in der deutschen Manosphere – behandelt, so dass inzwischen schon wieder Kritik aufkommt, weil man diesen EwiggestrigInnen so viel Aufmerksamkeit zukommen lässt. Auch wieder wahr. Aber was soll man machen? So gut wie jedes rein feministische Thema (Rape Culture, Gender Pay Gap etc.pp.) ist mit heißer Luft derart aufgeladen, dass sogar ernstgemeinte Antworten das Stadium der Selbstverständlichkeiten und der Trivialitäten kaum hinter sich lassen können. Mit anderen Worten: Es ist sauschwer, sich mit halbgebildeten Idioten wie Feministen auseinanderzusetzen, ohne selber Teil dieses selbstreferentiellen Wahnsinns zu werden. Man tut ihnen lediglich den größten Gefallen, weil man ihnen Aufmerksamkeit und Lebenszeit schenkt – ohne jemals etwas zu erreichen. Andererseits kann man solche Leute auch nicht einfach plappern lassen.

Eine ähnliche intellektuelle Verzweiflung treibt wohl auch »The Amazing Atheist« bei der Besprechung eines Artikels der Hippster-Seite »College Humor« an. Bei denen gab es nämlich neulich einen völlig humorfreien Beitrag von einer gewissen Shea Strauss, die Alltagssprüche auf ihre angeblich unterschwellige Bedeutung gegen Frauen uminterpretiert hatte. So lautet die korrekte feministische Übersetzung für »Du siehst müde aus« wie folgt: »Wieso trägst du nicht mehr Make-Up? Ändere dich für mich, Frau!«. In diesem Stil geht es gleich weiter: »Du siehst ohne Make-Up besser aus« heißt nach Straussscher Übersetzung »Du trägst zu viel Make-Up. Ändere dich für mich, Frau«. Die Tendenz dieses neuerlichen genderistischen Frage-Antwort-Spielchens ist also sonnenklar: Es geht wieder einmal um permanente Empörung, denn egal, was ein Mann zu einer Frau sagt, es ist immer das Falsche. Fragen dieser Gewichtsklasse wie »bin ich zu dick« oder »gefällt dir meine Frisur noch« sind alles mögliche, aber niemals Gegenstand von tatsächlichen Unterdrückungsstrategien seitens der Männer. So kann man nur argumentieren, wenn frau sich selber als Nabel der Welt auffasst. Tatsächlich handelt es sich bei dem Phänomen, dass Frauen ständig meinen, die Gedanken der Männer drehten sich ausschließlich um sie, um eine geradezu epidemische Fehleinschätzung. Die Männer wissen jedenfalls schon seit Jahrtausenden, dass Frauen, denen sie diese Aufmerksamkeit auf Schnuller-Niveau verweigern, zu unberechenbaren Furien mutieren können. Dabei haben die Typen noch Glück, wenn sie nur auf der Couch schlafen müssen.

Paul Joseph Watson von »Infowars.com« zeichnet sich in seinen Videobeiträgen auf Youtube öfter mal durch selbstgerechte, wenig differenzierte Tiraden gegen alles aus, was in seinen Augen irgendwie »politisch links« und nicht »konservativ« zu verorten ist. Sein Motiv, sich gegen feministische Positionen zu äußern, mag also eher dem Umstand geschuldet sein, dass er den Feminismus als rein linkes Projekt auffasst (was man anzweifeln kann). Das ist ein bisschen wenig Substanz in meinen Augen, aber es ist offensichtlich das Los vieler, die sich denkfaul und freiwillig irgendeinem weltverbesserischen Label unterordnen wollen (egal welcher politischen Ausrichtung). Sein letzter Beitrag zur Errichtung einer Art Gedankenpolizei bei Twitta trifft allerdings den Kern. Dort hat man nämlich ausgerechnet Anita Sharkeesian zur Beauftragten gegen Hassbeiträge etabliert, um aus dem Laden einen »Safe Space« vor allem für Frauen zu machen. Das ist ungefähr so absurd, als würde man hierzulande die Nervensäge Anne Wizorek zur Fachfrau für Genderangelegenheiten berufen. Ups, sorry, ich bin wohl gerade beim Schreiben ein bisschen eingenickt.

Dass die Hysterie der politischen Korrektheit nicht auf die USA beschränkt ist, erzählt Lauren Sothern in diesem Video. An einer Universität in British Columbia (Kanada) wird alljährlich zu einer symbolischen Umweltaktion aufgerufen. An diesem Tag sind die Studenten aufgefordert, die Heizungen runterzuschrauben und stattdessen einen Pullover überzuziehen. Beworben wurde die Aktion bisher mit einem Video, in dem eine Uni-Mitarbeiterin von einem weißen, heterosexuellen Studenten (!) ein schönes Kompliment für ihr umweltpolitisches Kleidungsstück erhält – sehr zu ihrem eigenen Wohlgefallen übrigens. Aber es kann der schönste Flirt nicht überleben, wenn es der Feministin nicht gefällt. Denn aufgrund zahlreicher frauenbewegter Proteste (wahrscheinlich so zwei bis vier) gilt das anstößige Video nach neuesten feministischen Erkenntnissen als hochgradig sexistisch. Und so musste sich die Unitätsleitung gleich nach der diesjährigen Veröffentlichung des Videos lang und breit für ihren frauenfeindlichen Umweltaufruf entschuldigen.

Es geht aber noch krasser. In Indien wollte ein Anwalt einen Gott namens Rama (nicht verwandt mit der gleichnamigen Magarine) verklagen, weil der sich in irgendeiner verstaubten religiösen Geschichte nach heutigen Maßstäben frauenfeindlich verhalten hat. Immerhin war die indische Justiz so helle, dass sie die Klage gar nicht erst zugelassen hat. Das ist so schräg, als würde man hierzulande die Bibel feministisch korrekt übersetzen lassen. Mist, bin ich doch glatt schon wieder eingedöst...

Aufpassen müssen auch die gewöhnlichen, harmlosen Männer mit ihren komischen maskulinen Hobbys wie z.B. Modelleisenbahnen. Denn diese verruchte Modellfigur von Viessmann (der Name ist Programm) kann bald nur noch gegen Altersnachweis und nur mit der Genehmigung einer Gleichstellungsbeauftragten verkauft werden.

Auf dem weiten Feld des alltäglichen Konsums gibt es sowieso noch einiges zu tun für die Frauenbewegten. Wie ich schon mehrfach berichtete, entsteht gerade eine neue Generation von Sexspielzeugen. Nun sind Rubbel-Klapparatismen für sexuelle Notlagen zwar keine neumodische Erfindung. Aber heutzutage erlaubt es das Internet, seine sexuelle Beziehung auch über weite Strecken mittels solcher modernen Technikwunder zu synchronisieren. Plastisch gesprochen: Jedesmal, wenn man in Deutschland auf einen IP-fähigen Dildo drückt, rappelt was bei der Fernliebe anderswo auf der Welt. Dolle Sache! Sicher gibt es dazu auch eine App, mit der man die besten Nummern abspeichern und bei Bedarf wieder abrufen kann. Selbst wenn die Frau also mal wieder eine Hyäne hat (oder wie das heißt), kommt Mann so auf seine Kosten. Ob die Krankenkasse solche Anschaffungen übernimmt? Bitte um fachkundige Infos.

Nicht alles im Internet ist allerdings schlecht und wir wollen unseren heutigen selektiven Blick auf das Geschlechterthema mit einem ernstgemeinten und gut gemachten Aufklärungsfilm abschließen. Der kommt aus Norwegen und ist in trollisch verfasst (glaub ich); man kann aber englische Untertitel einschalten. Ich weiß bloß nicht, ob man das Video auch ohne altersgerechtes Google-Konto ansehen kann, denn die Penisdichte ist für Youtube-Verhältnisse schon beachtlich. Trotzdem muss man begrüßen, dass endlich die Frauen mal von einer Frau erfahren, welche Produkteigenschaften dieses komische Ding zwischen den männlichen Beinen so hat.

So, jezz lege ich mich endgültig hin. Das war's für heute. Ach nee, einen noch:



Kategorie: Diverses

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