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Sorry, Mädelz: Frauentach glatt vergessen

10.03.2016

Deshalb heute mal nur Beiträge mit überwiegend weiblicher Beteiligung.

Das mit dem Vergessen geht ganz klar auf meine Kappe. Obwohl, den Frauentach zu übersehen, ist nicht besonders schwer. Man weiß immer nicht, ob das, was da so am 8. März in den Gazetten erscheint, tatsächlich aus dem aktuellen Jahr stammt. Denn die Vorwürfe und Anklagen wiederholen sich im Jahresrhythmus (mindestens). Die Marketingabteilung des Feminismus bräuchte tatsächlich mal ein paar frische Ideen, um der Anklageindustrie neuen Schwung zu verleihen. Vielleicht wäre es auch sinnvoll, nicht immer nur auf dem einen Thema mit den drei berüchtigten Buchstaben rumzureiten. Also, »rumreiten« im übertragenen Sinn wäre ja für sich genommen noch okay, aber – um mal im Bild zu bleiben – speziell bei Feministinnen hat man ständig den Eindruck, dass sie beim Reiten verkehrt herum auf dem Gaul sitzen und »Hüh-Hott« rufen.

Es geht ja das Gerücht, dass wir Tüpen von der männerbewegten Front immer nur schlecht über die Mädelz denken, dass wir ihnen nichts zutrauen, sie nicht ernstnehmen, sie objektifizieren und diese Objekte dann auch noch unsichtbar machen. Aber das stimmt überhaupt nicht, denn längst nicht alle Objekte sind Frauen, habe ich mir sagen lassen. Wir mögen nur keine behaarten, pampigen und auch noch schlecht angezogenen Feministinnen, das ist alles. Es gibt viele kluge Frauen, sogar solche, die sich mit Politik auskennen und die auch bei den heikelsten Fragen nicht vor solchen patriarchalischen Dingen wie Logik, Konsistenz und Glaubwürdigkeit zurückschrecken – anstatt sich wie die Femis auf Bauchentscheidungen zurückzuziehen.

Nehmen wir z.B. das jüngste Video der Youtuberin Jasinna, in dem sie sich mit dem »Schießbefehl«-Skandal von Frau Petry auseinandersetzt. Nein, auch ich mag die AfD oder andere x-beliebige Parteien nicht besonders (wie Jasinna auch), aber der eigentliche Skandal im Zusammenhang mit der so heftig kritisierten Äußerung Petrys ist nicht, dass sie überhaupt an das entsprechende Gesetz zum Schusswaffengebrauch erinnerte, sondern was unsere gesalbte Presse mal wieder daraus gemacht hat. In diesem Ausmaß, wie darüber berichtet und moralisiert wurde, in der Art und Weise, wie hier sinnentstellend ein paar wenige Satzfetzen zum Skandalmonster aufgeblasen wurden, ist die fehlende Redlichkeit der Mainstreampresse weitaus blamabler als alles, was Petry bisher von sich gegeben hat. Nach meinem Geschmack ist »Lügenpresse« in diesem speziellen Fall noch viel zu milde.

Im selben Video geht Jasinna auch noch auf die Flüchtlingskrise ein. Der große Run auf das gelobte deutsche Land ging tatsächlich erst so richtig los, nachdem Merkel persönlich das »Go!« verkündet hatte (ähnliches hatte RT neulich aus Syrien berichtet). Einschränkend muss man allerdings sagen, dass die Flüchtlingsströme auch schon vorher ein enormes Problem vor allem für Italien darstellten, jedoch nicht in dem jetzigen Ausmaß und auch nicht als ein von Merkel persönlich zu verantwortendes Debakel. Hinzu kommen diverse Nebenwirkungen wie z.B. das unerträgliche Anbiedern an den eingebildeten Kalifen Erdogan oder die Waffenlieferungen an Diktaturen wie Saudi-Arabien. In diesem Zusammenhang wurden u.a. deutsche Polizisten erwähnt, die in diesen Wüstenstaat »ausgeliehen« wurden, um das Regime im Kampf gegen Oppositionelle (im Fachjargon »Rebellen«) zu unterstützen. Man kann also durchaus sagen, dass die Merkel-Regierung dabei mithilft, Oppostionelle in Saudi-Arabien zu ermorden – und das ganz losgelöst von der Tatsache, dass es dort auch noch mittelalterliche Todesstrafen wegen klerikaler Nichtigkeiten gibt. Der Kommentar von Regierungsseiber Spreching dazu: »Vertretbar«.

Also, Leutz: Schaut euch das Video von Jasinna an (Link oben). Es ist wie alle anderen Videos von ihr gut recherchiert, stringent in der Beweisführung und ein Vorbild an journalistischer Gründlichkeit.

So, das war der unangehme Teil. Weiter geht's mit einem harmloseren Youtube-Video, das ebenfalls eine Frau verfasst hat. Ihr Thema ist das Phänomen »Turnaround«. Tja, wie soll ich das jezz erklären? Am besten schaut ihr euch die fundierte Einführung und die überzeugenden Argumente dieser Fachfrau selber an. Es muss irgendwas technisches sein, aber ich muss mir diese Einführung wahrscheinlich doch noch einige Male ansehen, bevor ich sie wirklich verstanden habe. Im Moment kann ich mich tatsächlich nicht so gut konzentrieren wie sonst. Komisch. Aber seht selbst.

Den Frauentach gibt's natürlich auch in Indien. Wir kennen dieses wuselige Land aus der Presse ja immer nur als rückständiges Vergewaltigungsparadies für dauergeile Frauenunterdrücker. Aber so einfach ist es anscheinend doch nicht. Denn das Thema Feminismus treibt auch dort schon seit vielen Jahren sein Unwesen. Die Zeitspanne muss sogar beachtlich sein, denn sonst wäre ein Film wie dieser zum Frauentach kaum vorstellbar. Zumindest sind wir hier in unserem nicht mehr ganz so heimeligen Deutschland längst noch nicht so weit, als dass ein Beitrag von Frauen zum Frauentach wie der indische überhaupt möglich wäre. Taschentücher bereit halten.

Nur so ein loser Gedanke, der mir aufgrund eines Links im Manndat-Forum von heute kam. Eine Südafrikanerin, die in Berlin lebt, beklagt, dass von deutschen Männern überhaupt keine Initiative ausgeht. Das hört man immer wieder, dass speziell deutsche Männer den Frauen immer öfter jedes Bindungsinteresse verweigern; viel öfter als in anderen Ländern jedenfalls. Ist das ein Ausdruck der berüchtigten »deutschen Gründlichkeit«? Denn jahrzehntelange antimaskuline Propaganda bleibt eben doch nicht ohne Wirkung – was ja auch nie beabsichtigt war. Wenn Männer nun konsequent solche Kritik an sich verinnerlicht haben und die formal richtigen Konsequenzen ohne jede libidinösen Unschärfen oder Toleranzen ziehen, dann wäre das durchaus »typisch deutsch«. So typisch deutsch, wie es z.B. der Historiker Christopher Clark von uns komischen Mitteleuropäern behauptet. Ihn fasziniert einerseits der deutsche Hang zur Romantik (ich meine jezz die Epoche bzw. die fast naive Naturverbundenheit, nicht die Groschenromane) als auch die Fähigkeit, Dingen bis zuletzt auf den Grund zu gehen (deutscher Erfindergeist z.B.). Das wäre doch mal im Hinblick auf das Geschlechterthema ein schöner Aufhänger für einen tiefschürfenden Diskussionsabend über kulturelle Eigenheiten, finde ich.

Ein oft strapaziertes Thema ist die Frauenquote. Ich weiß, das Thema hängt meinen Lesern wahrscheinlich längst zu den Ohren raus, aber manchmal gibt es doch den einen oder anderen sinnvollen und lehrreichen Artikel, wie z.B. neulich in der Telepolis. In dem Zusammenhang taucht auch immer wieder die Frage auf, wieso Frauen Quoten brauchen, aber nicht selbst in der Lage sind, feministisch korrekte Unternehmen zu gründen. Vielleicht hilft hier eine neue Geschäftsidee aus den USA namens »TamponHero.com« weiter. Nur als krisensichere Anregung, denn geblutet wird irgendwie immer und es würde dem weiblichen Faible für die Areale südlich des Bauchnabels wunderbar entgegen kommen. Nichts zu danken, Ladys. So bin ich halt.

Nun gut, ein paar andere typisch weibliche Phänomene halten sich hartnäckig, etwa die feminine Auffassung vom Straßenverkehr. Das mit dem Einparken ist ja nun schon so oft durchgenudelt worden, dass es sich inzwischen auf ein Alltagsphänomen reduziert hat, mit dem wir alle zu leben gelernt haben. Man erkennt auch gleich die positiven Absichten der Frauen dabei, denn es schärft die meditative Geduld vor allem der männlichen Straßenverkehrsteilnehmer und bewirkt so eine allgemeine Entschleunigung unseres Transportwesens. Um aber gewissen mentalen Abnutzungserscheinungen entgegen zu treten, hat sich eine schlaue Autofahrerin in den USA etwas Neues überlegt, wie uns dieser Polizeibericht zeigt. Sie hatte sich nämlich mit ihrem Wagen in einen unschuldigen Baum gebohrt, der alsdann in der Kühlerhaube feststeckte. Trotzdem geriet diese vorbildliche Lenkerin nicht in Panik, wie das Video zeigt. Ein Mann wäre mit so einer Situation wahrscheinlich völlig überfordert gewesen.

So, zum Abschluss noch als Beweis, dass selbst die erfolgreichsten Megastars die Frauen verehren und achten, ein Klassiker von Sasha Cohen Baron:


Kategorie: Male, Female

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Kat: Diverses