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Jezz ist Schluss

07.11.2016

Es geht u.a. um dieses leidige Problem mit dem Rechenzentrum bzw. dem Provider.

Das Thema des Serverausfalls bzw. der Stadtmensch-Seite hatte ich neulich ja schon einmal erwähnt – ein einziges Ärgernis. Aber weil man sich von langjährigen Providern, zu denen man auch einen persönlichen und privaten Draht hatte, nicht von heute auf morgen sang- und klanglos verabschieden will, übt man sich angesichts der – zumindest im Zeitalter des »Neulands« – endlos langen Ausfallzeiten länger in Geduld, als es angemessen wäre. Der Provider-Support war zuletzt lausig bis unfähig und wurde am Schluss auch noch pampig. Es war an der Zeit, die Reißleine zu ziehen.

Der Transfer zum neuen Provider war trotzdem etwas holprig, weil bei der verwendeten neuen Typo3-Version (das ist das System, mit dem ich am liebsten arbeite) einige Erweiterungen, die in der alten Version funktionierten, rumzickten. Ein paar Funktionen muss ich also noch nachliefern mit der Zeit.

Außerdem war die Stadtmensch-Seite längst nicht die einzige Seite, um die es beim Provider-Debakel ging – und bei mir gehen Kunden grundsätzlich vor meinen eigenen Projekten. Bei meinem Kumpel – ein Klempner – isses übrigens auch so: Die ältesten Rohre und die meisten Lecks hat er selber zu Hause. Ich verstehe das und so ähnlich geht mir das mit meiner eigenen Seite.

Also auf zu einem neuen Provider, selbst wenn das lästig und nervenaufreibend ist. Der Neue hat einen exzellenten Ruf und sein Support ist bislang von allererster Qualität. Das neue System liegt außerdem auf einer SSD, was natürlich für das Antwortzeitverhalten mehr »Schwuppdizität« (Zitat c't) bedeutet. Die technische Umgebung ist jedenfalls so stabil, dass mich zukünftig eigentlich nur noch die Zensurkeule irgendwelcher finstren Amadeus-Ohnemozart-Stiftungen ärgern könnte. Aber ich schreibe ja meistens mit dem Florett und nicht mit dem Vorschlaghammer, sozusagen.

Nun zum interessanteren Part. Neulich stolperte ich über einen Artikel auf der Seite »Firstlife«. Ein schickes Logo hamse, aber ich lese da immer »Fistlife«, was natürlich leicht bizarre Assoziationen weckt. Aber hey, der Designer sollte sich schämen, nicht ich. Bestimmt hat er's drauf angelegt, dass man sich schnell verliest. So ein Ferkelchen.

In dem besagten Artikel geht es einmal mehr um die Bindungslosigkeit heutiger Frauen. Gleich im Anreißertext (von »Teaser« kann man da nicht reden) steht eigentlich alles, was man von diesem Schrieb erwarten kann:

 

Dating in 2016 aus Frauensicht: Ein einziger Spießroutenlauf
Vielleicht, irgendwann, mal sehen – Das sind anscheinend die Lieblingswörter einer Generation, die sich kaum noch festlegen möchte und lieber den Kontakt abbricht, anstatt sich mit den eigenen Gefühlen auseinandersetzen zu müssen. Ein Beitrag aus Sicht einer Frau.

 

Auch einen Kommentar einer gewissen Frieda unter dem Artikel fand ich sehr aufschlussreich:

 

Aber liebe Männer, es tut mir leid, doch ihr seid es, die den ersten Schritt tun müssen, um das verlorene Vertrauen herzustellen. Nicht, weil ich als Frau die Schuld euch zuschiebe oder ich Wiedergutmachung für irgend etwas fordere, sondern weil ich die Prinzessin bin und du der starke&strahlende Ritter ?? Nein, im Ernst: Ich bin super feministisch (und nehme meine Karriere sehr ernst), aber genau das suche ich als Frau, vielleicht nur unterbewusst: Jemanden, der größer ist als ich, jemanden, der mich beschützen und um mich kämpfen kann. Und, vielleicht liege ich falsch, aber seid ihr als Männer nicht wie dafür gemacht, um die Dame eures Herzens zu werben? Ich glaube nicht, dass eine Beziehung funktionieren kann, ohne dass beide zueinander aufblicken können, ich zu dir und du zu mir. Diese Reihenfolge des ersten Schrittes ist biologisch tief in uns verankert.

 

Die Leier ist bekannt: Selbst wenn eine Frau sich als »super feministisch« deklariert, dämmert ihr offensichtlich von Zeit zu Zeit, dass Feminismus und »Ich will aber jetzt erobert werden! Sofort!« einen gewissen Eindruck von »Infantilität« hinterlässt, mit der hochmoderne Frauen heutzutage kämpfen. Und wieso nochmal sollten in diesen höchst emanzipierten Zeiten Männer um Frauen kämpfen? Zumal, wenn immer mehr Männer gar nicht mehr über die Ressourcen verfügen, mit denen sie gemeinhin solche selbsterklärten Prinzessinnen beeindrucken können. Aber das ist nur einer von mehreren Gründen.

Offensichtlich reicht die emotionale Tiefe heutiger Frauen nicht aus, um in Männerherzen ein Feuer zu entfachen. Nein, Schlafzimmerblicke, dolle Frisuren oder gar Krokodilstränen in melodramatischen Situationen sind keine emotionale Tiefe. Außerdem erleben es die Männer ja oft in ihrer nächsten Umgebung (oder haben es selber schon durchgemacht): Sie sollen den ersten Schritt beim Kennenlernen machen, aber die Frauen sind die ersten, die nach wenigen Jahren die Scheidung einreichen. Was soll daran reizvoll sein? Das Ding mit der Beliebigkeit gegenüber festen Beziehungen hat also – wie immer – zwei Seiten, die sich lediglich in ihrem zeitlichen Raster unterscheiden. Doch bei einer Familiengründung mit Kindern, welche mal locker 20 Jahre lang eine verlässliche Unterstützung brauchen, wird Beliebigkeit nach dem allseits gefürchteten Oxytocin-Schwund während einer Partnerschaft (das ist das berüchtigte »Kuschelhormon«) zur ausgewachsenen Katastrophe für alle Beteiligten.

Von der ständigen Propaganda gegen Männer als »halbe Wesen« (Cornelia Pieper, FDP) oder von einer »Krankheit namens Mann« (Spiegel) und diversen anderen Hate Speeches will ich gar nicht erst anfangen. Ich zitiere mich gerne an dieser Stelle noch einmal selber: Männer wollen geliebt werden, weil sie Männer sind und nicht obwohl sie Männer sind. Wer aber die bekannten Parolen im Stil unserer Hochleistungs-Politiker (oder deren mediale Hofschranzen) durch die Gazetten posaunt, hat nicht nur nichts verstanden, sondern entblößt sich als 1a-Empathie-Ekel.

Es hapert ja schon oft an den Grundvoraussetzungen. Intimität und Sexualität, die auch für den gewöhnlichen Mann mit Verletzbarkeit und Fragilität einher gehen, werden nur unter bestimmten Bedingungen zugestanden, z.B. dann, wenn die Männer den Prinzessinnen ein Königreich zu Füßen legen. Diese »Deal-« oder »Basar-Attitüde« ist an sich schon unerträglich, steht aber bei den vielen Friedas der oben zitierten Bauart an allererster Stelle. Sie möchte »erobert werden«, sie möchte »über Gefühle reden« (aber hauptsächlich ihre eigenen) und vor allem möchte sie »keinen Loser durchfüttern müssen« (andersrum isses aber kein Problem). Natürlich spricht frau fast automatisch von der »großen Liebe«, wenn der Mann jovial, spendabel und finanziell gesichert daher kommt – das meinen die mit dem »Prinzen« oder dem »Ritter«. Von »Knappen« oder gar »Leibeigenen« mit einem guten Charakter und einem großen Herz (oder was Frauen sonst noch groß finden) ist fast nie die Rede, komisch. Es ist mir völlig schleierhaft, wie man darin keine Ungleichverteilung der Lasten sehen kann. Selbst die gesuperte Feministin brabbelt an dieser emanzipierten Sollbruchstelle frank und frei von einer scheinbar unüberwindbaren »Biologie« und von einer quasi gottgegebenen Aufgabenverteilung zwischen Männern und Frauen. Auf soviel krudes Zeug muss man im Genderzeitalter erstmal kommen. Männer sind mitnichten ausschließlich dafür da, Frauen zu beglücken. Sie haben – mal aufgepasst – genau wie Frauen einen Wert an sich. Es kann nicht sein, dass von der Phrase »in guten wie in schlechten Tagen« die »guten Tage« für die nebulösen Pirouetten weiblicher Erotik vorgesehen sind, die »schlechten Tage« allerdings für »Falschbeschuldigungen, Kindesentzug und lebenslange Alimente«.

Es ist so, wie ich es in früheren Artikeln schon oft aufgeschrieben habe. Der Feminismus bzw. die Emanzipation hat eben nicht nur den Frauen vermeintliche Freiheiten verschafft, sondern hat auch die Männer von ihrer Verpflichtung als Romantik-Dienstleister und/oder Familien-Funktionsdrohne entbunden. Es ist inzwischen kein Makel mehr für einen Mann, wenn er eben keine Familie gründet, wenn er sich ein schönes Leben macht und die Früchte seiner Anstrengungen selbst genießt, anstatt sie den unersättlichen Erwartungen von MenschInnen zu überantworten, die außer »schön sein« fast nichts auf der Pfanne haben.

Dabei gibt es durchaus Frauen, von denen ich annehme, dass sie betont weibliche Interessen haben, ohne die Männer als reines Erfüllungsinstrument oder als Existenzabsicherung zu betrachten. Beispielhaft sei hier auf ein Interview mit Lisa Fitz verwiesen. Zwar geht es darin hauptsächlich um die Rolle des Kabaretts, aber zwischen den Zeilen geht es ihr auch darum, dass Frauen selber den Weiberarsch (in Fitzens Fachgebiet vor allem) hochkriegen, statt permanent darauf zu warten, dass die patriarchalische Welt den Frauen das Vorankommen versüßt. Mit ziemlicher Sicherheit hat Fitz auch urfeministische Ansichten, doch sie macht nicht den Eindruck, als wäre sie deshalb anderen – auch widersprüchlichen – Interessen gegenüber vollkommen empathielos – so wie die vielen anderen berüchtigten KleingeisterInnen, die sich als Sprachrohr für ultimative Fraueninteressen empfinden.

Ist schon die fehlende Aufmerksamkeit heutiger Männer für Frauen nur schwer verdaulich, so steht ein weiterer Erfahrungswert für sie noch aus. Es ist die Unumkehrbarkeit der verfahrenen Situation. Männer, die einmal die Freiheit von suggerierten, »biologistischen« Aufgabenverteilungen zwischen den Geschlechtern genossen haben, lassen sich kaum mehr zum Romantik-Hansel umfunktionieren. Dabei überschätzen viele Frauen ihre erotische Einzigartigkeit in einem epischen Ausmaß. Es sagt nämlich etwas aus, dass viele Männer inzwischen lieber Pornografie konsumieren, statt auf die eingebildete Leidenschaft irgendwelcher katalog-tauglichen Kleiderständer zu setzen. Nicht mal die jungen Männer kann frau mit erotischen Plattitüden hinterm Ofen hervor locken – und daran wird sich mutmaßlich auch nicht mehr viel ändern.

Was könnten Frauen also selber aktiv tun, um stabile Beziehungen aufzubauen? Tja, diese Frage können die Frauen nur selber und individuell beantworten. Integrität und Authentizität wären schon mal ein guter Anfang. Reden ohne narzisstische Vorbedingungen wäre ebenfalls klug und nicht diese nervtötenden, nonverbalen Ratespielchen und Shittests. Und vor allem: Den feministischen Schnuller endlich wegschmeißen! Aber pronto! Das Thema »Aussehen« ist es dagegen eher nicht: Nichts ist so flüchtig wie die »Schönheit« im schnöden Alltag einer Zweierbeziehung. Leidenschaft u.a. ist Schönheit, soviel darf ich aber durchaus verraten. Sex ist gesund!

 


Kategorie: Diverses, Male, Female

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