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Kenne ich gut

22.11.2016

Kerle erzählen, welche doofen kleinen Dinge ihre Freundin zum Ausrasten brachten.

Witzseiten sind ja meistens nicht die Quelle für tiefgründige Erkenntnisse über das schnöde Leben; schon gar nicht die im Internet. Hier allerdings wird eine hübsche Reihe von unerklärlichen Beziehungs-Eskalationen aufgelistet, die wohl jeder einmal mit Frauen erlebt hat.

Ich nannte sie einmal meinen »kleinen Kürbishintern« und sie redete zwei Tage nicht mehr mit mir.

Es ist u.U. lebensgefährlich für einen Mann, auch nur den Hauch einer Bemerkung über IHR Aussehen zu machen. Aber selbst wenn mann sich völlig unbeteiligt wähnt, bringt schon der kleinste Anlass beim Thema »Aussehen« die gewöhnliche Frau zur Rage. Einmal meinte meine Ex, ihre Frisörin hätte zuviel Haare abgeschnitten und heulte geschlagene sechs Stunden rum. Selten habe ich sie so fantasievoll bei der Benutzung von allerlei Satzverstärkungswörtern, fäkalen Umschreibungen, Flüchen und Verwünschungen erlebt.

Sie wurde sauer wegen einer fiktiven Situation, die sie sich komplett ausgedacht hatte und die nie geschehen war. Der Streit dauerte zwei Tage.

Jaja, in harmloseren Situationen heißt es zu dieser anscheinend angeborenen Streitlust, dass Frauen sich gerne »an Männern reiben«; also rein emotional, nicht physisch. Anlässe für solche sinnlosen Debatten finden sich natürlich immer – und sei es, dass der Mann angeblich komisch geguckt hat. Nur Frauen kennen sich mit Gefühlen und Telepathie aus!

Meine Ex fragte einmal, ob sie jemals wegen dummer, kleiner Anlässe sauer geworden wäre. Ich sagte, das wäre sie. Ratet mal, wer sauer wurde.

Besonders aufregend ist es, wenn der Mann raten soll, wo's seiner Holden gerade zwickt.

Sie stöberte in meinem Telefon rum und fand nichts, über das sie sich aufregen konnte. Daraufhin regte sie sich auf, weil ich angeblich alles gelöscht hatte.

Vor Jahren gab es mal eine Anleitung in der Omma, wie frau die Internet- und Telefonaktivitäten ihres Lovers nachverfolgen kann, um eventuellen erotischen Verfehlungen auf die Spur zu kommen. Und nein, besagte Anleitung war latürnich nicht von einer Frau geschrieben worden, sondern – was denn sonst – von einem männlichen Frauenversteher.

Einmal wachte ich auf, weil sie mir ins Gesicht geschlagen hatte. Ich hätte sie in ihrem Traum eben nicht betrügen sollen, meinte sie.

Ein Klassiker der weiblichen Kontrollsucht! Nicht mal im eigenen Traum erträgt sie es, wenn ihr Typ mit Aufmerksamkeitsentzug droht. Außerdem ist es für die meisten Menschen irgendwie lustig, wenn Frauen ihre Männer schlagen (umgekehrt natürlich nicht). Doch Schläge haben wenig mit der Frage zu tun, wer wem am meisten körperlich schadet. Für mich persönlich ist das eine der roten Linien, die niemals überschritten werden dürfen. Gewalt geht gar nicht, auch keine »lustige« oder »harmlose«. Ende der Diskussion.

Sie wurde sauer, weil ich vor ihr meinen Abschluss machte (ich bin ein Jahr älter)

Na hoffentlich hat der Mann, dem das passierte, seinen Schwarm gleich vor die Tür gesetzt. So eine anlasslose emotionale Tyrannei muss man nicht dulden in einer »Liebesbeziehung«. Diese Tour wird er sonst bei allen ähnlichen Anlässen wiederholt vorfinden.

Es ist schon erstaunlich, aus welchen Nichtigkeiten Frauen manchmal Reibereien generieren. Das passiert nicht nur zwischen Männern und Frauen, sondern auch bei Frauen untereinander. Ebenfalls erstaunlich ist es, dass in solchen aufgepeitschten Momenten ein Machtwort des Dominus dem überdrehten Treiben ein Ende setzen kann. Als sich einmal meine Ex und meine Tochter heftig stritten, schickte ich beide per ordre de mufti zur emotionalen Abkühlung jeweils ins Schlaf- bzw. Kinderzimmer. Es funktionierte! Dabei bin ich eigentlich genau das Gegenteil von einem Befehlstyp. Faszinierend, wie friedlich anschließend das gemeinsame Abendessen verlief; als wäre nie was gewesen.

Sie wird sauer, weil ich sauer auf sie bin.

Typische Doppelstandards. Das gehört auch zur Rubrik »Männer sollen mehr über ihre Gefühle reden«. Denn in Wahrheit interessieren sich Frauen nämlich nicht besonders für die Gefühlsduseleien ihrer Männer. Mittelpunkt aller Auseinandersetzungen ist ausschließlich das, was SIE fühlt.

Sie wurde sauer, weil ich ihr erzählte, dass ich ihr in den Kopf schießen würde, wäre sie ein Zombie.

Mal langsam: Es ging hier um eine Situation, die komplett ins Reich der Fabeln gehört, aber sie strickt daraus einen Vorfall mit Alltagsrelevanz? Das ist ziemlich schräg.

Sie wusste nicht, dass ich Spanisch spreche, obwohl ich aus Kolumbien bin. Danach konnte sie mir scheinbar nicht mehr trauen.

Wieder so ein Beispiel für allumfassende Überwachung und kompletten Dirigismus. Frauen mögen es gar nicht, wenn ihr Mann etwas hat, auf das sie aus offensichtlichen Gründen keinen Zugriff haben. Es fängt schon damit an, wenn sie für ihre Lover die Garderobe aussuchen wollen. Wehe, Mann wehrt sich gegen diese typisch weibliche Deutungshoheit. Das wird als direkter Affront und Liebesverweigerung verstanden.

Als sie einmal bei mir übernachtete, entdeckte sie ein Paar Ohrringe auf meinem Nachttisch. Sie rastete komplett aus, weil ich sie angeblich betrügen würde. Dabei waren es ihre eigenen, die sie Stunden zuvor dorthin gelegt hatte.

Und ich Ignorant dachte immer, Frauen hätten zu ihrem Blingbling stets eine besondere emotionale Beziehung. Immerhin verschwenden sie doch einen Riesenberg Ressourcen dafür, um aufgehübscht und als attraktiv wahrgenommen zu werden.

Einmal bot ich ihrer besten Freundin einen Kaffee an, meiner damaligen Verlobten aber nicht, da ich wusste, dass sie keinen Kaffee mag. Es lief trotzdem schief.

Du Dussel hättest ihr ja stattdessen einen Champagner anbieten können! Selbst bei einfachsten Dingen wissen Männer oft nicht, wie man eine Lady behandelt. Jesses.

Sie beschuldigte mich, weil ich in der Lage sei, meine Erektionen zu kontrollieren.

Das ist ebenfalls ein Klassiker. Angeblich freuen die Frauen sich, wenn der Tüp »nicht mit dem Schwanz denkt«. Andererseits fallen Weiber jedesmal in eine Sinnkrise, wenn ihr Männe auch mal keine Lust hat und ihre sexuellen Automatismen keine Wirkung zeigen. Ganz schlimm wird es, wenn er sich ab und zu selbst befriedigt. Ich rede nicht von Untreue, sondern von eigentlich harmlosen feuchten Vorkommnissen.

...weil sie jede Woche den Müll rausbringen musste, da ich (von meiner Firma) versetzt worden war.

Ach Gottchen, die berüchtigte Mülltonne und die stereotypen Ansprüche der Frauen. Warum ist er auch nicht nach Hause gekommen, um seinen patriarchalischen Pflichten nachzukommen?

Sie wurde sauer, weil meine Füße (im Bett) von ihr weg zeigten. Für sie bedeutete das, ich würde sie nicht mehr lieben – wegen meiner »Körpersprache«. Ich hatte geschlafen.

Das ist übrigens auch ein Teil des jüngst ausgerufenen »postfaktischen Zeitalters«: Nicht die nackten Tatsachen bzw. die nackten Füße sind hier das ausschlaggebende Argument, sondern das, was jemand in so eine Situation hinein interpretiert. Das letzte Mal hatten wir so einen gesellschaftlich-esoterischen Befall im Mittelalter, wenn ich mich recht entsinne (ist schon was her).

Meine Ex-Verlobte fing Streit darüber an, dass sie an einem Wochenende ihren »Freiraum« bräuchte. Am darauffolgenden Montag fing sie wieder einen Streit an, weil ich ihr diesen Freiraum zugestanden hatte.

Das ist wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit, denn um ihr den Freiraum zu ermöglichen, wird er natürlich etwas anderes ohne sie unternommen haben. Wer bis hierher mitgelesen hat, weiß inzwischen, dass das mit Frauen nicht funktionieren kann. Bestimmt hätte es ihr gefallen, wenn er ihr während ihres »Freiraums« nachgestellt hätte, weil er ohne sie nicht zurecht kommt – denkt sie.

Sie wurde sauer, weil ich Gegenargumente hatte.

Dieses Phänomen findet man gelegentlich auch bei feministischen Ergüssen. Da werden wilde Dinge behauptet und Männer umfassend wegen aller möglichen Dinge mit fantastischen Buzzwords à la »angry white men« angeklagt, aber dagegen anreden, das geht für Frauen gar nicht – und wenn es noch der größte Schwachsinn ist. Sie meinen, die Männer sollten einfach doch nur mal fasziniert der rein weiblichen Analüse zuhören. Dazu passt auch das Märchen bzw. die feministische Aversion gegen »Mansplaining«, obwohl jeder eigentlich weiß: »Ein Mann – ein Wort, eine Frau – ein Wörterbuch«, so sieht das nämlich aus.

Einmal kaufte ich mir neue T-Shirts, denn meine waren alt und hatten Löcher. Sie behauptete, ich würde sie betrügen.

Hatten wir schon: Männer und ihre Garderobe. Frauen fühlen sich automatisch dafür zuständig, wenn sie mit einem anbandeln – und zwar alleine, absolut und unnachgiebig. Frauen entwickeln einen unglaublichen Ehrgeiz darin, aus dem wilden, ungezähmten Mann ein zivilisiertes Wesen zu machen. Nach ein paar Jahren wundern sie sich dann über die Lusche, mit der sie immer noch zusammen wohnen.

Im Scherz begrabschte ich einmal in einem Laden die Brüste einer Schaufensterpuppe. Meine Freundin, die kleinere Brüste hat, schrie mich an: »Ist es das, was du willst: große Brüste? Warum suchst du dir nicht eine Frau mit großen Brüsten, wenn es das ist, was du willst?«

Nein, beim Thema Busen verstehen Frauen überhaupt keinen Spaß; ganz egal, ob es die Polygon-Titten von Lara Croft oder die Plastik-Wölbungen bei einer Schaufensterpuppe sind. Aber weil laut Feminismus sowieso alles nur »sozial konstruiert« ist, schafft es die femnistische Evolution sicherlich irgendwann, dieses Zentrum der zweigeschlechtlichen Missverständnisse und Überbewertungen an eine unverfänglichere Körperstelle zu verfrachten. Bis dahin ist es Männern strikt untersagt, jemals etwas über den Busen einer Frau zu sagen. Die einzigen, die in diesem Bereich das Wort ergreifen dürfen, sind andere Frauen. Aber falls etwas kritisches dabei ist, kann man davon ausgehen, dass solche Frauenbeziehungen ein Leben lang verpestet sind. Der Konkurrenzdruck bei diesem Thema ist beachtlich – wieder etwas, bei dem wir simplen Männer meistens mit Unverständnis reagieren.

 


Kategorie: Male, Female

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