Header

Artikel Detailansicht

< Merkel ist das Problem
   

Hurra-Sexismus

08.12.2017

Der Hashtag #metoo als »Bullshit Of The Year«.

Wie gemeldet, hat die Times #metoo historisch für so wichtig befunden, dass sie es zur diesjährigen »Person Of The Year« erhoben haben. Allüberall applaudieren Medienleute kampagnenbesoffen zu dieser Entscheidung, insbesondere die im (US-amerikanischen) linksliberalen Lager. Für sie sieht die Welt so aus, als könnten sie nun endlich nach tausenden Jahren der sexuellen Unterdrückung x-beliebigen Männern existenziell und ohne jede Mühe ans Bein pinkeln. Sie finden ihre Sache vollkommen gerecht und widerspruchslos und verzichten bei derartigen Anschuldigungen auf jede noch so geringe Differenzierung. Das Wort »Unschuldsvermutung«, ein spätestens seit dem römischen Reich bewährtes Rechtsprinzip, ist durch ein paar wenige Mausklicks und durch eine bombastische Skandalisierung komplett über Bord geworfen worden – und das nur wegen ein paar lausigen Clickbaits (also Geld).

Wie anno 1914 fahren die Soldatinnen der feministischen Front samt ihren pudeligen männlichen Geschützhelfern euphorisiert in den Geschlechterkrieg. Frau hat Blut geleckt! Einen beliebigen Mann beruflich zu ruinieren, ist inzwischen das Einfachste der Welt, möchte frau meinen. Wie vor hundert Jahren auch, sind Kolleteralschäden völlig unwichtig und Rache auf dem Hintergrund einer vermeintlich guten Sache ist das Maß aller Dinge.

Es fängt schon damit an, dass man in Artikeln wie diesem hier ständig betonen muss, dass Vergewaltiger selbstredend die gesamte Härte des Gesetzes verdient haben. Jeder Mann, der noch seinen Verstand zusammen hat, zählt das zu den allgemeinen sozialverträglichen Standards. Doch plötzlich findet Mann sich in einem permanenten Rechtfertigungsmodus wieder und wird automatisch und aufgrund angeblicher biologistischer Dispositionen diesem gesellschaftlichen Abschaum zugeschlagen.

Unterschieden wird dabei nicht: Eine verunglückte Anmache, ein allzu platter Spruch oder ein unerträgliches Protzgehabe bestimmter Männer (eine Minderheit übrigens) wird zum juristischen Straftatbestand erhoben (»Nein heißt nein«) und einem der verachtenswertesten Verbrechen, das die Menschheit kennt, gleichgestellt. Aber selbst, wenn man versucht zu beteuern, dass man nicht zu den unersättlichen Sexterroristen gehört – und einige besonders neurotische Individuen machen daraus einen pseudointellektuellen Eiertanz (Augstein z.B.) – wird man das Stigma des ewig bösen Übeltäters nie los. Wie daraus ein vertrauliches und respektierendes Geschlechterverhältnis erwachsen soll, bleibt ein Mysterium.

Nun wissen wir aber, wie so ein Krieg letztlich ausgehen kann, auch dann, wenn er bisher »nur« mit Worten bzw. juristischen Androhungen ausgetragen wird. Insbesondere vergessen die Fanatikerinnen an der feministischen Front, dass sie mit Sicherheit nicht nur den einen oder anderen unliebsamen Galan zu Fall bringen werden, sondern dass sie am Ende dieses nicht gewinnbaren Geschlechterkrieges ALLES verlieren werden: Ihre Würde, ihre Glaubhaftigkeit und insbesondere das Belohnungssystem, mit dem sie bisher auf männliche Ressourcen Zugriff hatten. Dieses Geschäft »Sex bzw. erotische Aufmerksamkeit gegen vorwiegend monetär geprägte Vorteile« war schon immer zweigesichtig. Einerseits trägt dieses Binnenverhältnis der heterosexuellen Geschlechterbeziehungen den Makel einer mehr oder weniger gut kaschierten Prostitution. Andererseits war genau dieses Verhalten notwendig, um überhaupt so etwas wie die menschliche Kultur voranzutreiben. Die meisten kulturellen Leistungen, die faktisch alleine von Männern im Laufe der menschlichen Entwicklung getragen wurden, gehörten eben auch zu einem besonderen, transformierten Balzverhalten. Die Waschmaschine wurde z.B. von Männern nicht zuallererst deshalb erfunden, damit sie selber saubere Wäsche haben, sondern natürlich geschah das auch, weil die Männer die Frauen damit beeindrucken und an sich binden konnten. Immerhin sind die meisten Männer auch an Nachkommen interessiert – und sind eben keine grobschlächtigen Vergewaltiger, die mit sexuellem Terror ihren Erfolg suchen. So etwas findet man durchaus im Tierreich (schaut euch mal den Paarungsakt von Koalabären an), aber eben nicht bei Menschen – nicht mal bei den Primaten, zu denen wir ja auch gerechnet werden.

Es gibt unzählige weitere Beispiele dieser Art und die technischen Entwicklungen, die zum augenblicklichen Fortschritt geführt haben, sind lediglich eine Ausprägung dieser Mechanismen. Man kann auch Literatur und Kunst dazu rechnen, ebenso Wissenschaft und Politik. Auch der Gegenbeweis funktioniert in dem Zusammenhang: Dort, wo menschliche Gemeinschaften matriarchalisch geprägt sind (z.B. in einigen ländlichen Gegenden in Asien), kommen die kulturellen Errungenschaften kaum über einfache Agrargesellschaften hinaus. Man kann das bedauern und evtl. einwenden, dass der Konsumterror und die Glitzerwelt, wie wir sie kennen, kein unbedingter Garant für persönliches Glück ist. Doch z.B. eine hoch entwickelte Medizin möchte heutzutage niemand mehr missen. Schwarzweiß-Denken ist hier der falsche Ansatz.

Es ist völlig egal, ob man nun den Männern, die sich irgendwie in diesem neuerlichen Skandaldschungel positionieren müssen, nun »Verunsicherung« oder Trotzverhalten (MGTOW) unterstellt: Die Zeiten der romantisierten Heterobeziehungen sind vorbei. Stattdessen ist gegensetiges Misstrauen das einzig bestimmende Element geworden. Die Schuldzuweisungen sind (medial konstruiert) extrem schlicht und simplifizierend, wie wir wissen. Offiziell sind erotische und sexuelle Bedürfnisse ausschließlich ein maskulines Anliegen. Die weiblichen Bedürfnisse nach intimer Zweisamkeit sind dagegen merkwürdig sakrosant, stets selbstgerecht und niemals unfair. Schon diese dümmliche Sichtweise muss jeden, der sich mit derartigen Triggerthemen beschäftigt, suspekt werden lassen. Denn Männer haben genauso öfter Sex, den sie nachträglich bereuen, aber um des lieben Friedens willen (oder weil die ominöse Gesellschaft meint, das gehöre nun mal zur Grundeigenschaft eines selbstbewussten Mannes), lassen sie sich öfter einwickeln, als man so denkt. Ich habe das unzählige Male selber so erlebt – es interessiert nur keinen.

Warum sollte aber ein Mann zukünftig noch emotionalen Elan in eine Anbahnung investieren, die an jeder verdammten Stelle der heterosexuellen Zeitachse seine menschliche, berufliche und gesellschaftliche Integrität vernichten kann? Darauf gibt es keine praktikable Antwort. Aber natürlich sucht sich diese peinliche und medial aufgezwungene Prüderie trotzdem ihre Auswege. Das wären dann die Themen Sexdienstleisterinnen, Pornografie, Sexroboter u.a.m. Diese Entwicklungen haben längst eingesetzt; man kann sie nicht mehr einfangen. Damit verlieren aber »reale Frauen« auf lange Sicht ihren Reiz. Die Nachteile, die mann mit diesen »realen Frauen« hat, stehen in keinem gesunden Verhältnis mehr zu den Vorteilen wie u.a. eine verlässliche Familie oder auch nur (falls kinderlos) das Erreichen von Wohlstand unter der Prämisse eines heterosexuellen Teamgeistes. Zwei Menschen, die sich zusammentun und zusammenhalten, erreichen ja nicht nur das Doppelte, sondern weitaus mehr.

Es ist nicht Resignation oder Fatalismus, die das erwartbare Verhalten der Männer antreiben werden, sondern vor allem Pragmatismus. Mit jeder Falschbeschuldigung, mit jeder unfairen Stigmatisierung werden Frauen zukünftig genau zu den »Objekten«, zu denen sie nie gemacht werden wollten (mit Recht). Ihre Anwesenheit oder ihre Einwilligung mutiert zu einem Parameter einer zwischenmenschlichen Kosten-Nutzen-Rechnung, nicht mehr.

 


Kategorie: Male, Female

<- Zurück zu: Beiträge

 

Nach oben

10.12.2018

Ein Hofberichtbestatter hat sich gestern »Anne Will« angeguckt. Geschlechterkampf pur war das,...

Kat: Male, Female, Politik, Gesellschaft
05.12.2018

Neueste Erkenntnis: #metoo verhindert fantastische weibliche Karrieren.

Kat: Male, Female
22.11.2018

Es ist nur eine Sendungsankündigung, aber..

Kat: Male, Female
19.11.2018

Der »UN-Migrationspakt« ist ein Paradebeispiel dafür, wie es in einer Demokratie auf keinen Fall...

Kat: Politik, Gesellschaft
07.11.2018

Was man sich als Tüp manchmal alles so anhören muss.

Kat: Male, Female