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Domplatte-Blues

06.01.2017

Silvesternächte als Gradmesser für das Geschlechterverhältnis

Femitoxin wirkt! Alice Schwarzgeld, die nervtötende Ober-Gouvernante, bezeichnete mit dem für sie typischen Charme einer Kreissäge die deutschen Männer allesamt als »Schlappschwänze«, so ein FAZ-Artikel, auf den mich ein Leser verwies. Anlass waren natürlich die inzwischen schon fast traditionell zu nennenden Übergriffe nordafrikanischer Halbstarker in Köln. Zwar streitet man sich im besagten Artikel überwiegend über die Frage, ob das konzertierte und durchorganisierte Auftreten sog. »Nafris« nun politisch-religiös oder einfach nur kriminell einzuordnen ist. Aber unabhängig davon wirft das ganze Theater rund um die Kölner Domplatte (und in anderen Städten) ein paar pikante Fragen auf.

Man darf nämlich das Geschlechterverhältnis, über das Madame Schwarzgeld hier einmal mehr ziemlich grobschlächtig palavert, ähnlich wie in einer Ehe durchaus als »zerrüttet« bezeichnen. Hadmut Danisch bemerkt zu dem ganzen Sachverhalt sinngemäß, dass diese hoch aufgeladene Angelegenheit das unmittelbare Resultat jahrzehntelanger feministischer Propaganda ist – was durchaus stimmt. Seine Empfehlung, dass die selbstbewusstesten, emanzipiertesten Frauen aller Zeiten dank der über Jahrzehnte verbreiteten feministischen heißen Luft nun bitte selber für ihre Unversehrtheit einstehen mögen, ist allerdings trügerisch. Denn aus der Geschichte wissen wir, dass die Maxime »lieber tot als Sklave« bei den Frauen ziemlich unbeliebt ist. Gerade die Fraternisierung mit Millionen meist männlicher Migranten in den letzten anderthalb Jahren oder die fast schon blauäugig-devote Beschwichtigungsattitüde, wenn es um Attentate der letzten Zeit ging (allen voran bei den Grünen und Linken anzutreffen), waren in bester Seifenoper-Manier auffallend weiblich besetzt. Man gab sich einer trivialen Nächstenliebe hin (samt einer völligen Verweigerung gegenüber jeder pragmatischen Überlegung), die so eigentlich nur im Kinderfernsehen oder im Kino vorkommt. Ich bin mir nicht sicher, ob Jesus das mit der »Nächstenliebe« so gemeint hatte.

Man kann das von mehreren Seiten betrachten. Die Kollektivanklagen gegen die »Geschlechterrasse Mann«, wie sie die lila Front seit gefühlten Äonen in den Medien verbreitet – eben solche Nettigkeiten wie »Schlappschwänze, potenzielle Vergewaltiger, patriarchalische weiße Unterdrücker etc.pp.« – kann man ja nicht mal als Satire ertragen; der Humorgehalt ist schlichtweg nicht vorhanden. Dabei finde ich ein gewisses Gefrotzel zwischen den Geschlechtern sehr sympathisch – solange natürlich die Männer besser wegkommen, is ja klar. Was aber nicht weiter schwer ist, hehe.

Ich persönlich finde es mehr als plausibel, dass mann sich angesichts aufgeblasener »Shock and Awe«-Kampagnen irgendwann angewidert zurückzieht. Gute Strategen kämpfen keine Schlachten, die sie nicht gewinnen können, sondern weichen aus. All den pampigen Weibern mit ihren wirren Ideen und ihren betont pseudomaskulinen Attitüden möchte man nur mal einen Tag lang die Besichtigung eines Männerknasts empfehlen. Denn dann wüssten sie, wie dort Vergewaltiger und Kinderschänder behandelt werden – von anderen Männern. Aber von mir aus, lasst uns miteinander pampig und unversöhnlich sein – das sehe ich sportlich.

Es ist ziemlich ermüdend, die vielen Ärgernisse, die aus der feministischen Ecke kommen, zum x-sten Mal hier durchzukauen. Sie sind bekannt. Man kann sie hier, aber auch auf vielen anderen Seiten im Detail nachlesen. Was aber immer wieder auffällt, ist der Hebel, über den der feministische Alarmismus seine kruden Botschaften in die Welt bringt. Denn gefühlt jede zweite Wasserstandsmeldung aus der gefönten Welt hat irgendwas mit Sex zu tun, außerdem mit Sex und zu allem Überfluss dann auch noch mit Sex. Das ist so ziemlich der billigste und älteste Trick der Welt, denn Sexualität und Intimität sind natürlich das, womit man Menschen (egal welchen Geschlechts) am einfachsten verunsichern bzw. angreifen kann – sogar gestandene Mannsbilder! Religion ist übrigens ein anderer mächtiger Hebel, aber das nur am Rande.

In unseren modernen Zeiten, die ja wie keine andere mit Fantastilliarden von Studien und Kaffeesatzlesereien zugeschissen ist, wäre es ja mal spannend zu studieren, wer denn jezz tatsächlich »sexfixiert« ist. Komisch, dass das noch keiner versucht hat. Ich hab da aber so eine gewisse Ahnung; also eigentlich sogar zwei Ahnungen, nämlich wer sexfixiert ist und warum es solche Untersuchungen nicht gibt.

Und dann war da noch ein Landesvorstand der verdorbenen Grünen Jugend in Bayern. Der ist ziemlich angepisst, weil sich eine 17-Jährige, die ihm offensichtlich im Suff einen geblasen hatte, nach einer genaueren Analyse des epochalen »Nein heißt Nein«-Gesetzes plötzlich vergewaltigt fühlte. Schließlich hatte der Tüp sie ja nicht um ihr Einverständnis gefragt und das giltet nach den neuesten juristischen Maßstäben bei einem Rauschzustand eben als Vergewaltigung. Ich kann das fehlende Einverständnis übrigens bestätigen, denn die beiden haben meine »Allgemeinen Geschlechtsbedingungen« tatsächlich nicht ausgefüllt; mir liegt jedenfalls zum fraglichen Zeitpunkt nichts aus Bayern vor. Doof jezz. Es ist natürlich bittersüß, dass ausgerechnet ein überzeugter Verfechter der neuen Sexgesetze wie der 24-jährige Landesvorstand mit den Folgen seiner schmuddeligen Regulierungswut selber konfrontiert wird. Das kann sich ein Satiriker nicht besser ausdenken; Reschpekt!

Die Absicht dieses Gesetzes war allerdings nie, Vergewaltigungen zu reduzieren oder gar zu verhindern. Die Absicht war immer, »mehr Vergewaltigungen zur Anzeige zu bringen«. So ein Wortgeklingel hört sich immer gut an, newahr. Weil die stetig sinkenden Fallzahlen aber einen dringenden Handlungsbedarf nicht hergaben, senkte man einfach die Standards, die neuerlich zu einer Anzeige führen können. Man muss nicht besonders helle sein, um zu verstehen, dass man damit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine einzige Vergewaltigung verhindert (schlimm genug), dafür aber das eh schon fragile Geschlechterverhältnis um eine ziemlich ungewohnte Perspektive erweitert: Mit Heiko Maas im Bett (wahlweise evtl. mit Manuela Schwesig)! Zwar nur hypothetisch, aber immerhin. Den schwülstigen Beteuerungen, dass kaum eine Frau zur ultima ratio »Falschbeschuldigung« greift, mag man nicht so recht trauen und letztendlich ist es auch irrelevant. Die bekannten (prominenten) Beispiele erzählen einem etwas anderes.

Wo wir gerade in der Sektion »Schmuddelthemen« angekommen sind: Auf »Cheezburger.com« gab es neulich sehr interessante Einblicke in die pornografischen Vorlieben unseres geschätzten sanften Geschlechts, samt Verteilungsgrafik für die USA und weltweit. Dass die weiblichen Pornovorlieben in fast ganz Europa als »lesbisch« geprägt dargestellt werden, ist eine Sache. Aber warum zum Kuckuck sticht Deutschland als einziges europäisches Land mit der Vorliebe »Teen« so hervor? Wird wohl an der Gentrifizierung liegen. Dass die Ösis als »Female Friendly« wegkommen, hat mich ebenfalls leicht irritiert. Ich muss aber insgesamt sagen, dass sich Pornhub mit dieser Umfrage hinter den üblichen Auguren nicht zu verstecken braucht: Sehr hübsch und ansprechend dargeboten, auch was die zitierten heißen Frauenmeinungen darüber betrifft. Macht mich jezz irgendwie ganz wuschig, doch. Vielleicht sollte man die kommenden Wahlen hierzulande mit solchen Infos etwas aufhübschen, z.B. die »Sexvorlieben der Piraten und der AfD im direkten Vergleich«. Hätte was. Notiz an mich selber: Mal die Kollegen bei Pornhub fragen.

So, jezz wirds endgültig trivial: Eine Bilderstrecke in der FAZ mit dem Titel »Witze für Deutschland 2016« von den Karikaturisten Greser & Lenz. Ein Zitat daraus könnte auch auf den geächteten Herrn Winterkorn (BILD: 3100 Euro Rente – pro Tag!) zutreffen: »Und jetzt Mausi gehen wir noch rüber zu Gucci und kaufen zwei Kotztüten aus Pandaleder«. Like it!

Zum Schluss noch ein nützlicher Tipp aus der Kosmetikabteilung. Parfumeur Maxim Bady informiert: 


Kategorie: Male, Female

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Ich bin krank.

Kat: Diverses