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Luxusprobleme der Wall Street

05.12.2018

Neueste Erkenntnis: #metoo verhindert fantastische weibliche Karrieren.

Ein treuer Leser schrieb mir, dass im Nachklang zur #metoo-Aufregung, die uns Menschlein doch endlich vom Joch eines falsch verstandenen Geschlechter­verhaltens befreien sollte, plötzlich ganz neue Probleme auftauchen. Denn inzwischen liegen mehrere, meist anonymisierte Aussagen von etlichen Besser­verdienenden an der Wall Street vor, nach denen sie den Kontakt zu Frauen in ihrer Berufswelt auf das Allernötigste beschränken, um eine mögliche Beschuldigung wegen sexueller Vergehen zu vermeiden.

Für Frauen mit Karriereabsichten ist die Welt der »heimlichen« Männerbünde oft ein Buch mit sieben Siegeln. Das feminine Karriereverständnis ist nicht selten von der (naiven) Vorstellung geprägt, dass klandestine Patriarchen an der Spitze der sozialen Hackordnung aufstrebende Frauen durch imaginäre »gläserne Decken« diffundieren lassen und dass solche Frauen unbedingt der beruflichen Protektion durch männliche Vorgesetzte bedürfen, um schließlich in die heiligen Hallen der einsamen Entscheider und Powerpoint-Akrobaten zu gelangen. Also dort, wo die große Kohle ist, wo man öfter verächtlich auf Untergebene und »die doofen Kunden, hahaha« blickt, wo man mit dem Habitus einer eingebildeten charakterlichen Überlegenheit auch mal gerne nach unten tritt. Macht kann sehr verführerisch sein und niemand lässt sich derart leicht durch Status, Geld, Wohlstand und Tand blenden wie die Frauen.

Wie so oft, wenn feminilistisch verstrahlte Weiber sich in solchen Artikeln eine Analüse der allgemeinen Geschlechtersituation ausdenken, geht es nicht ohne Bombast und Kitsch zu:

“If men avoid working or traveling with women alone, or stop mentoring women for fear of being accused of sexual harassment,” he said, “those men are going to back out of a sexual harassment complaint and right into a sex discrimination complaint.”

(»Wenn Männer es vermeiden, mit Frauen alleine zu arbeiten oder zu reisen oder damit aufhören, sie wegen möglicher sexueller Anschuldigungen zu fördern,« sagte er [Stephen Zweig, ein US-Arbeitsrechtler], »tendieren diese Männer dazu, von einer Beschuldigung wegen sexueller Übergriffe direkt in eine Beschuldigung wegen sexueller Diskriminierung zu geraten«.)


Das ist ein ziemlich verräterischer Satz! Er unterstellt nämlich, dass – ganz gleich, wie sich Männer in Entscheiderpositionen verhalten – dieser ominöse Sex stets als Grundmotiv ihres Sozialverhaltens dominiert. Er unterstellt unterschwellig, dass Männer nur diese beiden Optionen kennen: Entweder werden sie Täter im Zusammenhang mit sexuellen Vorwürfen oder sie werden zu »sexuellen Diskriminatoren«, weil sie eben bewusst sexuellen Anschuldigungen aus dem Weg gehen wollen.

Dass die sexuellen Vorwürfe seitens der Frauen möglicherweise auch überzogen, aus der Luft gegriffen oder sogar von Frauen provoziert werden könnten, hat in der großen Diskussion um das allgemeine Geschlechterverhältnis überhaupt keinen Platz. Es ist derselbe Duktus wie der, der auch mitschwingt, wenn es heißt, dass man den Frauen mit sexuellen Anschuldigungen stets erstmal zu glauben hat, bevor das Prinzip »Unschuldsvermutung« für einen beschuldigten Mann greift – ein rechtliches Konstrukt übrigens, das immerhin schon mindestens seit den Römern zum allgemeinen Rechtsverständnis zählt.

Tatsächlich sind auch damals beim Bekanntwerden der Vorgänge in Weinstein-Hollywood (der Auslöser für diese #metoo-Seuche) einige Ereignisse nach oben gespült worden, bei denen angehende Schauspielerinnen überhaupt kein Problem damit hatten, ihre Wunschkarriere durch erotische Zuwendungen an den lieben bösen Harvey zu befördern. Das Schwesterchen einer ekligen Übergriffigkeit bestimmter Männer ist der Einsatz sexueller Offerten seitens bestimmter Frauen. Interessanterweise gilt in der öffentlichen Debatte allerdings immer nur der dauerscharfe männliche Lüstling als verachtenswert, niemals die femme fatale, die (körperliche) »Liebe« simuliert, um schneller (als durch harten, jahrelangen Arbeitseinsatz) ihren gesellschaftlichen Status zu supern.

Falls also irgendwer an einer tatsächlichen Gleichbehandlung der Geschlechter interessiert ist, die über die üblichen Bombast- und Skandalmeldungen der Blut- und Busenpresse hinausgeht, dann sollten sie vielleicht meinen simplen Spruch »die Arschlöcher sind gerecht verteilt« beherzigen. Und nein, es ist eben kein Zufall oder Irrtum der Natur, dass das Thema Prostitution eine sehr deutliche Schlagseite aufweist und vom gefönten Geschlecht seit Anbeginn der Menschheit auffallend dominiert wird.

Aber natürlich ist jedem normal vernunftbegabten Mann genauso klar, dass derartige Einschätzungen für infantil begabte Femi-Weiber ein rotes Tuch darstellen. Ihren eigenen (beträchtlichen) Anteil an diversen geschlechterbezogenen Irritationen wollen sie selbstverständlich nie sehen. Doch ohne eigene Katharsis, ohne ernstgemeinte und schmerzhafte Einsichten in das eigene Verhalten verkümmert das an sich edle Streben nach einem respektvollen Umgang von Männern und Frauen zu einer unerträglichen, von tiefstem Misstrauen angetriebenen Vorwurfskultur. Das ist der augenblickliche Status Quo in Politik und Gesellschaft.

Solange das Geschlechterklima so ist, wie es eben ist, ist der maskuline Rückzug von Frauen im Berufsleben zwar unschön, aber durchaus erklärbar und praktikabel. Überhaupt hat sich der männliche Pragmatismus im Trommelfeuer feminilistischer Vorwürfe schon immer als äußerst robust erwiesen. Wenn Männern das Lamento der Weiber zu bunt wird, treten sie höflich zur Seite und lassen die wild gewordenen Tugendfurien mit ihrem unersättlichen Aufmerksamkeitsbedürfnis gepflegt gegen die Wand laufen. Vielleicht entspringt dies der (unbewussten) Erkenntnis, dass ganz generell FanatikerInnen am Ende sowieso immer über ihre eigenen Füße stolpern – ganz egal, welcher Couleur. Dass Feministas ihre dollen Ansprüche an die gesellschaftliche Teilhabe (»Das steht mir als Frau zu!«) als konsumistische Leistungserbringung des Patriarchats verstehen, macht sie fast immer zu leichten »Gegnern«. So dumm sind die Tüpen eben doch nicht, Ladys.

Vor allem handelt es sich ja beim beschriebenen Wall-Street-Syndrom nur um einen einziges, relativ prominentes Haifischbecken. Die Geschlechterkämpfe finden allerdings inzwischen auf allen möglichen Rängen und Ebenen statt. Zwar berichtet die feminilistisch konditionierte Presse nicht gerne darüber, aber die Themen Heirats- und Leistungsverweigerung, der Geburtenrückgang in den Industrienationen oder die galoppierende Zunahme der Single-Haushalte tragen einiges an gesellschaftlicher Sprengkraft in sich. Daran ändern auch die umfangreichsten Quotenforderungen nichts. Und ich bin fast sicher, dass selbst dann, wenn alle maßgeblichen Posten zum Vorteil der Frauen quotiert würden, die Männer sich gänzlich neue Dinge einfallen lassen, um ihrem Leben Sinn und Auftrag zu geben. Denn wir Männer haben den unschlagbaren Vorteil, dass auch der, der den gleichen Anzug trägt wie man selbst, zum besten Freund werden kann. In dieser Einsicht steckt weit mehr Erkenntnis, als es den meist stutenbissigen Weibern lieb sein kann. Rein weibliche geprägte Firmengründungen oder Geschäftsideen gehören sowieso zu den Einhörnern der Businesswelt. Hat da jemand etwa »Aber die Nagelstudios!« gerufen? Geh fort!

Wer also meint, die männliche Kontaktvermeidung gegenüber Frauen sei das Resultat einer pathologisch relevanten »Verunsicherung«, unterschätzt die maskulinen Ausweichmanöver aufs Gröbste. Ebenso überschätzt das empörte Geschlecht seine eigenen libidonösen Einflussmöglichkeiten auf das schwächelnde Geschlecht massiv. Nein, das überbordende Angebot an Sexsurrogaten reicht als Erklärung für das zunehmende Desinteresse an »realen Frauen« lange nicht aus (schon gar nicht die mit eingebautem Femi-Fimmel). Dort, wo die Genderistas »Verunsicherung« wittern, sind vielmehr Männer zu finden, die sich von der femininen »Orgamuskontrollsucht« weitgehend befreit haben. An das Alleinvertretungsrecht für eine obskure »Liebesfähigkeit realer Frauen« glauben die schon lange nicht mehr. Dazu muss Mann aber leider ein paar schmerzhafte Erfahrungen gesammelt haben; das stimmt natürlich auch.

Bleibt abschließend noch die vielfach unbeantwortete Frage, worin denn überhaupt der ultimative Vorteil bestehen soll, wenn Frauen in Männerdomänen marodieren, in denen – je höher, desto schlimmer – ein unerbittlicher, rücksichtsloser Konkurrenzkampf zum täglichen Brot gehört. Das Märchen von den Männerbünden in den sauerstoffarmen Gefilden patriarchaler Karrieren besteht ja nicht nur aus Trinkgelagen oder gemeinsamen, den Korpsgeist prägenden Sauna- und Puffbesuchen, sondern ist ein aufreibendes Habitat mit z.T. extrem kurzen Halbwertzeiten. Wenn es das ist, was »die Frauen« wollen, dann möchte ich persönlich sowieso lieber nichts mit ihnen zu tun haben, weder beruflich noch persönlich. Eine sehr unangenehme Klientel, wie ich finde.

Und zuallerletzt mag man sich fragen, was denn vom Thema »Weiblichkeit« übrig bleibt, wenn die Frauen so werden wollen wie die Männer. In dem Fall wäre der »Maßstab Mann« immer noch das bestimmende Element und typisch Weibliches verkümmerte zum anachronistischen Relikt. Wollen wir das? Für die Frauen antworte ich mal mit einem eindeutigen »Nein«. »Die Geschichte wird mir Recht geben«, hehe.

 


Kategorie: Male, Female

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