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Nazis

30.12.2018

Und ich möchte in aller Deutlichkeit hinzufügen: Hitler!

In letzter Zeit bekommen u.a. die Bangbüxen bei der Telepolis (hier ein Beispiel für eine lebhafte Forumsdiskussion dazu) regelmäßige journalistische Nerven­zusammen­brüche wegen einer drohenden »proto-faschistischen« Republik, weil AfD und so. Inhaltlich bringen diese oft romanlangen Klagen selten etwas Neues und schon gar nicht können sie irgendwas Wichtiges erklären; z.B. wie man heutzutage Nazismus erkennt, ob er vielleicht schon längst wieder stattfindet, wer ihn finanziert/unterstützt usw. Hauptsache, die paar selbsterklärten linken Autoren (Neusprech: AutorInnen) bei TP haben's wohlig-gruselig in ihren Pamphleten: Überall Nazis! Wehret den Anfängern! Schon der Schlips von Herrn Gauland ist rechtspopulistisch und extrem gefährlich für das Allgemeinwohl! Am besten verrrrbieten, zerrrrschlagen, mit Stumpf und Stiel ausrrrrotten, EINSElf!

Überhaupt kommt der grundgute »Kampf gegen rechts« oft selber mit einer ordentlichen Portion Hass, Diffamierung, Denunziation, Verbots-, Kontroll- und Lynchgelüsten daher. Besonders demokratie-affin und souverän klingen diese Artikel jedenfalls selten. Allzu oft wird das Schimpfwort Nazi auf alles ausgedehnt, was einem gerade nicht in den Kram passt. Beim leidigen Flüchtlingsthema kam das z.B. sehr gern zur Anwendung, um u.a. Regierungs- bzw. Lobbytreue durch­zudrücken. Es ist schon seltsam, wenn linke Blockwarte und Nach­bar­schafts­ver­rä­ter, Schnüffelvereine und Denunzianten einem erklären wollen, dass bald die Nazis vor der Tür stehen. Ich sage nur »Amadeus ohne Mozart Stiftung« und »Zentrum für politische Blindheit« (oder so ähnlich).

Ein bisschen klingen derlei Warnungen bestimmter Salonlinker so wie bei unseren unseren anglo-amerikanischen Brudervölkern, wo man mit Nazi-Zombies, Nazi-Aliens und ähnlichen Nazi-Verrenkungen den Gruselfaktor zu monetarisieren versucht – eine merkwürdige Faszination bzw. Obsession ist das. Immerhin sind Grusel-Nazis mit und ohne Zombie-Attitüden fast ein eigenständiges Hollywood-Genre. Und in der Presse, egal ob nun in den USA oder hierzulande, sind Nazi-Themen sehr gern genommene Schlagzeilen, garantieren sie doch regelmäßig hohe Klickraten und Auflagenzahlen.

Dem Gruselgenre Nazis bin sogar ich zeitweise erlegen: Filme wie »Iron Sky« oder »Inglorious Basterds« fand ich z.B. sehr unterhaltsam; den Tarantino-Streifen sogar, obwohl Til Schweiger drin vorkam. Zum Glück starb Schweigers Figur (Name vergessen) recht zügig den Filmtod. Guter Tarantino! Außerdem hatte Schweiger eh eine ziemlich wortkarge Rolle erwischt. Er musste lediglich die ganze Zeit irgendwie grimmig guggen und dabei mit einem übergroßen Theatermesser rumfuchteln.

Ansonsten habe ich persönlich ein recht pragmatisches Verhältnis zum Thema Nazis und halte mich an die Empfehlung des verehrten Dieter Hildebrandt, der sinngemäß einmal meinte, dass man den Nazis allein schon deshalb keine zweite Chance geben darf, weil sie's halt schon einmal heftig verkackt haben. Das reicht völlig aus als Begründung.

Nein, ich kann wunderbar und angstfrei aufm Sofa wegdösen, wenn bei ZDFInfo mal wieder »Hitlers Fußpilz«-Tag ist, also diese Guido-Knopp-Reihe mit »Hitlers Helfer, Hitlers Frauen, Hitlers dies und Hitlers das«. Manchmal frage ich mich: »Hätte ein Drehbuchautor mit so einem Plot, mit diesem braunen Mummenschanz und mit solchen völlig monolithischen Charakteren ohne jeden Tiefgang heut­zu­tage eine Chance?«. Vielleicht verhindern ja gerade die sim­pli­fi­zie­ren­den, eindimensionalen, alarmistischen »Reportagen« über die braune Thematik genau den Lerneffekt, den man eigentlich aus dieser Zeit ziehen müsste. Wahrscheinlich hat mein Berliner Redaktionsleiter wieder mal Recht. Er meinte, die Geschichte des Nazismus/Faschismus ist noch gar nicht wirklich geschrieben und noch viel weniger verstanden worden in ihrer Gesamtkomplexität. Jedenfalls nicht bei Guido Knopp.

Bei meiner morgendlichen Verdauung hilft mir übrigens seit ca. 630 Seiten neuerdings ein gewisser Herr Goebbels mit seinen Tagebüchern. Das fand ich ein gelungenes Ambiente, um derlei Schriftergüsse angemessen zu würdigen. Ich stelle fest: Liest man solche Feindliteratur mal im Original, dann merkt man schnell, dass sich irgendwelche aufgekratzten Artikelchen bei Telepolis oder auch Spülgel-Online (die hatten da grad wieder eine Themenwoche) nur selten um historische Authentizität oder Akkuratesse bemühen, wenn sie so monströs vor den heutigen epochalen Nazi-Gefahren warnen. Man darf bezweifeln, dass sie Nazismus überhaupt erkennen würden, selbst wenn er direkt vor ihnen steht. Und noch etwas kann man lernen: Was Betonköpfigkeit und Fanatismus betrifft, so unterscheiden sich linke wie rechte Zeitgenossen nicht; damals wie heute.

 

Studien haben gezeigt, dass...

Bei den Kollegen von »A Voice For Men« gab's dieser Tage den Bericht über eine neue Studie von Gul und Kupfer, die sich mal wieder mit der Frage beschäftigte, ob Frauen tatsächlich insgeheim eher auf Machos und sexistische Männer stehen – und eben doch nicht so sehr auf »woke« Frauenversteher und »Manginas«. Ergebnis: Sie stehen (also die Frauen)! Aber anders als sonst häufig wird das den Frauen nicht als tüpisch dämlich angekreidet oder als eine Art Stockholm-Syndrom, sondern als ziemlich rationale Entscheidung für Schutz und Unterstützung sowie Ressourcenbeschaffung. Interessanterweise hing die Attraktivität der Männer nicht von der feminilistischen Voreinbildung der Frauen ab – soviel zu den »hetero­normativen Stereotypen«, auf denen die Gender-Gaga-Studien so gerne rumreiten.

 

Noch mehr Studien

Spülgel-Online will derweil einmal mehr erfahren haben, dass »die Gleich­berechtigung noch lange nicht erreicht ist«. Das wird sie auch nie sein, wenn es nach Spülgel-Online geht. Sonst müssten so einige aus ihrem Schreibstuben-Personal nämlich plötzlich Däumchen drehen, wenn morgen die wahre Gleich­berechtigung vor der Tür stünde, newahr. Immerhin ist es das »Welt­wirtschafts­forum«, das mit dieser Studie vor einer stagnierenden Gleichberechtigung warnt, also eine astreine Globalistenlobby, der an allem möglichen gelegen ist – außer an Gerechtigkeit.

In dem Zusammenhang fällt dann auch dieser oft zitierte Satz:

»Mehr denn je können es Gesellschaften sich nicht leisten, auf die Fähigkeiten, Ideen und Perspektiven der Hälfte der Menschheit zu verzichten«, kommentierte WEF-Gründer Klaus Schwab den Bericht. Nur mit gleichberechtigter Teilhabe der Frauen lasse sich das Versprechen einer wohlhabenderen und menschlich orientierten Zukunft umsetzen.


Keine Ahnung, woher die solche Weisheiten abonniert haben. Bisher haben männlicher Erfindergeist, Innovations- und Risikobereitschaft jedenfalls ausgereicht, um sogar solche Kulturleistungen wie den »Feminilismus in unmittelbarer Nähe von Kaffeeautomaten und Heizkörpern« zu gewährleisten. Sogar Bügeleisen, Waschmaschinen, Föns und Waffeleisen haben die Tüpen ganz selbstlos und altruistisch für ihre Frauen erfunden. Männer transportieren zu Dumpinglöhnen solchen Plunder wie Make-up, Myriaden von Schuhen oder Mode durch die Gegend oder tragen unsympathische, herrische Trienen per Quote zu einem leistungsarmen Wohlstand. Also ich finde das schon ziemlich »gerecht«, übergerecht sozusagen. Und nein, gerade eine Frau Merkel ist demgegenüber nicht bekannt dafür, dass es allen Menschen in Deutschland besser geht. Heutzutage muss Mann schon froh darüber sein, wenn es den eigenen Kindern hoffentlich einmal nicht schlechter geht als einem selbst.

 

Titties And Beer

Hat ein großer Busen Auswirkungen auf die Höhe des Trinkgeldes? Das fragten sich die »Myth Busters« in diesem Youtube-Video. Tatsächlich: Je eindrucksvoller die beiden wichtigsten weiblichen Argumente, desto höher fiel in der Regel auch der »Tip« in amerikanischen Cafés aus. Wer das jezz aber für eine tüpisch maskuline Marotte hält, liegt allerdings falsch, denn auch die Frauen gaben beim Anblick von mehr Busen ein höheres Trinkgeld. Zum allgemeinen Erstaunen gaben Männer beim Anblick des größeren Busens 30 % mehr Tip, die Frauen sogar 40 % mehr. Faszinierend.

 


Kategorie: Male, Female, Politik, Gesellschaft

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Ich bin krank.

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