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Plädoyer für alte Schachteln

13.03.2018

Die nölige FAZ über den Frauenanteil in der geliebten Bundesregierung.

In einem Artikel von heute haben sich drei FAZ-Grazien schon wieder bitter darüber beschwert, dass die frisch installierte geliebte Bundesregierung zwar den bisher höchsten Frauenanteil hat. Aber ganz wie im Märchen »Der Fischer und seine Frau« reicht ihnen das nicht. Denn schon wieder haben die Frauen solche »superwichtigen« Ministerien wie Finanzen, Außen- und Innenpolitik nicht anstands- und leistungslos ausgehändigt bekommen. Dabei haben sie als Frauen doch einen Ewigkeitsanspruch auf derlei leistungslose Präsente! Begründung: Mumu! Titties! Sitzpinkeln!

Nach ihrer Auffassung muss jezz daher ganz dringend so was wie eine Quote her; egal, ob Frauen sachverständig sind und egal, ob vielleicht ein Mann sich für so einen dollen Posten jahrelang in den Parteihierarchien erst hat rundschleifen lassen müssen, bevor er sich – in der Regel in internen und (hoffentlich) freien Wahlen – durchsetzen konnte. Frauen erwarten derlei Huldigungen auf Zuruf; zumindest wenn sie sich im Mief einer durch und durch feminilistisch aufgeladenen Scheinwelt bewegen. Meine Kolleginnen aus dem schnöden Alltag interessieren sich für so was i.d.R. nicht.

Um ihr Anliegen zu untermauern, pimpen die Simpel-Redaktösen ihren Artikel mit allerlei bunten Grafiken, so z.B. die Geschlechterverteilung in diversen BRD-Regierungen aus anno tobak, als die Welt noch ganz fies patriarchalisch zu den Weibern war und es außerdem noch keine Farben gab. Bekanntlich gab es in Deutschland erst Farben, nachdem Alice Schwarzgeld, nur mit einem Schraubenschlüssel und einer Lüsterklemme ausgestattet, im Alleingang das PAL-System erfunden hatte. So lange werden die armen Frauen mindestens schon unterdrückt!

Immerhin zeigen die Grafiken, dass die Rechercheurinnen Wikipedia unfallfrei aufrufen und ihre Praktikanten daraus hübsche Standard-Excel-Grafiken generieren können. So was lernen die Junginformatiker nämlich heutzutage schon im vierten Semester »Irgendwas mit Medien«. Die meiste Arbeitszeit ging allerdings dabei drauf, wie man diese beknackten Excel-Diagramme in das FAZ-Layoutprogramm rüberschaufelt: GIF, SVG, PNG oder JPG? Copy & Paste oder Export? Ausdrucken und wieder einscannen? In 72 dpi oder in 300 dpi? In RGB oder doch lieber in CMYK? Soviele Fragen! »Das hat zwei komplette Redaktionssitzungen gedauert«, heißt es aus gewöhnlich schlecht informierten Kreisen dazu.

Zwietracht über die revolutionäre Vorgehensweise gegen die »alten, weißen Männer« und ihre maskuline Terrorherrschaft in all den kommenden Regierungen des nächsten femininen Jahrtausends ist allerdings schon vorprogrammiert. Denn die eine (Widmann-Mauz von der Frauen-Union) will lieber was an der Parteienfinanzierung schrauben, um die Tüpen zur Räson zu bringen, die andere Zitierte, eine gewisse Ursula Münz (kennt auch keine Sau), hätte dann doch lieber eine feste Quote. Das ist ein tüpischer Konflikt der Bauart »Judäische Volksfront gegen die Volksfront von Judäa«! Wie ich schon einmal behauptete, ist der Feminismus sowieso nicht für Männer gedacht, sondern lediglich eine Beschäftigungstherapie für uneinige Mittelstands-Frauenzimmer. Früher nannte man es Zickenkrieg, heute heißt es Feminismus.

Das eigentlich Verräterische steht am Schluss des Pamphlets:

„Aber ich beobachte immer wieder, dass sich gerade junge Frauen gegen solche Regelungen wehren. Sie glauben noch, dass sie allein durch Leistung überzeugen können.“ Ältere Frauen wüssten hingegen, dass gut sein allein in der Politik nicht reiche, fügt sie hinzu.


Auch das ist einer der zentralen feminilistischen Sprüche aus dem letzten Jahrhundert: Das Gerücht, dass Frauen sich nur dann durchsetzen, wenn sie gleich zwei- oder dreifach »besserer als wie die Männer« sind, hält sich vor allem bei den abgehalfterten, doppelnamigen Femitanten der Post-Hippie-Ära. Belegt wurde es allerdings bisher noch nie. Im hochmodernen Merkel-Gruselkabinett muss man die mehrfache, natürliche Überlegenheit der Frauen förmlich mit der Lupe suchen. Frau Merkel himself ist ja bekanntlich eine Katastrophe mit einer ganz eigenen Güteklasse, die zu allem Unglück auch noch ihren devoten (überwiegend männlichen) Hofstaat herangezüchtet hat. Nimmt man andere prominente Vertreterinnen des besseren Geschlechts wie Frau v.d. Laien, Frau »Gina-Gina« Schwesig, Frau Nöhles, Frau Hofreiter oder Frau Göring-Göring in die engere Auswahl, dann könnte man fast an eine Verschwörung des alten Patriarchats glauben. Denn soviel bornierte Selbstgerechtigkeit und konzentrierte Dummschwätzerei riecht doch verdächtig nach einer patriarchalischen Intrige. Wahrscheinlich war's die AfD, die auf diese Weise die Omnipotenz der Weiber ad absurdum führen wollte. Oder Putin. Putin, ja der: Der hat das bestimmt mit seinem Terroristensender RT-Deutsch heimlich eingefädelt, der unverbesserliche Macho.

Die einzige respektable Politikerin aus jüngerer Zeit, die mir spontan einfällt, war Frau Leutheusser-Schnarrenberger (»Schnarri«). Aber das ist schon wieder länger her. Stattdessen ham wir »Anabell Punk-Knarrenkasten«. Jesses. Auf unaussprechbare Doppel-Nachnamen kann man sich also auch nicht mehr verlassen.

Auch bei anderen Luxusproblemen, wie z.B. der Frauenanteil in Konzernvorständen, lässt der weibliche Effekt unangenehm lange auf sich warten. Aufgrund eines einzigen McKinsey-Gefälligkeitsgutachten aus dem letzten Jahrtausend waberte immer wieder die monströse Behauptung durch die Postillen, dass Frauen, die anstrengungslos in die Firmenspitzen getragen werden, das Geschäftsergebnis dieser Firmen schlagartig verbessern. Blöderweise gibt es auch hier eher Negativbeispiele: Die eine im Telekom-Vorstand, die nach anfänglichem Frauen-Tamtam schon bald das Handtuch warf. Der Yahoo-Konzern, der von einer explizit feministischen Vortänzerin in den Ruin getrieben wurde. Oder die HP-Vorturnerin, die diese Traditionsfirma fast an die Wand gefahren hatte. Nein, ich habe mir deren Namen absichtlich nicht gemerkt. Schien mir nicht wichtig.

Überhaupt könnte Mann sich, was das Thema Firmen betrifft, sogar etwas mehr »#metoo« wünschen, aber nicht als faschistoide Allzweckwaffe gegen unliebsame Mannsbilder, sondern i.S.v. selbstbewussten Firmengründerinnen, die auch den Arsch in der Hose haben, ihre Geschäftsidee nach oben zu bringen. Abstauben kann nämlich jeder. Es ist übrigens kein Zufall, dass eine der wenigen Konzernherrinnen, die so etwas von A-Z durchgezogen hat, ausgerechnet im Pornobereich erfolgreich war (Beate Uhu). Nein, das Problem ist nicht, dass Frauen derartiges grundsätzlich nicht können, sondern dass es von dieser beinharten Karrieristinnen-Sorte viel weniger gibt als bei den Männern. Hängt vorwiegend mit dem Partnerwahlverhalten der Frauen zusammen. Denn Frauen heiraten bekanntlich am liebsten nach oben, aber fast nie nach unten. Ein Mann, der also die Traumfrauen beeindrucken will, muss sich lange strecken und die Ellbogen ausfahren; denn das wird von ihm erwartet.

Man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass eine Zwangsquote in zentralen demokratischen Organen die politisch interessierten Bürgerleins auf Dauer am Sinn der Parteiendemokratie zweifeln lässt. Man weiß im Grunde auch, wie so eine vaginale Willkür enden wird, sollte sie die inkludierten Verfassungsbedenken überhaupt überstehen. Aber was ist schon so ein doofes Grundgesetz?

Die selbstgefälligen Quoten-Weiber erwarten natürlich, dass sich die Männer ihrem feminilistischen Schicksal einfach so ergeben. Okay, manche Tüpen könnten vielleicht durchaus schwach werden, wenn Frau Merkel doch noch Cannabis freigibt und Puffbesuche bei HartzIV-Leistungen einführt. Aber sonst wird's echt schwer, Ladys. Wir ham euch jedenfalls oft genug gewarnt.

 


Kategorie: Male, Female, Politik, Gesellschaft

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