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»Schicksalswahl«

29.05.2019

Die Propaganda im Zusammenhang mit der EU-Wahl

Der »Alpha-Journalist« Jörges vom Stern hat gesacht, dass der Grüne Habeck doch einen guten Kanzlerkandidaten abgeben täte – krittelt jedenfalls Berichtbestatter Ulrich Schulte vom linkspopulistischen Käseblatt TAZ, und der ist immerhin irgendso eine »Leiter im TAZ-Palavermentsbüro« (wahrscheinlich die linksgrünversiffte Karriereleiter).

Aber Schulte weint in seinem jüngsten Elaborat auch, dass es doch ziemlich frauenfeindlich ist, wenn sogar bei den Grünen jezz doch wieder ein Tüp (nämlich der formschöne Habeck) nach oben gespült wird als kommender grüner Kanzlerkandidat. Schließlich ist es nach den epochalen Pauerwummen Merkel, Flintenuschi, Nahles oder AKK längst überfällig, dass wir alle nochmal von einer Frau durchregiert werden. Schließlich haben wir nur die allerbesten Erfahrungen mit dem weiblichen Polit-Personal, gelle. Und deshalb ist Soyboy Schulte voll dafür, dass nicht der Grüne Vorreiter Habeck den Kanzlerkandidaten stellt, sondern dessen doppeltspitze Kollegin Baerbock!

Man merkt: Nach der EU-Wahl (die übrigens mitnichten eine »Europawahl« war) mit ihren sensationellen Stimmenzuwächsen für die Grünen träumen die linksalternativen Ideologen endgültig von der grünen Ermächtigung. Es gilt, das grüne BRD-Momentum zu nutzen! Schließlich ist Frau Merkel wie so oft arbeitsfaul, unwillig und möchte sowieso bald nach Mecklenburg-Vorhölle auswandern (hat sie zumindest versprochen). Die Spezialdemokraten sind trotz der grandios feminilistisch orientierten Frau Nahles in die Bedeutungslosigkeit entschwunden und Krampf-Knarrenkasten (CDU) macht sich gerade mit ihren Zensurgelüsten bei unserer verdorbenen Jugend unbeliebt. Wer also außer einer grünen Frontfrau (so scheint es) soll die Gernegroßmacht Deutschland im »Zeitalter der Frauen« zu ihrem angestammten Platz an der Sonne führen? Dafür kann schon aus Geschlechtergerechtigkeitsgründen ausschließlich eine arme, benachteiligte Frau mit der Geschmacksrichtung »Grün« in Frage kommen!

Mal langsam: Es fängt schon damit an, dass Schulte beim Stern »Alpha­jour­na­lis­mus« vermutet. Das passt zwar wunderbar in seine Gedankenwelt von patriarchalen Luftschlössern und frauenfeindlichen Old-Boys-Seilschaften, hat sich aber spätestens beim Erscheinen der »Hitler-Tagebücher« 1983 im Stern als völlig überzogen erwiesen. Die Wörter »Stern, Alpha-Journalismus« oder womöglich sogar »investigativ« in einem Satz zu nennen, zeugt von einer Realitätsferne, wie sie nur innerhalb der deutschen Systemmedien kursieren kann. Das ist das fein gedrechselte Gelaber von ehemaligen selbstverliebten Schülervertreter-Prolls und hat mit nichts in diesem Land etwas zu tun (außer mit ihnen selbst).

Aufgepasst, Schulte: Um festzustellen, ob man strunzdumm oder zu irgendwas befähigt ist, muss man nicht in seiner Unterhose nachsehen! Überhaupt: Wenn der Stern was schreibt, worauf sich wiederum die TAZ bezieht, so unterhalten sich zwei völlig Ahnungslose, die immer noch nicht verstanden haben, dass die Grünen Teil des Problems sind und nicht dessen Lösung.

»Aber der Jugoslawienkrieg ist doch schon sooo lange her, das kann man den Grünen doch nicht ewig vorwerfen«, denkt der gemeine Grünen-Fetischist. Doch, man kann. Auch ihre Mittäterschaft bei der Erschaffung des HartzIV-Systems, des größten europäischen Niedriglohnsektors und der »Umverteilung von fleißig nach reich« sind Errungenschaften, die die Grünen zwar gerne vergessen würden, die aber seit Jahren und Jahrzehnten fest zu ihrer heuchlerischen Gerechtigkeitspose gehören.

Und schließlich gibt es noch die grünen Witzfiguren, die für die ökologische Weltenrettung mal eben zu den Fidschi-Inseln (Claudia Roth) oder ins sonnige Kalifornien (Claudia Schulz) jetten, um sich dort wichtig zu machen. Auch das sind keine »vertrauensbildenden Maßnahmen«, die die Allmachtsphantasien grüner Prägung rechtfertigen könnten. Dazu kommen noch solche Kleinigkeiten wie eine geifernde Russophobie und die würdelose Katzbuckelei vor unserem US-amerikanischen »Brudervolk« und seinen weltweiten völkerrechtswidrigen Einmischungen. Früher habt ihr Grüne den lateinamerikanischen Bauern die Füße geküsst, heute hetzt ihr ihnen (über Bande) den Kettenhund John Bolton auf den Hals.

 

Von wegen Schicksalswahl

Wenn ich das schon höre! Das EU-Palaverment kann noch nicht einmal Gesetze auf den Weg bringen. Ganz Brüssel ist zugeschissen mit Lobbyisten und dubiosen »Beratern«, die die EU-Apparatschiks am Nasenring durch die Manege ihres eigenen Plenums führen. »Schicksalhaft« an dieser Wahl war lediglich, dass die Etablierten die Hosen gestrichen voll hatten vor der angeblich »rechts­populis­tischen« Konkurrenz an den üppig gefüllten EU-Geldtöpfen. Inhaltlich haben die sakrosanten EU-Vertreter noch nie etwas auf die Beine gestellt, dem man Respekt zollen könnte.

Es ist in dem Zusammenhang ziemlich bizarr, die alten Ungeister wie einen europäischen Krieg an die Wand zu malen, weil – Gott sei mit uns – der eine oder andere Dampfplauderer nicht wieder gewählt werden könnte. Niemand auf diesem Kontinent will erneut gegen andere europäische Nationen Krieg führen. Die Kriegsgefahr besteht heutzutage vielmehr darin, dass Europa als NATO-Aufmarschgebiet gegen Russland endet. Und darauf hat ausgerechnet das EU-Palaverment überhaupt keinen Einfluss.

 

Dumm wie Brot

Symptomatisch für die Inhaltsleere unserer selbstverliebten Sonnenkönige und -innen ist der neuerliche Zwist zwischen diesem Youtube-Erklärbären Rezo und den Altvorderen der CDU. Hochnotpeinlich! Es mag nicht alles hieb- und stichfest gewesen sein, was dieser Rezo von sich gegeben hat, aber die völlig vermurkste Entgegnung der kritisierten CDU offenbart eine unfassbare Ahnungslosigkeit gegenüber existenziellen gesellschaftspolitischen Kernthemen. Diese Entfremdung ist allerdings mitnichten ein Alleinstellungsmerkmal der CDU, sondern löst quasi die Systemfrage aus, denn alle, inklusive der Systemmedien und sogar die momentan erfolgsbeschwipsten Grünen, haben keine bis untaugliche Antworten auf die zukünftigen Probleme. Und nein, ein »Verbot des Verbrennungsmotors« hält keinen einzigen »Klimawandel« auf.

Dabei ist die unabdingbare Notwendigkeit solcher Grundsatzdebatten seit vielen, vielen Jahren förmlich mit der Hand zu greifen. Man will es »da oben im Neuland« einfach nicht hören und zieht sich auf die üblichen Abwehrmechanismen wie Textbausteine, Diskursverweigerung, Zensurandrohungen oder Aussitzen zurück. Aber diese kuscheligen Zeiten sind schon länger vorbei und die politischen Einschläge rücken näher. Leider kapieren die Etablierten bisher immer noch nicht, wo sie sich hinbewegen: Erst gestern las ich, dass man bei der SPD die erfolglose Versagerin Nahles wieder durch den Unsympathen St. Martin Chulz ersetzen will. Geht's noch? So wie's aussieht, wird euch irgendwann die Deutungshoheit einfach aus der Hand gerissen.

So, genug aufgeregt für heute. Sorry für die Überlänge. Wenn es einen »europäischen Geist« geben sollte, dann ist es nicht die etablierte Politikkaste, sondern solche europäische Kollegen wie im unten zitierten Youtube-Video. Die haben mal eben verhindert, dass über den Genuarer Hafen Kriegsgerät nach Saudi-Arabien verschifft werden konnte. Untertitel einschalten!


Kategorie: Politik, Gesellschaft

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