Header

Artikel Detailansicht

< Das wird nix mehr mit Spülgel Online
   

Doch Lügenpresse

21.12.2018

Krokodilstränen beim korrumpierten Systemmedium namens Spiegel

Die Lügengeschichten, die ein gewisser Spülgel-Schreiber namens Relotius über Jahre aufgetischt hat, sollen also in der Summe lediglich das Werk eines Einzeltäters sein? Hey, diese Story ist für sich genommen schon wieder halb gelogen. Nein, dreimal nein! Claas Relotius ist ein typisches Kind dieser Branche, die sich seit nun schon seit Jahrzehnten durch einseitige, halbwahre Tendenz­berichte hervor tut. Das selbstmitleidige Geweine seiner Kollegen (ob beim Spiegel oder sonst wo) sowie die angeblich so selbstkritische Aufdeckung dieses journalistischen Betruges ist blanke Heuchelei.

Nun sollen wir dummen Leserscharen glauben, dass der Spülgel-Verlag heldenhaft den Schlamassel aufgedeckt und dem Betrug ein für allemal ein Ende gesetzt hat? Dazu riechen die marktschreierischen, alarmistischen Berichte dieses Blattes bereits viel zu lange nach Gesinnungsschreiberei.

Wenn sich überhaupt etwas Positives aus der jüngsten Misere beim Spülgel ergeben sollte, dann hoffentlich, dass der Kreis derer, die sich zukünftig zweimal überlegen, ob sie jeden Pressedreck glauben sollen, wieder etwas größer geworden ist.

Obwohl, selber denken bleibt einem auch beim Ausweichen auf die vielen »Alternativmedien«, Blogs und Foren im Internet nicht erspart. Denn natürlich haben auch KenFM, Russia Today, die Nachdenkseiten, NuoViso und wie sie alle heißen, trotz ihrer augenscheinlichen finanziell unabhängigen Berichterstattung jeweils ihre eigenen blinden Flecken. Besonders bei meinen Lieblingsfeinden, den mäßig intelligenten, sexfixierten Feminilistinnen, ziehen auch diese sonst durchaus kritisch motivierten Plattformen nur allzu schnell den Schwanz ein (nein, nicht den...) und ergeben sich devot dieser in sich faschistoiden Gesinnung. Da ist noch Luft nach oben!

So lobt z.B. der Gründer des »Reporter-Forums« Cordt Schnibben in der FAZ ausdrücklich die Preisverleihung des sog. »Reporterpreises« für eine besonders mutige Berichtbestattung im Zusammenhang mit #metoo. Auch Claas Relotius war mal Preisträger dieses Forums. Wie bei vielen anderen gesellschaftlichen Aufregern der letzten Jahrzehnte auch, weist aber #metoo genau die prägenden Eigen­schaften auf, die einen Medienkonsumenten verlässlich Einseitigkeit vermuten lassen kann, nämlich das infantile und jedem journalistischen Berufsethos widersprechende Gut-Böse-Schema.

Wenn man die maßgeblichen Käseblätter liest, dann ist die Welt nämlich oft erstaunlich einfach: Da gibt es ein paar böse Gestalten wie Trump, Putin, Assad usw., die nicht nur eine besonders markante und auffällige Ausprägung bestimmter Fehlentwicklungen sind, sondern deren einzige Alleinverantwortliche. Derlei intellektuelles Unvermögen ist kein Journalismus, wie man ihn sich wünscht, sondern Puppenhaus-Theater.

Nun haben sich schon bei unseren Altvorderen die Presseorgane viel zu oft und nur zu gerne ihrer Sehnsucht nach einfachsten Freund-Feind-Schemata hingegeben; nicht zuletzt deshalb, weil man sonst vielleicht mit einer höchstpersönlichen Eigenverantwortlichkeit konfrontiert worden wäre. So ist der Mensch leider – mich in meiner Rolle als Blogger durchaus eingeschlossen. Aber so tickt die Welt nicht bzw. längst nicht immer. Es gibt nicht die eine Lösung, nicht den einen Verantwortlichen, mit denen man eine per se »organische«, changierende Menschheitsgeschichten zutreffend beschreiben und dadurch etwas lernen kann. Menschliche Größe besteht auch nicht unbedingt darin, temporär Recht zu bekommen und daraus eine dauerhafte, niemals endende Autorität für die Geschichtsbücher zu imaginieren. Menschliche Größe besteht vielmehr darin, beizeiten Irrtümer einzusehen und sie abzustellen – doch davon sind gerade unsere Presseorgane von allen Erklärbären der Welt mit am weitesten entfernt – übrigens in heimeliger Einheit mit unseren sakrosanten Politdarstellern. Genau aus diesem Grund taugen auch z.B. simple Links-Rechts-Erklärmuster, wie sie in etlichen Foren oder Blogs gehätschelt und gepflegt werden, so gut wie gar nichts. Man kann seine Zeit im Netz jedenfalls sinnvoller verplempern als ausgerechnet damit.

 

Ist das Internet überhaupt die Rettung?

Oh, die Dynamiken dieses relativ frischen, dezentralen Mediums sind durchaus beachtlich und seine demokratisierenden Potenziale vielversprechend. Aber liebe Leute: Das hat man auch dereinst von diesem komischen Journalismus gedacht, dieser so oft beschworenen »vierten Macht im Staate«. Das Prinzip der Meinungsdiversifizierung ist mitnichten ein Selbstläufer! Das Internet ist auch nicht immun gegen umfängliche staatliche Zensurabsichten, wie man z.B. in China beobachten kann. Die Staatsfuchtel wird dort sogar von einem Großteil der Bevölkerung in der Hoffnung auf eine angeblich größere »Sicherheit« mitgetragen.

Aber auch hierzulande gibt es ja bekanntermaßen (halbstaatliche) Zensurorgane wie die Antonio-Amadeu-Stiftung, die Denunzianten des albernen »Zentrums für politische Schönheit« oder den »Alles Nazis bei Fakebook«-Fanatismus eines Heiko Maas.

Vielleicht bedeutet die Kurzlebigkeit dieser intellektuellen Komfortzone, also dieser infantilen Freund-Feind-Haltung, im Zusammenhang mit einer beschleunigten Faktenbeschaffung über die neuen Medien eine gewisse freiheitliche Chance, doch blind verlassen kann man sich darauf nicht. Momentan geht ja die diskursive Tendenz sowieso eher dahin, übereinander zu reden statt miteinander.

Dennoch: Wie Paul Joseph Watson in seinem letzten Video erzählt, gibt es inzwischen einen neuen Internet-Hype namens »TikTok«, einer Plattform bzw. einer App, die anscheinend besonders bei den Jüngsten großen Anklang findet – und die die selbstgefälligen, moralbesoffenen »Millenials und Social Justice Warriors« in letzter Zeit zur Verzweiflung treibt. Denn die aufmüpfigen Youngsters ziehen sogar liebgewonnene Gewissheiten bisheriger Snowflake-Theorien gerne mal in ihren Video-Selbstdarstellungen durch den Kakao. So erzählt ein (wahrscheinlich gerade mal 14-jähriges) Girl:

Well, I'm here to tell you that there's only one gender. That ist male. Women are property (ungefähr bei 1:52 min).


Für die ganzen SJWs und Hipster, die sich ja bis vor kurzer Zeit noch für die ultimative Avantgarde hielten und sich in diesem Gefühl sogar von vielen angeblich fortschrittlichen Medien gefördert und hofiert fühlten, bedeuten solche Sätze ihrer unmittelbaren Nachfolgegeneration natürlich den Mega-Gau. Nun, mein Mitleid hält sich verständlicherweise in Grenzen, auch wenn solche antifeminilistischen Trollereien mit einer gehörigen Lust an der Provokation daher kommen. Aber hey, das ist doch genau der Job der Jugend! Nicht die freche Provokation ist erstaunlich, sondern die extrem kurze Wachablösung einer rechthaberischen, dogmatisch beseelten Protestbewegung von Pussy-Hat-Fanatikern, Soi Boys und ähnlich lästigen Zeiterscheinungen. Nicht zuletzt ist es eine Watsche für die Medienkonzerne, die Millionen in die SJW-Bewegung versenkt haben, um sich die Illusion von gesellschaftlicher Relevanz zu bewahren.

 

Die spinnen, die Schweden

Kaum ein Land ist so verbiestert wie Schweden, wenn es um die Durchsetzung feminilistischer Parolen im Alltagsgeschäft geht. Da gibt es z.B. ein Musikfestival in Göteborg, das nur »Frauen sowie nicht-binäre und Transgender-Personen« als Musiker und Zuschauer zulässt. Das wäre nicht mal wahnsinnig schlimm. Bei den schieren organisatorischen Detailfragen kommen die frauenbesoffenen Veranstalter aber dann ganz ohne männlichen Support auch wieder nicht aus. RT Deutsch kommentiert:

Ironischerweise konnte das Event ohne den so "problematisierten" Teil der Gesellschaft nicht auskommen, denn viele Techniker, Bandmitglieder und Bauarbeiter für die Veranstaltung waren Männer. Wie die Organisatorin Emma Knyckare einräumte, mussten sie sich allerdings in speziellen Bereichen aufhalten, um von den Frauen ferngehalten zu werden.


Bitte, bitte, macht noch ganz viele dieser blamablen Festivals! Dieses intellektuelle Fiasko ist einfach zu amüsant! Für die Männer könnte es sogar lehrreich sein, denn derlei Abhängigkeiten unserer geliebten Weiber beschränken sich latürnich nicht nur auf ordinäre Musikveranstaltungen. Zum Beispiel könnten Feminilistinnen ihre Frauenhäuser künftig durchaus mal selber bauen, gelle. Angeblich können Frauen, bedingt durch frauenpolitische Mutationen der letzten Jahrzehnte, all das, was Männer können – aber natürlich besser. Dafür! Da bin ich ganz Feminilist!

Nein, es ist nicht gut, wenn Frauen nicht selber Know-how aufbauen und sich fast ausschließlich auf diese haarigen, sprechenden Nutztiere namens Männer verlassen. So etwas kann dann z.B. zu der peinlichen Situation führen, dass man mit dem schönen neuen Tesla hilflos an einer Tankstelle rumsteht:


Kategorie: Politik, Gesellschaft

<- Zurück zu: Beiträge

 

Nach oben

12.08.2019

Ich bin krank.

Kat: Diverses
11.07.2019

Zweites Jahr der »Empathielücke gegenüber Männern«! Nein, da gibt es nichts zu feiern.

Kat: Male, Female, Politik, Gesellschaft
04.07.2019

»Von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin« hieß es gestern. WTF?

Kat: Male, Female, Politik, Gesellschaft
01.07.2019

Das ist doch mal eine interessante Verschwörungstheorie!

Kat: Kultur, Musik, Politik, Gesellschaft
23.06.2019

Und siehe da, es kam der evangelische Kirchentag darnieder!

Kat: Politik, Gesellschaft, Male, Female